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Dopingbücher - nicht von C4F rezensiert

Bücher zum Thema Doping sind zahlreich. Nicht alle konnten hier auf C4F besprochen werden. Einige davon, die wir für interessant halten, werden im Folgenden kurz vorgestellt. Dabei führen wir auch Bücher auf, die schon in den 90er Jahren erschienen sind, und heute nur noch antiquarisch erworben werden können.

 

Eigene Rezensionen dieser und anderer Bücher sind immer erwünscht.

 

Letztes Update: 2.1.2010



Albrecht, Reyk: Doping und Wettbewerb

Berendonk, Brigitte: Doping

de Mondenard, Jean-Pierre: Dopage aux Jeux Olympiques

Emrich, Eike/Pitsch, Werner (Hrsg.): Sport und Doping

Franke, Werner/Ludwig, Udo: Der verratene Sport

Geipel, Ines: No Limit

Hobermann, John: Menschliche Maschinen

Latzel, Klaus/Niethammer, Lutz (Hg.): Hormone und Hochleistung

Latzel, Klaus: Staatsdoping - Der VEB Jenapharm im Sportsystem der DDR

Nickel, Rüdiger/Rous, Theo: Das Anti-Doping-Handbuch 1 und 2

Parisotto, Robin: Blood Sports, The inside dope of drugs in sports

Pound, Dick: Inside Dope

Seppelt, Hans-Joachim/Schück, Holger: Anklage: Kinderdoping - Das Erbe des DDR-Sports

Spitzer, Giselher: Doping in der DDR

Striegel, Heiko: Doping im Fitness-Sport



Albrecht, Reyk: Doping und Wettbewerb




Titel: 
Doping und Wettbewerb 
 
Eine ethische Reflexion 
 
Dissertation an der Friedrich-Schiller-Universität Jena 
Autor: 
Reyk Albrecht 
Verlag: 
Karl Alber, 1. Aufl. 06.2008 
 
Reihe: Angewandte Ethik 9 
Layout: 
gebundene Ausgabe, 300 S. 
ISBN: 
978-3-495-48319-0 
Preis: 
39,00 EURO 
 
 


Aus dem Vorwort: 
"Immer neue Dopingfälle erschüttern die Sportwelt und ein Ende der Dopingenthüllungen scheint noch lange nicht absehbar. Maßnahmen werden gefordert, um das Doping im Sport und speziell im Wettkampfsport zu unterbinden. Welche Eingriffe in den freien Wettbewerb können imFall von bewusstem Doping im Wettkampfsport im Rahmen einer pluralistischen Gesellschaft jedoch ethisch überhaupt sinnvoll? Die vorliegende Arbeit widmet sich dieser Fragestellung." 
 
 
Klappentext: 
Wo fängt Doping an? Wie kann Doping ethisch bewertet werden? Ist Fairness dabei ein geeigneter Maßstab? Hat eine Gesellschaft das Recht, einem Sportler das Doping zu verbieten, und wenn ja, wann? Welche Dopingpraxis entstünde in einem freien Wettbewerb, und welche Eingriffe lassen sich vor dem Hintergrund all dieser Fragen rechtfertigen? Das vorliegende Buch zieht aktuelle empirische Befunde zur Dopingpraxis heran und greift sowohl auf klassische ethische Überlegungen als auch auf die Analyseinstrumente der Spieltheorie zurück, um die ethieche Diskussion des Dopings möglichst präzise und differenziert führen zu können. 
 
 
Albrecht: 
"Ein Ausgangspunkt der vorliegenden Forschungsarbeit ist die UNESCO-Konvention zum Doping im Sport (2005). Diese fordert die teilnehmenden Staaten auf, Maßnahmen gegen Doping in ihrer Gesetzgebung zu verankern. Begründet sieht die UNESCO ihre Strikte Ablehnung und die Forderung nach staatlicher Intervention in der Gefahr des Dopings für die Gesundheit der Sportler und in der Verletzung ethiecher Prinzipien, besonders der Fairness." 
 
Sowohl die UNESCO-Konvention als auch die von anderen Seiten immer wiederkehrenden Forderungen nach stärkeren Sanktionen veranlassten, danach zu fragen, welche Eingriffe in den freien Wettbewerb im Fall von bewusstem Doping im Rahmen einer pluralistischen Gesellschaft überhaupt ethisch gerechtfertigt werden können. 


