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Untersuchungen/Studien, Quellen zu Dopingrealität und -ursachen

 

Einige Studien oder Abhandlungen, die sich mit den Ursachen und Motiven des Dopings befassen,  werden in der Rubrik Literatur besprochen/vorgestellt

c4f: Doping-Literatur/ Buchbesprechungen

 



Sozialwissenschaftliche WADAunterstützte Forschungsprojekte

Übersicht der geförderten Projekte

 

Forschungsbibliographie:

International literature review with annotated bibliography of research and publications in social sciences regarding the following areas:

• Anti-doping education and prevention programs

• Attitudes, values, underlying beliefs and behaviours towards doping

• Predictors and precipitating factors in doping

The team includes Dr Susan Backhouse (Senior lecturer in Sport and Exercise

 

Attitudes, Behaviours, Knowledge and Education - Drugs in Sports: Past, Present and Future

 



2013 Associations between Physical and Cognitive Doping - – A Cross-Sectional Study in 2.997 Triathletes

Mit dieser deutschen Studie wurde versucht herauszufinden ob es Verbindungen gibt zwischen der Anwendung von Gehirndoping und physischem Doping, ob Personen, die nach Mitteln greifen, die die Psyche beeinflussen oder die Hirnleistung steigern können, eher bereit sind sich mit den klassischen Dopingmitteln zur sportlichen Leistungssteigerung zu behandeln und umgekehrt.

"This study assessed, for the first time, prevalence estimates for physical and cognitive doping within a single collective of athletes using the randomized response technique (RRT). Furthermore, associations between the use of legal and freely available substances to improve physical and cognitive performance (enhancement) and illicit or banned substances to improve physical and cognitive performance (doping) were examined."

 

Die Ergebnisse legen eine solche Verbindung nahe.

 

Die Studie von Pavel Dietz, Rolf Ulrich, Robert Dalaker, Heiko Striegel, Andreas G. Franke, Klaus Lieb, Perikles Simon wurde auf PLOS ONE veröfffentlicht:

>>> Associations between Physical and Cognitive Doping – A Cross-Sectional Study in 2.997 Triathletes



2013 Dysfunktionen des Spitzensports: Doping, Match-Fixing und Gesundheitsgefährdungen aus Sicht von Bevölkerung und Athlete

Veröffentlicht wurde diese Studie im Februar 2013. Erstellt wurde sie im Auftrag der Stiftung Deutsche Sporthilfe am Institut für Sportökonomie und Sportmanagement der Deutschen Sporthochschule Köln.

Autoren sind Professor Christoph Breuer und Dr. Kirstin Hallmann.

BISp: Dysfunktionen des Spitzensports: Doping, Match-Fixing und Gesundheitsgefährdungen aus Sicht von Bevölkerung und Athleten (pdf 2073-KB)

 

Die Studie sorgte für erhebliches Aufsehen, da die Ergebnisse unter Athleten erhebliches 'Fehlverhalten' wie Doping und Ergebnisabsprachen aufzeigten. Zudem legte sie dar, dass Depressionen, Burn-out-Syndrome und Essstörungen häufig auftreten.

5.3.3 Fehlverhalten und gesundheitsrelevante Verhaltensweisen von Spitzensportlern

Auf Basis der randomised response technique (s. Methodik) wurde das Fehlverhalten von Spitzensportlern analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass es Sportler gibt, die ehrlich Fehlverhalten zugeben. Die Anzahl der „Ehrlichen“ ist thematisch bedingt und

lässt sich auch auf soziale Erwünschtheit zurückführen.

Es zeigt sich, dass mindestens 53,4 % der Athleten nicht dopen, dass wenigstens 51,3 % der Athleten nicht regelmäßig zu Schmerzmitteln greifen, mindestens 40,4 % nicht regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel konsumieren, wenigstens 49,8 % nicht unter depressiven Erkrankungen leiden, mindestens 46,1 % nicht unter Burn-Out leiden, wenigstens 52,2 % nicht unter Essstörungen leiden, mindestens 49,2 % absichtliche Regelverstöße nicht als legitimes sportliches Mittel ansehen, wenigstens 54,0 % noch nie an Absprachen über den Spiel/Wettkampfausgang beteiligt waren und mindestens 29,7 % nicht bewusst gesundheitliche Risiken in Kauf nehmen (s. Tabelle 11). Aufgrund einer großen Anzahl von Personen, die keine Antwort zu diesem Themenkomplex (zwischen 25,4 % und 42,4 %) gegeben haben, kann keine finale Aussage darüber getroffen werden, wie viel Prozent der Athleten beispielsweise tatsächlich gesundheitliche Risiken bewusst in Kauf nehmen. Die Gründe für das Nicht-Antworten sind nicht bekannt und können vielfältig sein. Der Aspekt der sozialen Erwünschtheit spielt unter Umständen trotz der gewählten Fragetechnik weiterhin eine Rolle. Aus diese m Grund wird die ehrliche ‚Nein‘-Antwort besonders hervorgehoben. ...



