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U23 - Mock List 2012, Plätze 50 - 41



Platz 50: Patrick Bevin

Patrick Bevin

Neuseeland

15.02.1991

 

Fahrertyp: Sprinter / Allrounder

Wichtigster Erfolg: drei Etappensiege Redlands Bicycle Classic 2012

Team 2012: Bissell Pro Cycling (CT)

Stagiaire: -

Team 2013: noch offen

Beste Mockplatzierung: -

Website: patrickbevin.wordpress.com

 

November 2009. Bei der Tour of Southland (2.2) auf der Südinsel Neuseelands lassen die US- und Europalegionäre die Saison ausrollen, einheimische Fahrer der zweiten Reihe kämpfen um die raren Plätze im Rampenlicht, Floyd Landis fährt eines seiner letzten UCI-Rennen überhaupt – soweit business as usual. Doch ein Name sticht heraus. Patrick Bevin – zweifacher Etappensieger als Junior!

 

Nicht, dass dieser Erfolg von ungefähr gekommen wäre. Bei den Ozeanienmeisterschaften im Februar 2009 hatte Bevin bereits vor der versammelten australischen Juniorenelite das Straßenrennen gewonnen (Platz 3 im EZF). Folgerichtig konnte er im folgenden ersten U23-Jahr den Sprung über den großen Teich machen und in den USA für das Eliteteam Rubicon-Orbea fahren. 18 Top 10-Platzierungen, davon 10 Siege, zeigten, dass Bevin schnell Anschluss fand. Daher gelang dem Neuseeländer bereits nach einem halben Jahr der Aufstieg in ein Profiteam – Bissell. Hier waren dann doch ganz andere Leistungen gefordert, bei Rennen wie der Tour of Utah ist für den sprintstarken Bevin nicht viel zu holen.

 

Die Rennhärte, die im vergangenen Jahr vielleicht noch fehlte, war 2012 dann da. Gleich zum Saisonbeginn verpasste Bevin als 3. nur knapp den neuseeländischen Meistertitel. Beim New Zealand Cycle Classic (2.2), war Bevin immer da, auf allen Etappen in den Top 10 und Vierter der Gesamtwertung. Den positiven Eindruck konnte der Kiwi zurück in Nordamerika mehr als bestätigen. Innerhalb weniger Wochen häufte Bevin ein halbes Dutzend hochwertiger Siege an (zwei Etappensiege + Gesamtsieg Merco Classic, drei Etappensiege + 2. Gesamtwertung Redlands Classic), die zugleich seine Entwicklung weg von einem reinen Sprinter zu einem Fahrer, der in jedem Terrain zurecht kommen kann, markieren. Mit dem Nationalteam in Europa lief es später nicht mehr so gut, Verletzungen warfen ihn aus der Flandern-Rundfahrt U23 und verhinderten Starts bei Nations Cup-Rennen. Auch seine erste Tour of California wurde durch Rückenbeschwerden früh beendet. Nach einer Auszeit in NZ fand Bevin Ende des Sommers schnell wieder zurück zur alten Form und gewann sogar eine kleine dreitägige Rundfahrt, die Tour de Austin (NE).

 

“I think he’s going to be a superstar” – derart beeindruckt zeigt sich schon Bevins Teamchef bei Bissell. Bis dahin ist es noch ein Stück für den Computerfreak, aber der stete Aufwärtstrend lässt hoffen.

 

nominated by gardener, presented by gardener



Platz 49: Axel Domont




Axel Domont

Frankreich

07.08.1990

 

Fahrertyp: Hügelfester Klassikerfahrer

Wichtigster Erfolg: Etappensieg Toscana Coppa delle Nazioni

Team/Verein 2012: Chambery Cyclisme Formation

Stagiaire: -

Team 2013: -

Beste Mock-Platzierung: -

Web: axeldomont.bloguez.com

 

In seinen jungen Jahren bevorzugte Axel Domont das BMX-Rad. Frühzeitig wurde sein Talent auf dem Rad entdeckt und so fuhr er bereits mit zehn Jahren für seinen ersten Club. Seine größeren Erfolge hatte er zunächst im Cross-Bereich. Jedoch konzentrierte er sich im Laufe der Zeit immer mehr auf die Straße und die beachtlichen Crosser-Erfolge wurden immer weniger. So stieg er in diesem Jahr gar nicht mehr auf sein Cross-Rad.