Berendonk, Brigitte: Doping




Titel: 
Doping - Von der Forschung zum Betrug 
Autorin: 
Brigitte Berendonk 
Verlag: 
Rowohlt, 1992 
Layout: 
Broschiert, 448 S. 
ISBN-10: 
3499186772 
ISBN-13: 
978-3499186776 
Preis: 
nicht mehr im Buchhandel erhältlich 
 
 


Verlagstext: 
Ist der Spitzensport noch zu retten? Brigitte Berendonk - Olympiateilnehmerin, Deutsche Meisterin, Jugendmeisterin in der früherern DDR und in der Bundesrepublik - schildert zusammen mit ihrem Mann Prof. Dr. Werner Franke das erschreckende Ausmaß des jahrelangen Dopingschwindels im Sport. 
 
 
Rezensionen: 
 
 
Weitere Infos: 
 
 
 


de Mondenard, Jean-Pierre: Dopage aux Jeux Olympiques




Titel: 
Dopage aux Jeux Olympiques 
 
la triche récompensée 
Autor: 
Dr. Jean-Pierre de Mondenard 
Verlag: 
amphora, 1996 
Preis: 
ab EURO 21 
 
 
Verlagstext: 
Le livre oppose une foule de témoignages d'athlètes, d'entraineurs et de responsables sportifs aux 51 "petits" cas positifs officiels depuis le début des Jeux modernes. 
 
 


Emrich/Pitsch (Hrsg.): Sport und Doping




Titel: 
Sport und Doping 
 
Zur Analyse einer antagonistischen Symbiose 
Autoren: 
Eike Emrich / Werner Pitsch (Hrsg.) 
Layout: 
Gebundene Ausgabe, 226 Seiten 
Verlag: 
Peter Lang GmbH, Frankfurt am Main 2009 
ISBN: 
ISBN 978-3-631-59451-3 
Preis: 
EURO 39,00 
 
 
 
 


Verlagstext: 
Handelt es sich im Fall des Leistungssports und des Dopings um eine antagonistische Symbiose, in der man «nicht miteinander und nicht ohneeinander» kann? Der moderne, zum Zweck der Einkommenserzielung betriebene Spitzensport war wahrscheinlich von Beginn an bis heute von Doping begleitet. In verschiedenen Beiträgen wird das Phänomen «Doping im Spitzensport» aus der Perspektive der Soziologie, der Ökonomie, der Rechtswissenschaft und der Anthropologie beleuchtet. Dabei zeigt sich, dass unterschiedliche Rahmenbedingungen und soziale Prozesse in ihrer wechselseitigen Verschränkung dieses vielfach als Problem wahrgenommene Phänomen erst ermöglichen. Verschiedenen rationalen individuellen und korporativen Akteuren gelingt es dabei, an seinem Bestehen zu partizipieren und daraus Nutzen zu ziehen. 
 
 
Inhalt: 
Eike Emrich/Werner Pitsch: Einleitung 
 
Werner Pitsch/Peter Maats/Eike Emrich: Zur Häufigkeit des Dopings im deutschen Spitzensport - eine Replikationsstudie 
 
Jens Flatau/Frank Schröder: Motivationen von Spitzensportlern für und wider den Konsum von Dopingmitteln 
 
Frank Daumann: Doping im Hochleistungssport aus ökonomischer Sicht 
 
Werner Pitsch/Eike Emrich: Aktuelle Änderungen des Dopingrechts - rechtliche Darstellung und ökonomische Würdigung 
 
Werner Pitsch: Dopingkontrollen zwischen Testtheorie und Moral - Nicht intendierte Folgen prinzipiell nicht perfekter Dopingtests 
 
Eike Emrich/Werner Pitsch: Zum Dopingkontrollmarkt - Sind Investitionen in den Anschein von Ehrlichkeit lohnender als die Ehrlichkeit selbst? 
 
Katja Senkel/Eike Emrich/Cartsen Momsen: Maßnahmen zur Erhöhung der Regelbefolgung durch die internationalen Sportverbände im Kampf gegen Doping - Überlegungen zur Wirksamkeit der Einführung des Subsidiaritätsprinzips in den WADC 
 
Katja Senkel: «Strict Liability», Schuldvermutung und Reziprozität im verbandsrechtlichen Dopingverfahren 
 
Carsten Momsen: Strafrechtliche Dopingbekämpfung? 
 
Walter Szostak: Zwischen Leistungskultur und Erfolgstechnokratismus - Ein Versuch zur Anthropologie des Dopings im «großen» Sport. 
 