2011 Prevalence of Blood Doping in Samples Collected from Elite Track and Field Athletes

Pierre-Edouard Sottas, Neil Robinson, Giuseppe Fischetto, Gabriel Dollé, Juan Manuel Alonso, Martial Saugy:

 

>>> Prevalence of Blood Doping in Samples Collected from Elite Track and Field Athletes, published 2. 2011

 

RESULTS: In addition to an expected difference between endurance and nonendurance athletes, we found nationality to be the major factor of heterogeneity. Estimates of the prevalence of blood doping ranged from 1% to 48% for subpopulations of samples and a mean of 14% for the entire study population. Extreme cases of secondary polycythemia highlighted the health risks associated with blood manipulations.

 

CONCLUSIONS: When applied at a population level, in this case the population of samples, hematological data can be used to estimate period prevalence of blood doping in elite sports. We found that the world's top-level athletes are not only heterogeneous in physiological and anthropometric factors but also in their doping behavior, with contrasting attitudes toward doping between countries. When applied at the individual level, the same biomarkers, as formalized in the Athlete Biological Passport paradigm, can be used in analysis of the observed different physiological characteristics and behavioral heterogeneities.



Studie: Sportler-Karrieren und sekundäre Sozialisation junger Straßenradsportler

Im Dezember 2009 legten Sozialwissenschaftler aus der Schweiz, Frankreich und Belgien eine WADA-finanzierte Studie vor, in der Dopingverhalten, -einstellungen und -sozialisation junger Radsportler in den drei Ländern Schweiz, Frankreich und Belgien erhoben wurden:

 

>>> Carrière sportive et socialisation secondaire en cyclisme sur route:

les cas de la Belgique, la France et la Suisse

 

In englisch ist eine Kurzfassung erhältlich:

>>> Sporting career and secondary socialisation in road cycling:

the case of Belgium, France and Switzerland

 

This research report focuses on the culture of young Belgian, French and Swiss road cyclists aged 18 to 23, on the way to becoming professionals or who are already professionals. The main goal is to understand and compare the effects of various forms of socialization of young cyclists on their attitude towards doping. This stage of the career has been largely neglected although it constitutes an essential phase in understanding the consumption of prohibited substances. Indeed, this young cyclist’s exposure to a new environment and a new professional approach is rather overwhelming, offering both a potential career and profits, and attendant risks. The goal of this research is to understand whether the relationship with pharmacology and doping evolves and if approaches to organization and support for the young athletes have an impact on their tendency to consume these substances. In particular, we hope to learn about the effects of interactions amongst cyclists and the various groups supporting them (peers, former cyclists, coaches, managers, and doctors) on their level of information, and their know‐how, as well as on the standards and values adopted during this phase of professional socialization.



Dopinghäufigkeit, -ursachen im Leistungssport

Ca. 7% junger Elitesportler zwischen 15 und 18 Jahren, überwiegend D-Kader der unterschiedlichsten Sportarten haben schon einmal zu Dopingmitteln gegriffen. Dies ist ein Ergebnis einer Studie von Heiko Striegel, Rolf Ulrich und Perikles Simon an der Universität Tübingen, vorgestellt im September 2009.

Die Studie: Randomized response estimates for doping and illicit drug use in elite athletes.

Doping im deutschen Spitzensport wird massiv unterschätzt – Prävention im Nachwuchsbereich gefordert

Interview mit P. Simon: Fast jeder 14. Nachwuchsleistungssportler dopt!

 

 

Anfang 2009 legten Emrich/Pitsch/Maats eine Folgestudie ihrer ersten aus dem Jahre 2006 vor. Sie kamen auf 10% dopender Kaderathleten. Zudem errechneten Sie eine Cheater-Quote von 30 Prozent, d.h. 30 Prozent der befragten Athleten könnten nicht die Wahrheit gesagt haben.