 

Im vergangenen Jahr fuhr Domont solch starke Ergebnisse ein - unter anderem Top 10 bei der Tour des Pays de Savoie (2.2), U23-Europameisterschaft und Ronde de l'Isard (2.2U) - dass er sich als Stagiaire im AG2R-Team versuchen durfte. Zu einer Festanstellung im Profiteam für diese Saison führte es nicht, allerdings fährt er für deren Nachwuchsmannschaft. Im März gewann er den in Frankreich bewährten GP Ville de Buxerolles. Es folgten Ergebnisse unter den ersten 20, unter anderem beim gut besetzten Giro del Belvedere (1.2U) und der Nachwuchs-Version von Lüttich-Bastogne-Lüttich (1.2U). Anschließend gelang es ihm, den fünften Platz in der Endabrechnung des Toscana - Coppa delle Nazioni (2.NC) zu belegen. Den letzten Abschnitt bei jenem Rennen, der unter anderem über die weissen Schotterstraßen der Toskana führte, konnte er für sich als Solosieger entscheiden.

 

In Frankreich stand im Mai die schwere Rundfahrt Ronde de l'Isard (2.2U) an. Überzeugen konnte er vor allem auf der letzten Etappe, als er den Zielstrich auf der siebten Position überquerte. Im Vergleich zum Vorjahr gelang es ihm, sich um einen Platz in der Gesamtwertung zu verbessern. Es war nun der siebte Rang. Im Juli stand der Giro della Valle d'Aosta Mont Blanc (2.2U) auf dem Programm. Seine gute Gesamtplatzierung von der Vorjahresausgabe konnte er zwar nicht wiederholen, wurde allerdings Fünfter auf der schwierigen letzten Etappe.

 

Dieses Jahr konnte sich Axel Domont vor allem darin verbessern, auch mal Siege einzufahren. Ansonsten hat er es geschafft zu bestätigen, dass ihm eine Zukunft als bergfester Klassikerfahrer bevorstehen kann. Zwar fährt er auch Rundfahrten nicht schlecht, aber die besten Ergebnisse kommen für ihn bei einzelnen Etappen und Eintagesrennen zustande. Noch ist über einen Wechsel zu einem Profiteam nichts bekannt. Sein Team verlassen muss er auf jeden Fall, da es seine letzte Saison im U23-Bereich ist.

 

nominated by Rieper, presented by Rieper



Platz 48: Patrick Clausen

Patrick Clausen

Dänemark

02.07.1990

 

Fahrertyp: Sprinter

Wichtigster Erfolg:

Team/Verein 2012: Glud og Marstrand – LRØ (CT)

Stagiaire: -

Team 2013: -

Beste Mock-Platzierung: neu

Web: -

 

Dänen sind in den letzten Jahren keine Seltenheit in der Mocklist. Das kann man sicher der hervorragenden Jugendarbeit zurückführen. Während man in Deutschland vieles den Vereinen überlässt, trägt in Dänemark ein starker Verband mit vielen Auslandseinsätzen der Nationalmannschaft dazu bei, dass bereits die Junioren sehr professionell trainieren und die Rennen dominieren können.

 

Patrick Clausen hat wie so viele Dänen einen Bahnhintergrund, deswegen ist seine Sprintstärke kaum verwunderlich. 2006 war er bereits Juniorenmeister auf der Bahn. Seit 2008 ist er auch auf der Straße erfolgreich unterwegs. Bei der Juniorenrundfahrt Giro della Toscana wurde er im Sprint der ersten Etappe Dritter, es gewann ein gewisser Tosh van der Sande, der bereits Profi ist. 2009 bis 2010 war er kaum international unterwegs, konnte sich aber bei nationalen Rennen in den Top10 platzieren. 2011 war dann ein starkes Jahr, zwei Siege bei nationalen Rennen, dazu einige Topplatzierungen, im dänischen Post Cup - ähnlich der deutschen Bundesliga, allerdings altersoffen - war er am Jahresende Vierter. International steht immerhin ein neunter Platz bei Rund um den Frankfurter Finanzplatz (1.2U) zu Buche. Er setzte sich an die nationale Sprintspitze und wurde in diesem Jahr häufiger international eingesetzt. In den Niederlanden wurde er beim Rabobank Dorpenomloop Rucphen (1.2) Zweiter, beim Circuit des Ardennes (2.2) im Sprint der ersten Etappe Dritter. Den ersten Profisieg gab es auf der letzten Etappe des Flèche du Sud (2.2). Beim Coupe des Nations Ville de Saguenay (2.Nc) sprintete Clausen auf den zweiten Platz hinter Kamyshev und konnte sich auch auf den restlichen Etappen vorne halten. Das reichte zum siebten Gesamtrang zum Ende der Rundfahrt.