 


Franke, Werner / Ludwig, Udo: Der verratene Sport




Titel: 
Der verratene Sport 
 
Die Machenschaften der Doping-Mafia. Täter, Opfer und was wir ändern müssen. 
Autoren: 
Werner Franke / Udo Ludwig 
Layout: 
Gebundene Ausgabe, 268 Seiten 
Verlag: 
Zabert Sandmann, München; Auflage: N. A. (September 2007) 
ISBN-10: 
389883185X 
ISBN-13: 
978-3898831857 
Preis: 
EUR 19,95 
 
 
 
 


Klappentext: 
Faszinierende Sportduelle mit großartigen Siegern: Unsere Vorbilder sollen sie sein, doch sind sie das? Wir lassen sie hochleben und Millionen verdienen. Wir leiden mit ihnen, aber was können wir noch glauben? Spitzenstars wie Jan Ullrich oder Marion Jones, Trainer wie Thomas Springstein, Ärzte wie Eufemanio Fuentes, Pharmaforscher und -unternehmen, Sponsoren, Veranstalter, Medien, Verbände, Staat, Justiz und Politik: Sie alle sind Teil eines gigantischen, teils offen, teils verdeckt operierenden Netzwerkes, gesteuert von Ruhmsucht und Profitgier. Werner Franke und Udo Ludwig enthüllen erstmals, wie diese internationalen Netzwerke funktionieren. Wer ist Täter, wer ist Opfer, wer verdient, wer deckt wen, wer ist wie und von wem abhängig? Und sie klären auf: Wir werden nicht nur beim Spitzensport systematisch betrogen, auch beim Breitensport ist Doping längst gang und gäbe. Am schlimmsten: Es macht vor Kinder und Jugendlichen nicht halt. 
 
 
Rezensionen: 
 
 
 


Geipel, Ines: No Limit




Titel: 
No Limit 
 
Wie viel Doping verträgt die Gesellschaft? 
Autorin: 
Ines Geipel 
Verlag: 
Klett-Cotta; Auflage: 1 (April 2008) 
Layout: 
Broschiert, 182 Seiten 
ISBN-10: 
3608944583 
ISBN-13: 
978-3608944587 
Preis: 
EUR 17,90 
 
 
 
 
 
 


Ausschnitt Klappentext: 
Es ist das Jahr der Olympischen Spiele, und der krisengeschüttelte Spitzensport ist dabei zu bestaunen, wie er sich von Skandal zu Skandal schleppt. Gegeben wird ein globales Trauerspiel namens Doping, und die Athleten, einstmals wie Helden verehrt, mutieren darin mehr und mehr zu bemitleidenswerten Zombies. 
 
 
Rezensionen: 
 
 
 
Interessante Links: 


Hobermann, John: Menschliche Maschinen




Titel: 
Menschliche Maschinen 
 
Doping und die Unmenschlichkeit des Hochleistungssports 
Engl. Titel: 
Mortal Engines: The Science of Performance and the Dehumanization of Sport 
Autor: 
John Hobermann 
Verlag: 
Meyer & Meyer, 1994 
Layout: 
gebundene Ausgabe, 400 S. 
ISBN-10: 
3891241968 
ISBN-13: 
978-3891241967 
Preis: 
das Buch ist nur noch antiquarisch erhältlich 


Klappentext: 
Trotz einer langen Reihe von Doping-Skandalen und unverantwotlichen Trainingsexperimenten, in die u.a. Olympische Spitzenathleten verwickelt waren, fahren Leistungssportler fort, diese illegalen Methoden der Leistungssteigerung ohne Rücksicht auf Gesundheit und Karriere einzusetzen. Warum wenden Sportler diese gefährlichen Praktiken an? Dieses Buch ist die Geschichte der besessenen Suche nach den Grenzen der sportlichen Leistungsfähigkeit des Menschen. Der Hochleistungssport ist zu einem Experiment am Menschen geworden, mit dem Ziel, den menschlichen Körper in eine effektive, robuste und ausdauernde Maschine zu verwandeln. Hoberman deckt die Hintergründe auf, warum trotz allen Erkenntnissen weiterhin gedopt wird und geht auch auf eine mögliche weitere Entwicklung des Sports angesichts einer beginnenden Ära der genetischen und hormonellen Manipulation ein. 
 
 
C4F-Empfehlung: 
Wer sich mit der Geschichte des Dopings auseinandersetzten möchte, wird um dieses Buch nicht herum kommen. Insbesonders die Rolle der Ärzte wird von ihm ausführlich heraus gearbeitet. Hobermann untersucht zudem die deutsche Doping-Geschichte, nicht zuletzt , weil hier die Dopingdiskussion in manchen Jahren intensiver öffentlich geführt wurde, als in anderen Ländern, auch geschuldet der Teilung Deutschlands. 