Zur Häufigkeit des Dopings im deutschen Spitzensport

Die erste Stufe der Studie wurde veröffentlicht unter: Zur Häufigkeit des Dopings im Leistungssport: Ergebnisse eines www-surveys. Leipziger Sportwissenschaftliche Beiträge 46 (2)

Teile werden zitiert in

Skizzen zu einer Ökonomik des Dopings

Die SZ berichtete: SZ 22.12.2006, ebenso wie die NZZ, 14.5.2007: NZZ: Ein einig Volk von Dopern

 

 

Eine britische Studie aus dem Jahr 2007 über Ursachen, die Sportler zum Doping anregen, lässt noch viele Fragen offen. Deviantes Verhalten oder das Streben nach Sieg sind keine ausreichenden Erklärungen, das gesamte Umfeld muss hinterfragt werden.

Attitudes and doping: a structural equation analysis of the relationship between athletes' attitudes, sport orientation and doping behaviour

 

 

Welches sind die Bedingungen, die Sportler veranlassen zu psychoaktiven Substanzen, Stimulanzien wie Alkohol, Canabis, Koffein, Amphetaminen, Kokain zu greifen? In einer Studie im Auftrag des Französischen Ministeriums für Jugend und Sport aus dem Jahre 1999 wird versucht, eine Typologie des unterschiedlichen Konsums aufzustellen, die verschiedenen Bedingungen bzw. Ursachen aufzuzeigen.

Résumé 1:Activités sportives, pratiques à risques, usages de substances dopantes et psychoactives : recherche sur la pratique moderne du sport

Résumé 2: Résumé de la recherche



Ärzte und Doping

Eine Befragung von Ärzten an der TU München Ende 2004 ergab, dass 61 der antwortenden Mediziner in ihrem Praxisalltag mit Dopingfragen konfrontiert wurden. "Vordergründig wollten die Athleten über Doping informiert und aufgeklärt werden. Das Interesse galt dabei häufig der Frage nach einer Konformität von Medikamenten mit der Doping-Liste, dicht gefolgt von Fragen zu Nahrungsergänzungsmitteln und Schutzmaßnahmen. In geringer, jedoch bereits alarmierender Anzahl wurde auch nach Leistungssteigerungen durch verbotene Medikamente, Nebenwirkungen des Dopings beziehungsweise Missbrauchsmöglichkeiten und Bezugsquellen gefragt. Die konkreten Nachfragen bezogen sich sowohl auf den Leistungs- als auch auf den Freizeitsport sowie auf das Bodybuilding."

Und dies vor dem Hintergrund, dass das Thema Doping in der ärztlichen Ausbildung kaum berücksichtigt ist.

Michna, Pabst: Dopingprävention aus Sicht der Sportmedizin!

Ärzte zu wenig informiert

 

Mangelhaftes Wissen zur Dopingproblematik zeigte auch eine Französische Studie. Eine Befragung von Allgemeinmedizinern im Jahr 2002, durchgeführt von P. Laure, erbrachte als Ergebnis, dass deren Wissen über Doping mangelhaft war. Eine effektive Dopingprävention wäre so nicht möglich. 89% der Ärzte sahen das selbst so, sie seien zwar zum Thema Prävention gefordert, aber nicht hinreichend informiert. Immerhin 37% der Ärzte wurden schon zu Dopingmitteln befragt, 11% um eine Verschreibung gebeten.

General practitioners and doping in sport: attitudes and experience

 

Die Zusammenfassung einer empirischen Studie, Grundlage einer noch nicht abgeschlossenen Dissertation zu Doping im Freizeit- und Breitensport, zeigt auf, dass ohne Ärzte wenig läuft. Sie sind fester Bestandteil dieser Dopingszene. Besonders schwierig scheint es nicht zu sein, Ärzte zu finden, die den Medikamentenmissbrauch unterstützen. Die Argumentation ist dieselbe, die man aus dem Profisport seit Jahrzehnten kennt.

>>> Mischa Kläber: Medikamentenmissbrauch im Freizeit- und Breitensport, S. 18 - 23

>>> Interview mit M. Kläber, 8.10.2009

 



Dopinghandel

Dr. Sandro Donati präsentierte im Februar 2007 eine neue Studie über den Dopinghandel und die dahinterliegenden kriminellen Strukturen.