 

Als reinrassiger Sprinter hat er mit Hügeln jeglicher Art seine Probleme, sollte er aber im Feld auf die Zielgerade kommen, kann er mit seinem starken Antritt einiges schaffen. Auch den Sprung zu den Profis.

 

nominated by Offi, presented by Offi



Platz 47: Edison Fernando Bravo Mansilla

Edison Fernando Bravo Mansilla

Chile

22.02.1992

 

Fahrertyp: Allrounder

Wichtigster Erfolg: Mehrfacher Etappensieger Vuelta a Palencia

Team/Verein 2012: Extremadura Spiuk // Chile

Stagiaire: -

Team 2013: Extremadura Spiuk // Chile

Beste Mock-Platzierung: neu

Web: -

 

Zugegebenermaßen wird man sicherlich erst einmal etwas verwundert sein, wenn man Edison Bravo auf einer Datenbank wie CQRanking sucht. Dort wird er zwar gelistet, Ergebnisse wie bei vielen anderen Fahrern auf dieser Liste fehlen jedoch. Dies ist schnell begründet, denn viele Rennen in Chile zum einen und des spanischen Amateurzirkus zum anderen werden dort eben nicht erfasst.

 

So richtig in Erscheinung trat Bravo im Jahr 2010 als er bei den Pan-American Championships in der Juniorenklasse auf der Bahn mit Ausnahme des Kilometers alle fünf weiteren Wettbewerbe gewinnen konnte. Obendrauf gab es dann im mexikanischen Tianguistengo auch noch den Titel auf der Straße. Fraglos war dies ausreichend, um für Interesse auch über die Grenzen den Kontinents zu sorgen. So fährt Bravo seit der Saison 2011 im europäischen Winter in Südamerika und dann im Sommer in Europa. Dort setzte er sich zur Vuelta a Palencia im August 2011 dann auch in Szene. Auf der fünften Etappe gewann Bravo das knapp 30 Kilometer lange Zeitfahren vor Ezquerra und Mario González. Nur einen Tag später folgte dann eine Attacke am Berg und eine Solofahrt über 12 Kilometer für einen zweiten Etappensieg.

 

Den Winter nutzte Edison Bravo für einen weiteren Sieg bei der argentinischen Vuelta de Mendoza. Dort setzte er sich im Sprint einer Fluchtgruppe auf der vierten Etappe durch. Zusätzlich siegte der vielseitige Fahrer auch wieder auf der Bahn. Diesmal gab es bei den Pan-American Championships den Elite-Titel im Punktefahren vor dem ebenfalls sehr talentierten Mexikaner Von Nacher Suess. Wie schon im letzten Jahr gab es anschließend eine Pause und den Transfer nach Spanien. Einen dritten Platz bei der Vuelta a Toledo gab es zum Einstand. Darauf folgten zwei zweite Plätze bei der Vuelta a Palencia und der erneute Sieg im dortigen Einzelzeitfahren. Dies brachte dem jungen Chilenen immerhin die Punktewertung. Die Chancen auf den Gesamtsieg machte ein Sturz direkt zu Beginn der Königsetappe zunichte. Vom Kilometer 6 bis ins Ziel schleppte sich Bravo blutend und mit knapp 27 Minuten Rückstand ins Ziel.

 

Besonders in den Junioren-, aber auch den U23-Klassen schreiben wir gerne von Allroundern. Bei Edison Bravo verhält es sich hier nicht großartig anders. Stark vor allem im Zeitfahren, aber auch mit einer gesunden Bergfestigkeit gesegnet. Im Grunde die notwendigen Voraussetzungen, um bei seinen Rennen im spanischen Amateurbereich für die nötige Aufmerksamkeit bei den spanischen Pro-Conti Teams zu sorgen und dort einen Anfang zu machen.