Latzel, Klaus/Niethammer, Lutz (Hg.): Hormone und Hochleistung




Titel: 
Hormone und Hochleistung 
 
Doping in Ost und West 
Autoren: 
Klaus Latzel, Lutz Niethammer (Hg.) 
Verlag: 
Böhlau Verlag Köln Weimar Wien, 1. Auflage Juli 2008 
Layout: 
gebundene Ausgabe, 265 S. 
ISBN-10: 
3412201235 
ISBN-13: 
978-3412201234 
Preis: 
EUR 29,90 


Aus dem Vorwort: 
Der vorliegende Band ist aus dem Workshop "Doping in Ost und West 1960-1990. Erkenntnisse, Probleme und Perspektiven der Forschung" hervorgegangen, der vom 30.11.-2.12.2006 im Alten Schloss Dornburg bei Jena stattfand. Eingeladen hatte das am Historischen Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena angesiedelte Forschungsprojekt "Unterstützende Mittel - Doping im Sportsystem der DDR und die Rolle der pharmazeutischen Industrie". 


aus dem Inhalt:

I. Strukturen, Beteiligte, Verantwortung

 

Holger Gabriel: Aus ärztlicher Sicht. Erwünschte und unerwünschte Wirkungen anabol-androgener Steroide

 

Andreas Singler, Gerhard Treutlein: Doping in der Bundesrepublik Deutschland: Historische und soziologische Aspekte abweichenden Verhaltens im Spitzensport

 

Giselher Spitzer: Entstehung und Funktionsweise des DDR-Zwangsdopings: Doping in einem geschlossenen System und die Grenzen der biologischen Leistungsfähigkeit

 

Nikolaus Knoepffler: Freiheitssspielräume in einem stattlichen Dopingsystem?

 

Ekkehard Schönherr: Pharmabetriebe in der Planwirtschaft

 

Klaus Latzel: Doping und die pharmazeutische Industrie in der DDR. Vorläufige Ergebnisse und Forschungsprobleme

 

Hans Joachim Teichler: Doping in der Endphase der DDR und im Prozess der Wende 1989/90

 

Jutta Braun: "Dopen für Deutschland" - Die Diskussion im vereinten Sport 1990-1992

 

II. Kulturwissenschaftliche Perspektiven

 

Anke Delow: "Ich finde, ich hatte keine andere Wahl" - Doping und Biografie

 

Kirsten Kaya Roessler: Doping als Beziehungsproblem. Psychologische Aspekte von Sport, Schmerz und Grenzen

 

Nikolaus Katzer: Am Rande der Vollkommenheit. Aspekte einer Geschichte sowjetischer Körperoptimierung

 

John Hobermann: Fünfzig Jahre Doping und die Pharmakologisierung des Alltagslebens

 

Volker Caysa: Doping und das Problem des Maßes einer "natürlichen" Eigenleistung des Menschen

 



Latzel, Klaus: Staatsdoping




Titel: 
Klaus Latzel 
Autorin: 
Staatsdoping: Der VEB Jenapharm im Sportsystem der DDR 
Verlag: 
Böhlau; Auflage: 1., Aufl. (19. August 2009) 
Layout: 
gebunden, 352 S. 
ISBN-10: 
3412203297 
ISBN-13: 
978-3412203290 
Preis: 
EUR 34,90 
 
 
 
 
 
 


Verlagstext:

Bereits seit einiger Zeit wird die Rolle der pharmazeutischen Industrie im Dopingsystem der DDR kritisch beleuchtet. Mit diesem Band legt nun Klaus Latzel eine umfassende Analyse der Verstrickungen des VEB Jenapharm in das staatlich organisierte Doping zwischen 1960 und 1990 vor. Seine Erkenntnisse bettet der Autor in den sportpolitischen und kulturhistorischen Kontext der Zeit ein und diskutiert darüber hinaus Fragen individueller und kollektiver Verantwortung für die bis heute reichenden, teils schwerwiegenden gesundheitlichen Folgeschäden medizinischer Eingriffe im Spitzensport. Ein Anhang mit zahlreichen, bislang unveröffentlichten Quellen ermöglicht den Lesern, sich ein eigenes Bild von der Problematik zu machen. Damit wird der öffentlichen Debatte über die Rolle des VEB Jenapharm im Dopingsystem der DDR endlich eine wissenschaftlich tragfähige Grundlage gegeben.