Sie lässt das Ausmaß des Problems erahnen und zeigt, dass der Hochleistungssport allein nicht Verursacher ist und dass es sich um gesamtgesellschaftliche Phänomene handelt (BZ: Profitabler als herkömmlicher Drogenhandel)

 

WADA: WORLD TRAFFIC IN DOPING SUBSTANCES

die vorangegangene Studie aus dem Jahr 2005:

Donati: CRIMINALITY IN THE INTERNATIONAL DOPING  TRADE

 

 

Über die Herstellung, den Vertrieb und Konsum von Ecstacy und Amphetaminen klärt ein im September 2003 veröffentlichter Report der Vereinten Nationen auf:

UN: Ecstasy and Amphetamines - Global Survey 2003 (PDF)

Siehe hierzu auch den World Drug Report 2008 der Vereinten Nationen.

Hierzu muss aber angemerkt merken, dass Sandro Donati 2009 eine Studie vorgelegt hat, wonach die Zahlen zu der Kokain-Produktion in der UN-Studie stark fehlerhaft sind. Der weltweite Konsum übersteigt bei Weitem die angegebenen Produktionsmengen. Auch die bekannten Produktionszahlen aus Kolumbien liegen weit darüber.

 

 

Die Beschaffungs- und Herstellungswege für europäische Konsumenten erläutert Detective Inspector Gunnar Hermansson, Schweden, in einer kleine Studie Doping trade – business for the big ones mit der Schlussfolgerung: "The illegal doping trade is increasing these days, and the supply from legal and illegal manufacturers seems to be unlimited.Internet and open borders, especially within Europe, makes it easier for black-market actors and more difficult for law enforcement authorities to stop this illegal trade.

The winners in this business are of course the illegal actors in the black market, and also the manufacturers of these products, whether it is legal production or not."

(Zitate aus den Studien finden sich unter Punkt Handel / Dealen)

 



Doping im Freizeit- und Fitnessbereich, Handel

Im Folgenden ein paar Hinweise auf Material, das im Internet im Original oder in einer Kurzfassung erhältlich ist.  

Hier eine Zusammenstellung von Studien über Doping im Freizeit- und Fitnessbereich, die aber auch Auskunft über Beschaffungswege geben:

 

Eine guten Gesamtüberblick über das Problem mit den entsprechenden Studien und einer ausführlichen Literaturliste bietet das

GBE-Heft 34 "Doping beim Freizeit- und Breitensport".pdf 

 

Die EU-Studie „Dopingbekämpfung in kommerziell geführten Fitness-Studios“, die mehrere Länder umfasst, ist relativ weitreichend, allerdings ist sie nicht repräsentativ, da die Rückläufe aus den einzelnen Ländern sowohl qualitativ als auch quantitativ große Unterschiede aufweisen.

Die EU-Studie ist als pdf-Datei erhältlich

 

Eingang in diese Studie fanden eine deutsche und eine holländische:

 

die BOOS-Studie, Der Medikamentenmissbrauch beim Freizeitsportler im Fitnessbereich.pdf,  eine gute, kurze und erschreckende Studie.

 

Ein Zitat daraus:

Die breite Diskussion der Dopingproblematik im Freizeitsport und den damit assoziierten Gefahren muss offensiv von Medien, Breitensportverbänden, Sportmedizinern und Drogenbeauftragten geführt werden! Die medienwirksame Diskussion von Dopingfällen im Hochleistungssport ist in diesem Zusammenhang von nachrangiger Bedeutung.“

 

die Studie von A.W.A. Koert  und R. van Kleij  1998, Handel in Doping (Kurzfassung)

 

Seit März 2002 liegt eine weitere holländische Studie liegt vor, die Zusammenfassung ist hier erhältlich:

doping en handel

 