 

nominated by Ocaña, presented by Ocaña



Platz 46: Patrick Konrad

Patrick Konrad

Österreich

13.10.1991

 

Fahrertyp: Allrounder

Wichtigster Erfolg: 7. Platz Toscana Coppa delle Nazioni

Team/Verein 2012: Team Vorarlberg (CT)

Stagiaire: -

Team 2013: -

Beste Mock-Platzierung: -

Web: -

 

 

Patrick Konrad ist ein vielseitiger Radrennfahrer. Dies zeigte sich bereits zu Juniorenzeiten. 2008 sprang eine Podestplatzierung bei den österreichischen Bahnmeisterschaften für ihn raus. Ein Jahr später gewann er Bronze bei den österreichischen Bergmeisterschaften. Dies lag unter anderem daran, dass er von 2005 bis 2009 in einem kleinen Team fuhr, in welchem der Manager das große Talent von Konrad entdeckte und ganz speziell vor allem ihn förderte.

 

Schließlich wechselte er 2010 zum österreichischen Contintental-Team von Radland Tirol. Im ersten U23-Jahr sammelte er unter anderem bei italienischen Profirennen, beispielsweise dem Giro del Trentino, hauptsächlich Erfahrungen. 2011 zeigte er sich als freudiger Angreifer. Genau so fuhr er auch sein erstes gutes Ergebnis bei einem etwas größeren Rennen ein. Bei den österreichischen Elitemeisterschaften belegte er im Straßenrennen den vierten Platz. Im August bestritt er die Tour de l'Avenir. Hier sprintete er auf zwei Etappen vorne mit und so stand am Ende jeweils ein neunter Platz zu Buche. Die Rundfahrt beendete unter den ersten 20.

 

2012 nahm ihn das Team Vorarlberg unter Vertrag. Für die Nationalmannschaft fuhr er im April die La Cote Picardie (1.NC) und die Toskana-Rundfahrt (2.NC). Die beiden Rennen konnte er auf den vorderen Plätzen beenden und fuhr in Italien sogar einen siebten Rang in der Endabrechnung ein. In Frankfurt (1.2U) kam er mit der Spitzengruppe ins Ziel und sprintete in dieser auf einen guten fünften Platz. Die dritte Stufe des Podiums erklomm er bei den österreichischen Zeitfahrmeisterschaften der U23-Kategorie. Die Thüringen-Rundfahrt (2.2U) schloss er auf dem siebzehnten Platz ab. Im Kampf gegen Uhr bestritt er die europäischen U23-Meisterschaften. Immerhin wurde er in diesem Zeitfahren 13.

 

Nach einer tollen Tour de l’Avenir (9. der Gesamtwertung) steht mit den Weltmeisterschaften in Limburg für Patrick Konrad noch ein letztes wichtiges Ereignis in diesem Jahr an. Ein Platz unter den ersten 20 ist auch hier drin. Entwickelt er sich kommende Saison weiterhin so stark, ist er in seinem letzten U23-Jahr bereit für den nächsten Schritt. Dies bedeutet, er sollte dann soweit sein, öfters unter die ersten zehn zu fahren und auch eventuell das Podest bei einigen Wettkämpfen erreichen.

 

nominated by Rieper, presented by Rieper



Platz 45: Jan Tratnik

Jan Tratnik

Slowenien

23.02.1990

 

Fahrertyp: Eintagesjäger

Wichtigster Erfolg: 1. Europameisterschaft Straße 2012

Team 2012: Radenska (CT)

Stagiaire: -

Team 2013: noch offen

Beste Mockplatzierung:

Twitter: www.twitter.com/JTratnik

 

Das war wohl nix. Jan Tratnik bekam – für viele überraschend – für die Saison 2011 einen Profivertrag bei Quick Step und fand sich plötzlich an der Seite von Tom Boonen oder Sylvain Chavanel wieder. Dies jedoch nur einmal – auf dem offiziellen Mannschaftsfoto zu Saisonbeginn. Denn der Rest des Jahres war für den Slowenen eine einzige Lektion in Demut. Nach der Tropicale Amissa Bongo in Gabun konnte er keine einzige Rundfahrt mehr beenden, und auch bei Eintagesrennen fand man Tratnik fast nur jenseits der ersten 100 im Ergebnis. Die Profikarriere schien zu einem schnellen Ende zu kommen – 2012 gab es keinen neuen Vertrag von Patrick Lefèvere.