 

Zitat aus der Bilanz, S. 189:

Art und Umfang der Arbeiten der pharmazeutischen Industrie und speziell des VEB Jenapharm für das Dopingsystem sind ausführlich dargestellt worden, ebenso die politbürokratische Konstellation autoritär verfasster Korporation, die dieses System kennzeichnete. Es ist eindeutig, dass Jenapharm nicht ursächlich für die Errichtung dieses Systems verantwortlich war und im weiteren Verlaufe auch nicht zu dessen treibenden Kräften zählte. Ebenso ist aber aus heutiger Sicht eindeutig, dass der VEB Jenapharm schon durch seine Mitwirkung an diesem System als moralisch mitverantwortlich für dessen teils schwerwiegende gesundheitliche Folgeschäden bei den betroffenen Sportlerinnen und Sportlern gelten muss. Diese korporative Verantwortung des Betriebes oder des Kombinats hebt die individuelle Verantwortung seiner leitenden Wissenschaftler nicht auf.

 



Nickel, Rüdiger / Rous, Theo: Das Anti-Doping-Handbuch 1 und 2





Titel: 
Das Anti-Doping-Handbuch: Das Anti-Doping-Handbuch 1. Grundlagen: Tl 1 
Autoren. 
Rüdiger Nickel, Theo Rous 
Verlag: 
Meyer & Meyer Sport; Auflage: 1 (11. Januar 2007) 
Layout: 
Broschiert, 384 Seiten 
ISBN-10: 
3898991865 
ISBN-13: 
978-3898991865 
Preis: 
EUR 29,95 
 
 
 
 
Titel: 
Das Anti-Doping-Handbuch 2: Dokumente Regeln Materialien 2008 
Autoren. 
Rüdiger Nickel, Theo Rous 
Verlag: 
Meyer & Meyer Sport; Auflage: 2., überarbeitete Auflage. (Januar 2008) 
Layout: 
Broschiert, 351 Seiten 
ISBN-10: 
3898993914 
ISBN-13: 
978-3898993913 
Preis: 
EUR 19,95 


Zitat aus dem Vorwort Band 1:

Bislang gibt es eine Vielzahl von Broschüren und sonstigen Veröffentlichungen zum Thema Doping im Sport. Im deutschen Raum fehlt derzeit jedoch ein zusammenfassender Überblick der unterschiedlichen Aspekte des Dopings und des Kampfs gegen diese Geißel des Sports sowie der geltenden Regelungen. Es ist verdienstvoll, dass Rüdiger Nickel und Theo Rous mit den von ihnen vorgelegten beiden Bänden die bestehende Lücke jetzt schließen. Beide Herausgeber sind intime Kenner der Materie. Das kommt der Veröffentlichung zugute. Nickel und Rous haben sich in der Vergangenheit aktiv im Kampf gegen Doping eingebracht und zwar sehr konsequent, was im Sport bei den dort agierenden Funktionären nicht immer die Regel ist.



Inhaltsverzeichnis:

Vorwort Dr. Peter Busse

Einleitung Rüdiger Nickel und Theo Rous

 

I. Beiträge

Ethik des Wettkampf- und Leistungssports: Das Beispiel Doping, Eckhard Meinberg Die Geschichte des Dopinggeschehens und der Dopingdefinitionen, Tanja Haug

Leistung und Doping im Sport und in der Gesellschaft, Hans-Joachim Waldbröl Dopingbekämpfung in der Schweiz, Matthias Kamber

Die Rolle der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) in der nationalen und internationalen Dopingbekämpfung – Grundlagen und Perspektiven, Roland Augustin

Dopingbekämpfung im internationalen Vergleich Helmut Digel

Ich werde kontrolliert: Der Ablauf einer Dopingkontrolle, Nationale Anti-Doping-Agentur, Deutschland

Dopinganalytik R. Klaus Müller

Verbotene Arzneimittel im Sport, Dirk Clasing

Der kranke Sportler, Dirk Clasing

Nahrungsergänzungsmittel, Anne Jakob

Senioren und Jugendliche im Kampf gegen Doping, Rüdiger Nickel

Doping und Recht, Ulrich Haas

Sportjournalisten und Athleten: Wie Fremde nebeneinander, doch gemeinsam im Regen, Evi Simeoni

Gesamtkonzeption der Dopingprävention, Roland Augustin

 

II. Regelwerke der nationalen und internationalen Dopingagenturen

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA)

Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) – Organisation und Struktur

Anti-Doping-Regelwerk der NADA – NADA-Code (Auszug)

Der Aufbau des deutschen Sports

Gesetz über den Verkehr mit Arzneimitteln (Arzneimittelgesetz Deutschland)

Swiss Olympic Association – Die Fachkommission für Dopingbekämpfung (FDB) (Swiss Olympic