2004 führte Berit Wanjek in Thüringen eine prospektive Querschnittsuntersuchung durch, die "einerseits verlässliche Daten zur gegenwärtigen Situation in Thüringen erfassen und andererseits Interventionsmaßnahmen mit wissenschaftlicher Begleitung ermöglichen sollte." "Innerhalb von 3 Monaten wurden 2319 Jugendliche aus 16 Thüringer Schulen zu Doping, Drogen und Medikamenten im Sport befragt. Von 2287 Schülern gaben 346 (15,1%) an, Substanzen der Dopingliste während der letzten 12 Monate eingenommen zu haben: 16 (0,7%) Anabolika, 10 (0,4%) Wachstumshormone, 56 (2,4%) Stimulantien, 305 (13,2%) Cannabinoide, 2 (0,1%) Diuretika, 52 (2,2%) Kokain/ Heroin und 6 (0,3%) Erythropoeitin. Des Weiteren verzeichneten im Vergleich zu den Leistungssportlern (N = 497) mehr als doppelt so viele Freizeitsportler (N = 1254) und etwa drei mal so viele Nichtsportler (N = 491) eine Substanzeinnahme. Während 346 (15,1%) der befragten 2313 Jugendlichen die Einnahme von Substanzen der Dopingliste während der vorangegangenen 12 Monate bestätigten, gaben 1840 (80,4%) Jugendliche den Konsum legaler Drogen im gleichen Zeitabschnitt an."

Berit Wanjek: Doping, Drogen und Medikamente im Sport - Determinanten des Substanzkonsums bei Thüringer Jugendlichen , Dissertation 2006

 

Die Zusammenfassung einer empirischen Studie, Grundlage einer noch nicht abgeschlossenen Dissertation, zu Doping im Freizeit- und Breitensport zeigt auf wie verbreitet Doping im Fitness- und Bodybuildingbereich ist und wie die Mechanismen ablaufen, die junge Menschen dazu bringen nach Dopingmitteln zu greifen. Ohne Netzwerke und stabile Einbindung in diese läuft nichts. Feste Bestandteile sind Ärzte, Apotheker und anderes medizinische Beratungs- und Beschaffungspersonal. Besonders schwierig scheint es nicht zu sein, Ärzte zu finden, die den Medikamentenmissbrauch unterstützen. Die Argumentation ist dieselbe, die man aus dem Profisport seit Jahrzehnten kennt. Der Autor hält fest, dass das Problem weit über das des Profisports hinausgeht. 15.5.2009:

Mischa Kläber: Medikamentenmissbrauch im Freizeit- und Breitensport



Folgen des Dopingmissbrauchs

2006 veröffentlichte Luitpold Kistler seine Dissertation zur Gefährlichkeit anaboler androgener Steroide. Der Studie zugrunde lagen 10 verstorbene Männer zwischen 28 und 45 Jahren mit gesicherter Anabolikaanamnese. "Bei allen obduzierten Personen fand sich eine Herzhypertrophie mit einem Durchschnittsgewicht von 517g (423g-669g). Ferner konnten frische (n=5) und alte (n=4) Myokardinfarkte, chronisch-ischämische Myokardveränderungen (n=10) sowie eine Myokarditis (n=1) nachgewiesen werden. Die Koronararterien wiesen neben einer Arteriosklerose unterschiedlichen Schweregrades (n=9) in 2 Fällen thrombotische Verschlüsse auf. Im Bereich der A. carotis und der Aorta fanden sich gleichfalls arteriosklerotische Veränderungen."   

"TODESFÄLLE BEI ANABOLIKAMISSBRAUCH - 

 

TODESURSACHE, BEFUNDE UND RECHTSMEDIZINISCHE ASPEKTE":

 

 

Fallstudie eines jungen Patienten, der mit schweren Herz- und Lungenproblemen ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Die Untersuchungen legen eine "unkontrollierte, kombinierte Einnahme anaboler Steroide und zahlreicher weiterer leistungssteigernder Substanzen" nahe, wodurch eine irreversible myokardialer Schädigung herbeigeführt wurde. Näheres ist als pdf-Datei von der doping-Seite der Sporthochhule Köln/Publikationen/2002 downzuladen.

Kardiomyopathie assoziiert mit unkontrollierter Selbstmedikation anaboler Steroide



Tagungsmaterialien

Vom 28. Oktober bis zum 2. November 2007 fand in Reykjavik eine prominent besetzte play the game-Konferenz zu Doping und anderen Herausforderungen denen der moderne Sport ausgesetzt ist, statt. Die Vorträge, u.a. von Sandro Donati, Michael Ashenden, David Howman, Andrew Jennings und Gerhard Treutlein sind auf folgender Seite nachzulesen:

 

>>> Conference presentations

 

 

Vom 30. 9. bis 2.10. 2006 fand in Lausanne ein internationales Anti-Doping Symposium statt. Die verschiedenen Beiträge sind hier zu finden:

IAAF - SYMPOSIUM MONDIAL ANTIDOPAGE 2006


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