 

In den Fokus des belgischen Topteams ist Tratnik vor allem durch eine überragende Woche im April 2010 geraten, in der er den römischen U23-Frühjahrsklassiker GP Liberazione (1.2U) als Solist gewann und beim darauffolgenden Giro delle Regioni (2.NC) den zweiten Platz in der Gesamtwertung errung, nur von Enrico Battaglin geschlagen. Zu Junioren- und frühen U23-Zeiten zeichnete sich der in Ljubljana geborene Fahrer eher durch Konstanz als Brillanz aus. Immer dabei, aber selten ganz vorne. Tratnik fuhr aber auch erst seit wenigen Jahren auf der Straße – Borut Bozic hatte ihm einst beim gemeinsamen MTB-Training zur Konzentration auf die Straße geraten.

 

Viele Fahrer können sich von einem verfrühten, misslungenen Profieinstieg nie erholen (wer kennt etwa noch Thomas Vedel Kvist?), doch Tratnik fing wieder von vorne an: bei Radenska, dem slowenischen CT-Team, für das er auch schon vor dem Quick Step-Abenteuer fuhr. Als Vierter der U23-Ronde (1.NC) und Etappendritter beim Toscana-Nationencup (2.NC) bewies er schnell, dass die 2010er Erfolge keine Eintagsfliege waren. Die Krönung der bisherigen Karriere erfolgt aber an gänzlich unerwarteter Stelle: bei der topfebenen Straßen-EM im niederländischen Zeeland wurde allgemein ein Massensprint erwartet – nix für Tratnik. Daher nahm er die Initiative in seine Hände, attackierte unzählige Mal und konnte sich schließlich eine Runde vor Schluss mit dem Letten Smirnovs entscheidend absetzen. Im Zweiersprint um EM-Gold setzte sich Tratnik durch. Vielleicht klappt’s ja dann beim zweiten Anlauf bei den Profis? Angeblich soll er 2013 wieder bei Lefèvere im Team landen…

 

nominated by gardener, presented by gardener



Platz 44: Kenneth Vanbilsen

Kenneth Vanbilsen

Belgien

01.06.1990

 

Fahrertyp: Sprinter, Klassiker

Wichtigster Erfolg: Sieg Ronde van Vlaanderen Beloften

Team/Verein 2012: An Post - Sean Kelly (CT)

Stagiaire: -

Team 2013: unbekannt

Beste Mock-Platzierung: neu

Web: -

 

Kenneth Vanbilsen war ein ordentlicher Junior, gewann unter anderem die Trofee der Vlaamse Ardennen. Seit 2011 fährt er in der U23, zuerst bei Donckers Koffie – Jelly Belly, seit diesem Jahr im irischen Team An Post – Sean Kelly (allerdings mit belgischer Lizenz) an der Seite von Niko Eeckhout.

 

Erste Achtungszeichen waren 2011 der dritte Platz beim Flèche Ardennaise (1.2) sowie der neunte Platz beim GP Jef Scherens (1.1) in Leuven. 2012 konnte er beim Kattekoers Deinze – Ieper (1.2) mit dem siebten Platz andeuten in welche Richtung die Reise geht. Einsätze mit der Nationalmannschaft beim Nations Cup folgten. Die Nominierung bestätigte er nicht nur mit toller Arbeit. Er überraschte die versammelte Weltelite der U23 und siegte gleich im ersten Rennen im Nationaltrikot bei der Ronde van Vlaanderen Beloften. Beim Doppelsieg der Belgier rettete er elf Sekunden ins Ziel. Dass er gut in Form war zeigte er dann bereits eine Woche später bei der ZLM Tour (1.NC), im Sprint einer vierzehnköpfigen Spitzengruppe wurde Vanbilsen Dritter.

 

Nach dieser tollen Woche schlüpfte er wieder ins Teamtrikot. Im Mai wurde er dann beim Circuit de Wallonie (1.2) hinter Reinardt Janse van Rensburg Zweiter im Sprint. Die Ronde van Limburg (1.2) beendete er auf dem siebten Platz, den GP Criquielion (1.2) zwei Tage Später auf dem elften Platz.

Er ist endschnell, eine Eigenschaft, die ihn vor allem bei Eintagesrennen, die aus Gruppen heraus entschieden werden, zu einem gefährlichen Gegner machen. Außerdem hat er keine Sorgen, wenn es auf Kopfsteinpflaster in die Höhe geht. Ein typischer belgischer Klassikerfahrer, der mit der richtigen Tempohärte für einigen Spaß sorgen dürfte.

