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Roadbook Tour de France

Autor: 
Kristian Bauer 
Titel: 
Roadbook Tour de France 
Verlag: 
Bruckmann, 2006 
Layout: 
226 Seiten, broschierte Ausgabe, Buntfotos 
ISBN: 
3765444774 
Preis: 
€ 22,95 



 

Zum Autor:

Kristian Bauer, Jg. 1971, ist freier Journalist und Triathlet – und natürlich Selberfahrer.

"Ich bin der Tour de France voll und ganz verfallen", so seine eigenen Worte. Da verwundert es nicht, dass er alle 40 im Buch vorgestellten Pässe mit dem Rennrad selbst in Angriff genommen hat.

 

 



Die einzelnen Pässe

Folgende Pässe und Anstiege werden in seinem Buch vorgestellt:

 

Pyrenäen

Col d´Aubisque, Luz-Ardiden, Hautacam, Tourmalet, Col d´Aspin, Pla d´Adet, Col de Peyresourde, Superbagnères, Col de Menté über Portet d´Aspet, Guzet, Plateau de Beille, Col du Chioula, Col du Pailhères, Ax 3 Domaines

 

Alpen Süd

Mont Ventoux von Bédoin, Mont Ventoux von Malaucène, Col d´Allos, Pra-Loup, Col d´Izoard, Col de Vars

 

Alpen Nord

Col du Granier, Col de Porte, Col de la Croix de Fer, Alpe d´Huez, Galibier über Col du Lautaret, Galibier über Col du Télégraphe, Col de la Madeleine, Col de l´Iseran, Cormet de Roselend, Col de la Colombière, Col des Aravis, Croix-Fry, Joux-Plane

 

Jura und Vogesen

Col de la Faucille, Ballon d´Alsace, Col du Hundsruck, Grand Ballon, Col de la Schlucht, Champ du feu, Notschrei

 

Die Links führen zu den einzelnen Portraits bei unseren "Großen Anstiegen"!






Mt. Ventoux




Port de Pailheres



Peyresourde




Croix de Fer



Alpe d´Huez




Glandon



Gliederung

Nach einem Vorwort des Autors und vor der Vorstellung der Anstiege kann der Leser auf 8 Seiten einiges Wissenswertes über die richtige Ausrüstung, Fragen der Übersetzung (dreifach oder zweifach,…), Technik und Taktik sowie Tipps zur richtigen Reisezeit und Unterkunft erfahren. Für den erfahrenen Selberfahrer-Profi zwar nicht viel neues aber man lernt nie aus!

 

Die Portraits der 40 Anstiege sind geographisch in die Abschnitte Pyrenäen, Alpen Süd, Alpen Nord sowie Jura und Vogesen unterteilt.

 

Jeder Anstieg wird zuerst mit einigen Daten und Fakten vorgestellt. Die Schwierigkeitsbewertung wurde entsprechend der Einordnung durch die Tour de France vorgenommen (HC, 1, 2,…). Neben dieser Wertung erfolgt eine weitere Einstufung nach der landschaftlichen Schönheit. Dazu kommen Informationen wie Höhe, Länge, Steigung max., Steigung Durchschnitt, Ausgangsort, Anfahrts- und Parkmöglichkeit, Strassenzustand, mögliche Gefahren / Besonderheiten und Passöffnungszeiten.

Ein Profil sowie eine Landkarte, in welcher der Anstieg eingezeichnet ist, runden das Angebot an Informationen ab. Als kleiner Kritikpunkt könnte hier genannt werden, dass die Profile im Vergleich zu den bekannten Profilen von salite.ch nicht sehr detailliert sind. Für einen ersten Eindruck ist es aber ausreichend.

 

Sehr ausführlich und detailliert berichtet der Autor dann von den verschiedenen Abschnitten der Anstiege und geht hierbei sowohl auf besonders steile Rampen oder sonstige topographische und landschaftliche Besonderheiten, als auch auf schöne Bergdörfer oder geschichtsträchtige Ereignisse ein.

 

Die Tour de France und ihre Protagonisten werden passend nach einem Anstieg beleuchtet: Sei es zum Superbagnères der Bericht „Greg LeMond besiegt den Dachs (1986)“, zum Portet d´Aspet „Fabio - Ende einer Radsporthoffnung“, zum Mont Ventoux „Schwarzer Freitag am Ventoux“ oder zu Ax 3 Domaines „Ein Tiroler im Freudenrausch“ (Georg Totschnig).

 

Sehr schön sind auch die zahlreichen Farbfotos, die Lust auf mehr machen bzw. das Fernweh schüren.

 

Am Ende des Buches werden die wichtigsten Ausgangsorte der verschiedenen Anstiege aufgelistet und dabei einige Kurzinfos sowie die Adressen der Touri-Info und eines Campingplatzes genannt. In den Pyrenäen sind dies Orte wie Argelès-Gazost, Saint-Lary-Soulan, Bagnères-de-Luchon und Ax-les-Thermes – in den Alpen Malaucène, Barcelonnette, Bourg d´Oisans, St-Jean-de-Maurienne und La Clusaz.

Auf der ersten- bzw. letzten Seite sind auf einer aufklappbaren Landkarte der Pyrenäen bzw. Alpen alle vorgestellten Anstiege eingezeichnet, so dass man sich ein gutes Bild davon machen kann, wie weit die Pässe voneinander entfernt liegen. Für eine mögliche Reiseplanung sicher nicht schlecht.

 



Urteil

Als Gesamturteil kann man festhalten, dass sich der Kauf dieses Buches in jedem Fall lohnt. Der Selberfahrer, der sich auf einen Pyrenäen- oder Alpen-Radurlaub vorbereiten möchte, erhält mehr als ausreichende Information für sein Vorhaben. Aber auch normale Radsportfans oder „Couch-Potatoes“ werden sicher ihre Freude haben, da die Portraits nicht nur eine nüchterne Auflistung an Schwierigkeiten des Anstieges beinhalten, sondern auch viele Randinformationen zur Geschichte der Pässe liefern bzw. welche Dramen oder Triumphe die Pässe während der Tour de France erlebt haben.



von Harzer Radfahrer, Dezember 2006

Fotos © C4F


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