Dopingstatut 2004 (Swiss Olympic)

Bundesgesetz über die Förderung von Turnen und Sport (Auszüge)/(Swiss Olympic)

Verordnung des VBS über Dopingmittel- und -methoden (Dopingmittelverordnung Schweiz)

Verordnung über die Mindestanforderungen bei der Durchführung von Dopingkontrollen

(Dopingkontrollverordnung Schweiz)

Arzneimittelgesetz Österreich – Auszug aus dem BGBI. I Nr. 35/2004

Anti-Doping-Bundesgesetz (Österreich)

Statuten des Österreichischen Anti-Doping-Comités (ÖADC)



Parisotto, Robin: Blood Sports




Titel: 
Blood Sports 
 
The inside dope on drugs in sport 
Autor: 
Robin Parisotto 
Verlag: 
Hardie Grant Books, 2006 
ISBN: 
1 74066 366 7 
Sprache: 
Englisch 
 
 
Weitere Infos: 


Kurzbesprechung

Robin Parisotto entwickelte im Jahr 2000 an leitender Stelle mit seinem Team am Australian Institute of Sport den EPO-Bluttest, der in Sydney bei den Olympischen Spielen 2000 zusammen mit dem neuen französischen Urin-Test zum ersten Mal zum Einsatz kam. Heute wird dieses Testverfahren zum Screening für den Biologischen Pass eingesetzt.

Der Wissenschaftler gibt in seinem Buch einen Überblick über den Einsatz von EPO im Sport und schildert seine Erlebnisse während der Entwicklung des Testverfahrens und die Hürden die sich dem Team stellten. Es war nicht einfach, sich durchzusetzen gegen politische und vor allem Verbandsinteressen, deren Hauptanliegen nicht in der Aufdeckung von Fällen zu sein schien. So wurde in den ersten Jahren nur eine Testvariante eingesetzt, die EPO während der Einnahme aufspüren konnte. Die ebenso zuverlässige, die noch Wochen später den Missbrauch offenbarte, war nicht beliebt. So konnten Nachtests zeigen, dass während Olympischer Spiele nicht alle negativ getestete Athleten sauber waren. Etliche hatten sich im Vorfeld der Wettkämpfe entsprechend fit gemacht.

 

Der Autor schreibt verständlich und humorvoll mit sarkastischen Anflügen. Das Buch ist auch für Leser mir relativ einfachen englischen Kenntnissen verständlich.



Pound, Richard W.: Inside Dope




Titel: 
Inside Dope 
 
How Drugs Are the Biggest Threat to Sports, Why You Should Care, and What Can Be Done About Them 
Autor: 
Richard (Dick) W. Pound 
Verlag: 
Wiley (September, 2006) 
ISBN-10: 
0470837330 
ISBN-13: 
978-0470837337 
Preis:  
$32.95 
Sprache: 
Englisch 


Richard Pound war der erste Präsident der Welt-Antidoping-Agentue WADA. Von 1999 bis Ende 2007 leitete der ehemalige IOC-Funktionär die unabhängige Einrichtung und fiel dabei durch viel Engagement und klare Meinungen und Aussagen auf, womit er sich nicht nur Freunde machte.

 



Fragen, die Dick Pound aufwirft: 
Warum Doping die größte Herausforderung für den Sport ist 
 
Warum man sich darum kümmern muss 
 
Was man dagegen tun kann, was zu tun ist 
 
 
Klappentext: 
"The scandals break monthly, even weekly—athletes caught doping in a multitude of sports, and around the world. The doping spotlight has been shone on Olympic athletes for years, and now professional sports, leagues, and athletes can no longer hide in the shadows either. 
 
Leading the fight against doping in sports is Dick Pound, the chair of the World Anti-Doping Agency (WADA). Controversial, outspoken, and reviled by those he seeks to expose and bring to account, Pound is the authority in the world on doping in sports. 
 
According to Pound, doping is “one of the most important and difficult problems that sport will have to overcome in the future.” It goes to the core of the ideals that we hold about sport, our heroes, and what parents want for their children. No longer an issue that can be ignored by any country or any sport, doping is a growing problem, extending far beyond the world of sports to touch on much broader social issues. 
 
Never shy of the issues or his critics, Pound takes on tough subjects in Inside Dope with his usual straight talk and candor, as well as a fiery passion for upholding the ideals of fair play in an intensely competitive environment. 
 
Inside Dope tackles the issue of doping in sports: why it has become such a problem; the role of big business and drug companies; the complicity of coaches, doctors and trainers; testing and the battle to stay ahead of the users; WADA as the world’s watchdog; setting standards and the future of doping and sports. 
 