 

nominated by Offi, presented by Offi



Platz 43: Stanislau Bazhkou




Stanislau Bazhkou

Weißrussland

04.11.1991

 

Fahrertyp: Hügelfester Sprinter

Wichtigster Erfolg: Gewinner Bergtrikot Giro della Valle d'Aosta Mont Blanc 2012

Team/Verein 2012: U.C. Palazzago Elledent Rad Logistica (Elite)

Stagiaire: -

Team 2013: -

Beste Mock-Platzierung: -

Web: -

 

Wie viele seiner Radfahrerkollegen fing auch Stanislau Bazhkou auf der Bahn an Rennen zu fahren. So kam er in der Juniorenklasse auf viele gute Platzierungen bei nationalen Meisterschaften. Auf der Straße machte er erstmals 2009 international auf sich aufmerksam. So ist er nach Aleksandr Kuschynski der zweite Weißrusse, der die Gesamtwertung der Town-President-Rundfahrt im polnischen Grudziadz gewinnen konnte. Beim Nationencup-Rennen GP General Patton in Luxemburg konnte er auf den siebten Gesamtplatz fahren. Seit dem darauf folgenden Jahr ist er in der U23-Kategorie unterwegs. Die ZLM Tour (1.NC) in den Niederlanden endete für ihn im Sprint auf Platz fünf. Einen Platz besser fiel für ihn die Gesamtwertung der hügeligen Carpathia Couriers Tour in den polnischen und slowakischen Karpaten aus.

2011 wechselte er nach Italien und fährt seitdem beinahe ausschließlich Rennen auf der Apenninenhalbinsel. So beendete er den teilweise hügeligen, mehrtägigen und gut besetzen Giro Nettarine di Romagna auf dem dritten Rang. Bei Eintagesrennen konnte er zum Teil unter die ersten 20 fahren. Die weißrussische Meisterschaft der Elite im Einzelzeitfahren konnte er auf dem vierten Platz abschließen.

In diesem Jahr konnte er zum renommierten Palazzago-Rennstall wechseln. Seit April fährt er regelmäßig unter die ersten zehn. Begonnen damit hat er bei der Trofeo Piva (1.2U) mit einem zweiten Platz hinter Jay McCarthy, im Sprint der ersten Gruppe. Eine Woche später musste er sich beim Giro del Belvedere (1.2U) im Massensprint um den zweiten Platz nur Enrico Barbin geschlagen geben. Weitere gute Platzierungen folgten in den kommenden Monaten. Allerdings nicht nur im Massensprint. Es gelang ihm dieses Jahr die Bronzemedaille bei den nationalen Elitemeisterschaften im Einzelzeitfahren zu gewinnen. Auf der schweren fünften Etappe beim Giro della Valle d'Aosta (2.2) kam er hinter dem Solosieger Lutsenko ebenfalls alleine ins Ziel. Bei dieser Rundfahrt gelang es ihm zudem, das Bergtrikot zu gewinnen.

Stanislau Bazhkou ist ein Sprinter, dem Rennen liegen, welche nicht topfeben sind. Für das kommende Jahr war noch von keinem Teamwechsel zu lesen, aber er hat wohl noch eine weitere Saison in der U23-Kategorie vor sich. In jener konnte er sich bereits 2012 deutlich zum Vorjahr steigern.

 

nominated by Rieper, presented by Rieper



Platz 42: Mattia Cattaneo




Mattia Cattaneo

Italien

25.10.1990

 

Fahrertyp: Rundfahrer, Berg, Zeitfahren

Wichtigster Erfolg: 1. GiroBio (2011)

Team/Verein 2012: UC Trevigiani Dynamon Bottoli

Stagiaire: Lampre - ISD

Team 2013: ??

Beste Mock-Platzierung: 21. (2011)

Web: www.facebook.com/groups/427977425220/ (Fanpage)

 

Mattia wurde am 25.101990 in Alzano Lombardo geboren. Als 16-jähriger wurde er Zweiter in den italienischen Jugendmeisterschaften im Einzelzeitfahren. Sein stärkstes Juniorenjahr hatte er 2008, wo er Zweiter der Strassenweltmeisterschaften in Kapstadt wurde (hinter Johan LeBon) und das Eintagesrennen Trofeo Emilio Paganessi - Vertova (1.1) gewann. In den Jahren 2009 und 2010, seinen ersten beiden in der U23 war es sehr still um ihn, was auch an seinen gesundheitlichen Problemen lag. Ein Jahr später dann der grosse Durchbruch mit dem Gewinn des Baby Giros (2.2). Auf der zweiten Etappe fuhr er in der Spitzengruppe und wurde dann in de vierten Etappe ins Gelbe Trikot gespürt. Da hatte er anderthalb Minuten Vorsprung vor den Favoriten. Er kämpfte und rettete am Ende 26s seines Vorsprungs. Dazu kamen zwei Siege bei Eintagesrennen: GP di Poggiana (1.2) und GP Capodarco (1.2).

