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Saúl Morales


Name:  
Saúl Morales 
Geburtsdatum:  
03.05.1973 
Geburtsort:  
Leganes/Madrid, Spanien 
Gestorben:  
28.02.2000 in Caucete, Argentinien 
Nationalität:  
Spanier (ESP) 
Teams:  
1993-1998 Alcosto - U.C. Fuenlabrada (Amateur) 
 
1999 Fuenlabrada 
 
2000 Colchon Relax-Fuenlabrada 
Größte Erfolge:  
1998 Etappensieg Vuelta a Avila 
 
1999 Etappensieg Venezuela-Rundfahrt 
 
2000 Bergtrikot Mallorca-Rennserie 







Portrait

Nach der Tragödie um Manuel Sanroma fasste die Mannschaft neuen Mut: ein neuer Hauptsponsor, der Möbelfabrikant "Relax" wurde gefunden, und einige Neuverpflichtungen sollten das Team im Gedenken an Sanroma ins neue Jahrtausend führen. Doch schon einer der ersten Renneinsätze, die Argentinien- Rundfahrt, brachte neuen Schmerz über den spanischen Radsport: Saúl Morales wurde auf der siebten Etappe von einem versehentlich auf die Strecke geratenen LKW seitlich erfasst und erlag wenig später seinen schweren Verletzungen.

 

Die Lebenswege von Sanroma und Morales unterscheiden sich grundlegend. Während Sanroma, dem unbeschwerten Draufgänger, seine Erfolg fast spielerisch zufielen, erarbeitete sich Morales seine spärlichen Erfolgserlebnisse hart. In einem Madrider Vorort aufgewachsen, entdeckte er schon bald seine Liebe zum Radsport, die jedoch nicht unbedingt auf großem Talent basierte. Und trotzdem schaffte es Saúl, in die auf der ganzen iberischen Halbinsel aktive Amateurmannschaft "Alcosto - U.C. Fuenlabrada" aufgenommen zu werden. Für diese Mannschaft fuhr er 1993-1998, und als 1999 die Umwandlung in ein Profiteam erfolgt, schaffte auch Morales den Sprung in die Elite- Klasse. Der oben schon erwähnte Sieg in Venezuela war sein einziger UCI- Sieg bisher, doch mehr Aufmerksamkeit brachte ihm der Gewinn des Bergtrikots bei der Mallorca- Rennserie, den er durch unermüdliches Attackieren erreicht hatte. Mit dem Gefühl dieses Erfolges reiste Morales nun nach Argentinien.

Diese Argentinien- Rundfahrt war ein einziger Skandal. Schlechte Straßen und nicht Radfahrer- gerechte Verpflegung, furchterregende 50-Kilometer-Anstiege in den Anden, Fälschung der Ergebnisse des Zeitfahrens zugunsten einheimischer Fahrer und die Anerkennung des Gesamtsieges von David Kenig (ARG) trotz positiven Dopingbefundes.

Der traurige Höhepunkt war jedoch die siebte Etappe. Ob es an der mangelnden Organisation der Veranstalter oder der Ungeduld des Fahrers lag wurde nicht vollständig geklärt, doch Tatsache ist, dass der LKW mit 80 Km/h dem Feld entgegen kam und die Fahrer Saúl Morales und Carsten Gottschalk (DHfK Leipzig) streifte. Während Gottschalk mit einem Schlüsselbeinbruch und einigen Prellungen davon kam, konnte bei Saúl Morales aufgrund der schweren Kopfverletzungen nur noch der Tod festgestellt werden.

In Reaktion darauf zogen viele europäische Teams (Fuenlabrada, Mapei, MAT-Ceresit-CCC) ihre Mannschaften zurück. Gegen den LKW-Fahrer wurde wegen Totschlags ermittelt. Bis heute hat keine Argentinien- Rundfahrt mehr stattgefunden.

 

Ifenstürmer


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