At times damning, sometimes revealing, at others prescriptive, but always honest and outspoken, Inside Dope is an important contribution to the debate on performance-enhancing drugs in sport and gives a rare inside view on the business, the personalities, and the issues behind the greatest challenge facing the world of sports." 


Seppelt, Hans-Joachim / Schück, Holger:
Anklage: Kinderdoping - Das Erbe des DDR-Sports




Titel: 
Anklage: Kinderdoping - Das Erbe des DDR-Sports 
Autoren: 
Hans-Joachim Seppelt, Holger Schück (Hrsg.) 
Verlag: 
Tenea (1999) 
ISBN-13: 
978-3932274169 
 
 
Rezensionen: 
 


Zitate:

Aus dem Vorwort:

Wir haben den Hauptakzent auf den Schwimmsport gesetzt. Als langjährige Beobachter und Wegbegleiter des Sports schien uns dies zwingend geboten zu sein. Denn gerade im DDR-Schwimmen wurden Minderjährige radikal und rücksichtslos gedopt. Aktueller Aufhänger war dabei auch, daß 1998 in Berlin der Doping-Pilotprozeß Gesundheitsschäden bei ehemaligen Athletinnen der Schwimmsektion des SC Dynamo Berlin strafrechtlich zu bewerten hatte. Dennoch: Das Buch öffnet sich früh für die große Sicht der Dinge, für das System dahinter. Und es geht damit letztlich weit über den Schwimmsport hinaus.

 

Bericht über eine geheime Unterredung des DTSB-Präsidenten Ewald mit Manfred Höppner 1978:

Es wurde durch Gen. EWALD der Auftrag erteilt, bis Mitte nächsten Jahres zu jedem der aufgeführten Athleten konkret den individuellen Absetz-Zeitraum für Anabolika zu bestimmen unter Einkalkulierung des höchsten Risikofaktors.

 

Aus der Stasi-Akte IM "Technik" alias Manfred Höppner:

Trat während des Anwendungszeitraumes von anabolen Hormonen dennoch eine Schwangerschaft ein, wurde in jedem Fall eine Schwangerschaftsunterbrechung empfohlen.

 

Aus der Stasi-Akte IM "Technik" (VS-Klinik = Stasi-Klinik):

PS.: Die Sportlerin [Name geschwärzt] (wahrscheinlich Ruderin bzw. Kanutin) ist bereits im 6 Monat schwanger - da aber Einnahme von Anabolika fortgesetzt sind nun Komplikationen zu erwarten, da bei weiblichen Geschlecht des Embryos ein starker maskuliner Typ zu erwarten ist. Entbindung müßte in VS-Klinik durchgeführt werden und vorher Geschlechtsbestimmung vorgenommen werden um Entscheidungen dann zu treffen.



Inhaltsverzeichnis:

Geleitwort von Wolfgang Thierse, Das Urteil über die DDR haben ihre Bürger gesprochen

 

DAS SYSTEM

 

Berlin, Czarnikauer Straße 21, Goldmedaillen, Staatsdoping und die Stasi-Connection

 

Letzte Ausfahrt Schönefeld, Die Vertuscher im Dopingkontrollabor der DDR in Kreischa

 

Auftrag Politbüro: Spitzensport - Spritzensport - Spitzelsport, Die Drahtzieher des systematischen Staatsdopings

 

DIE FOLGEN

 

"Wir wollen leben!", Wie die Olympiasiegerin Petra Schneider ins Schwimmen geriet

 

Schluck-Beschwerden, Originaldokument der Stasi

 

Pillen-Kick, Und der Rest der Welt schwamm hinterher

 

"Wir hatten keine andere Chance - so einfach war das!", Interview mit dem ehemaligen DDR-Schwimmer Raik Hannemann

 

Tod eines Schwimmers, Die Suche nach der Wahrheit: Der Fall Jörg Sievers

 

Märchen-Haft, Die innere Zerrissenheit der Birgit Heukrodt-Meineke

 

"Ich wurde um die Medaille betrogen, aber du um dein Leben", Zwanzig Jahre danach: Ehemalige Olympiakonkurrentinnen aus der DDR und aus Australien im Gespräch

 

Die geglückte Flucht des Schwimmers Jens-Peter Berndt, Originaldokument der Stasi

 

DIE JUSTIZ

 

Punkt 9.00 Uhr: "Die Prozeßbeteiligten!", Krenz, Ewald & Co. und der Morgenappell im Landgericht

 

Aktenzeichen Doping: Vom Beckenrand ins Kriminalgericht, Wie DDR-Dopern der Prozeß gemacht wird