 

Dass er aber ein grosser Rundfahrer ist/wird zeigen sein 5. Platz beim Giro della Valle d'Aosta Mont Blanc(2.2) und vor allem der 3. Rang bei der Tour de l'Avenir (2.NC). Dieses Jahr war es etwas ruhiger um ihn. Das Jahr fing eigentlich mit einem 2. Platz bei der Trofeo Franco Balestra (1.2) ganz gut an. Den Titel beim GiroBio konnte er wegen eines Unfalls nicht verteidigen und war auch den halben Sommer ausser Gefecht gesetzt. Er trat dann bei der Coppa Agostoni (1.1) als 14. und vor allem als 11. bei der Tre Valli Varesine (1.HC) in Erscheinung. Bei der Tour de l'Avenir (2.NC) erreichte er - wie im Vorjahr - Platz 3, diesmal aber nur mit winzigen 9s Rückstand auf Warren Barguil.

 

Er ist derzeit Stagiare bei Lampre, wo er voraussichtlich auch 2013 sein Profidebüt geben wird.

 

nominated by wagenge, presented by wagenge



Platz 41: Sean de Bie



Sean de Bie
©ogkempf

Sean de Bie

Belgien

03.10.1991

 

Fahrertyp: Klassiker

Wichtigster Erfolg: Etappensieg Toscana - Coppa delle Nazioni

Team/Verein 2012: Oyvta - Eijssen – Acrog (Elite)

Stagiaire: -

Team 2013: unbekannt

Beste Mock-Platzierung: neu

Web: www.facebook.com/sean.debie

 

Wenn man in Deutschland an Radsportdynastien denkt, denkt man notgedrungen eigentlich an (E)Ri(c)k Zabel, Björn und Didi und mit ein bisschen Fantasie vielleicht noch die Bölts-Brüderlein. In Belgien sind Radsportdynastien weiter verwurzelt. Die Planckaerts hatten sogar ihre eigene Soap im flämischen TV. Eine Stufe unter den Planckaerst steht dynastietechnisch die Großradsportfamilie de Bie. All die Rudys, Eddys und Dannys sind bei uns zwar nicht sonderlich bekannt - in Belgien aber sieht das komplett anders aus. Grund hierfür ist, dass die Familie de Bie ihre größten Erfolge allesamt in einem Sport einfuhr, den es bei uns kaum noch gibt: Cyclocross. Onkel Danny, eine gar schillernde Figur, wurde 1989 Weltmeister. Außerdem eroberte er drei nationale Titel und einen Endsieg in der Superprestige. Onkel Rudy gewann die andere große Cross-Serie; die Gazet van Antwerpen. Er ist bereits seit einigen Jahren Bondscoach der belgischen Cyclocrosser. Papa Eddy war zwar auch Profi, aber an die großen Erfolge seiner Brüder konnte er nicht anknüpfen.

Aber damit nicht genug, denn auch Seans kleiner Bruder Mike ist Radfahrer. Wobei klein hier relativ ist, denn Mike scheint doch ein gutes Stück größer und kräftiger zu sein als der klein-gewachsene Sean. Überhaupt gleichen sich die beiden wie ein Ei dem anderen...Huhn.

 

Die Gene sind also an Seans Seite, auch wenn ihm diese bei der Verteilung des einen oder anderen Zentimeters Körperlänge einen Streich gespielt haben. Wie es sich für einen de Bie gehört, machte auch Sean zuerst als Cyclocrosser auf sich aufmerksam. Bei den Nieuwelingen (U17) wurde er zwei Mal nationaler Meister - im Land des Cyclocross hatte er damit die Aufmerksamkeit bereits auf seiner Seite. Zumal er ja noch den großen Familiennamen mit sich herum trug. So galt er bei der WM 2009 in Hoogerheide als großer Herausforderer der übermächtigen Niederländer um den alles dominierenden Tijmen Eising. Eising gewann und als Neunter konnte de Bie die Erwartungen nicht ganz erfüllen. Bereits in seiner ersten U23-Saison gehörte er im Feld zu den besten seines Landes. Diesem Fakt zum Trotz nahmen seine Auftritte im Cyclocross immer weiter ab - denn Sean de Bie konzentrierte sich mehr und mehr auf die Straße, vielleicht auch, da er bei der Straßen-WM 2009 mit Platz sechs bereits auch internationale Klasse bewies

 

Dass dies nicht vergeblich war, zeigte sich letztes Jahr unerwartet. Eigentlich bis dahin international nur als Crosser bekannt, belegte der Belgier im März auf der Straße nach langer Flucht den dritten Platz beim Vlaamse Pijl (1.2) und den fünften Platz im kurzen EZF der Tritpyque des Monts et Chateaux (2.2) . Danach trat er auch international schwer in Erscheinung als er die Auftaktetappe des Nation Cup-Rennens Toscana - Coppa delle Nazioni (2.NC) gewann. Hierbei schlug er im Sprint eines kleinen Feldes im letzten Moment den Algerier Reguigui. Bis auf einen vierten Platz im August bei der Ronde van Midden Nederland (1.2) brachte die Restsaison allerdings wenig.

 

Dieses Jahr sollte die Saison stabiler werden. Noch immer für das quietschorangene Eliteteam Oyvta startend, legte de Bie ein ähnliches Programm wie im Vorjahr ab. Den Vlaamse Pijl (1.2) beendete er als Achter, den Kattekoers (1.2) eine Woche später als Fünfter. Beide Rennen mit flämischem Grundcharakter endeten im Sprint. Den einzigen Sieg dieses Jahres erarbeitete sich der Ex-Crosser bei der Triptyque des Monts et Châteaux (2.2), als er aus einer Dreiergruppe gegen Bob Jungels und dessen Teamgefährten Pliuschin den Sprint gewann. Ein siebter Rang im kurzen Zeitfahren und ein dritter Rang im Massensprint resultierten im fünften Gesamtrang.

Bei der Ronde van Vlaanderen Beloften (1.NC) konnte nur der solo enteilte Kenneth Vanbilsen den Sieg de Bies verhindern. Den Sprint der großen Verfolgergruppe gewann er. Auch bei der La Côte Picarde (1.NC) bewies der 20jährige Sprintschnelligkeit. Platz zwei im Sprint hinter Ahlstrand reichte für Platz vier insgesamt.

Als Spezialist für den Nations Cup und als Vorjahresetappensieger stand er auch wieder bei der Toscana - Coppa delle Nazioni (2.NC) am Start. Die zweite Etappe endete dabei so wie die erste des Vorjahres. Ein massensprintendes Feld rollte auf den Strich zu. Wieder waren es Reguigui und de Bie, die sich duellierten, dieses Mal aber hatte der Algerier das bessere Ende für sich.

Nach diesem fantastischen Frühjahr, dass der Belgier noch mit ein paar guten Platzierungen bei der Carpathia Couriers Tour (2.2) und der Olympia's Tour (2.2) bis Mitte Mai verlängerte, passierte was auch letztes Jahr passierte. Nicht mehr viel. Die Erfolge blieben aus.

 

Sean de Bie ist sehr endschnell, kommt aber am besten zum Zuge wenn es vor dem Strich schon mal ordentlich schwer wurde und die echten Sprinter weg oder entkörnt sind. Auf den Straßen Flanderns fühlt er sich zuhause, aber auch die Ardennen sind ihm nicht fremd. So kann aus Sean de Bie durchaus ein weiterer (Teilzeit-)Crosser zu einem erfolgreichen Straßenprofi werden. Kreuziger, Sagan, Stybar und natürlich Boom machten es zuletzt vor.

 

Nächstes Jahr wird de Bie allerdings vermutlich noch nicht den Schritt nach zu den Profis wagen. Ob die Crossfans ihn noch im Feld bewunderrn dürfen ist nicht zu 100% sicher, aber fünf bis sechs Rennen könnten es laut dem Antwerpener schon werden.

 

Bei der WM könnte er zu einem interessanten Mann werden, wenn die Form stimmt - und danach sieht es momentan nicht unbedingt aus. Aber noch ist Zeit - mögen die Gene mit ihm sein!

 

Videos:

Zusammenfassung Vlaamse Pijl 2011

Zielankunft 1. Etappe Toscana

 

 

nominated by ogkempf, presented by ogkempf



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