 

"Keine Fälle minderer Kriminalität", Interview mit Richter Hansgeorg Bräutigam

 

Geschädigt und vergessen?, Gesetzeslücke: Niemand haftet für kranke Doping-Opfer der DDR

 

DIE DOPPELMORAL

 

"Mensch, laß uns das doch mal ausprobieren!", Ex-Weltmeister Walter Kusch über die Doping-Heuchelei im Westen

 

No dope, no hope? Der BND auf Anabolika-Fährte, 1974: Die Bundesregierung und ihre Kenntnisse über das DDR-Doping

 

Bruderzwist an der Doping-Front, Als die Sowjetunion der DDR das Handwerk legen wollte

 

Kein Schimmer bei den Schwimmern, Die Unbedarftheit der Funktionäre im Deutschen Schwimm-Verband

 

Die Tour vermasselt, Gemeinsamkeiten: Die Betrüger bei der Tour de France und im DDR-Sport

 

Getrennte Brüder - gleiche Kappen?, Sportreporter und das Thema Doping: Heinz Florian Oertel (Ost) und Gerd Mehl (West) blicken zurück

 

"Wir sitzen alle in einem Boot" - oder doch nicht?, Wir Journalisten heute mit dem (DDR-)Doping umgehen

 

DER SCHLUSSGEDANKE

 

Über den Umgang mit dem Erbe des DDR-Sports, Nostalgisches Schwärmen und die Flucht aus der Geschichte

 

Warum ist Dopen überhaupt verboten?, Eine Frage des Unterschieds



Spitzer, Giselher: Doping in der DDR




Titel: 
Doping in der DDR 
 
Ein historischer Überblick zu einer konspirativen Praxis 
 
Genese - Verantwortung - Gefahren 
Autor: 
Giselher Spitzer 
Verlag: 
SPORT und BUCH Strauß 1998 
 
Reihe: Wissenschaftliche Berichte und Materialien des Bundesinstituts für Sportwissenschaft 
Layout: 
Broschiert, 434 S. 
ISBN: 
3-89001-315-5 
Preis: 
nur noch antiquarisch erhältlich 
 
 


aus dem Vorwort: 
Mit dieser Untersuchung, die insbesondere auf den den Akten und Vorgängen der einzelnen staatlichen Einrichtungen des DDR-Sportsystems und der diesen Stellen nachgeordneten Verbände und Vereinigungen einschließlich Clubs basiert, wird umfassend die These vom staatlichen Doping in der DDR belegt. (...) Dr. Giselher Spitzer hat mit dieser Untersuchung eines historischen Überblicks über die DDR-Dopingpraxis einen fundierten Bericht zu einem phänomenalen System geliefert. (...) 
 
 
 
 
 


Striegel, Heiko: Doping im Fitness-Studio




Titel: 
Doping im Fitness-Sport 
 
Eine Analyse zwischen Dunkelfeld und sozialer Kontrolle 
Autor: 
Heilo Striegel 
Layout: 
broschiert, 137 Seiten 
Verlag: 
Nomos, Oktober 2008 
 
Schriften zum Sportrecht, Band 13 
ISBN-10: 
3832939040 
ISBN-13: 
978-3832939045 
Preis: 
EUR 34,00 
 
 
 
 


Verlagstext: 
Doping ist nicht nur im Leistungssport, sondern auch im Freizeit- und insbesondere im Fitness-Sport ein nicht zu unterschätzendes Problem. Es ist davon auszugehen, dass allein im Fitness-Sport mehr als eine halbe Million Menschen zu Dopingsubstanzen greifen. Das große gesundheitliche Gefährdungspotential von Dopingsubstanzen zeigt die volkswirtschaftliche und gesundheitsökonomische Relevanz des Problems. Umso wichtiger ist ein stringenteres Vorgehen gegen Doping. Hierbei sind sowohl die Sportverbände, als auch Staat verstärkt gefordert. In der vorliegenden Abhandlung werden zunächst die Anti-Doping Bestimmungen der Sportverbände sowie die gesetzlichen Regelungen gegen Doping dargestellt. Im Weiteren sind die wesentlichen epidemiologischen Arbeiten des Autors zum Doping im Fitness-Sport eingearbeitet. Auf der Basis dieser Datenlage werden zahlreiche Vorschläge für präventive und repressive Anti-Doping-Maßnahmen als Grundlage einer gezielten Bekämpfung des Dopings im Sport entwickelt. 
 
 
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Die Liste wird gegebenenfalls ergänzt.

Maki, Juni 2008


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