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11/05 2004

Das Jedermann-Rennen vom Henninger 2004

von Fraenki



- Anmeldung -

Zuerst die Gewissensfrage aus dem letzten Jahr: Weizenbierfest oder 80 km Qualen.

Ich entscheide mich für die sportliche Variante. Die Anmeldung erfolgt 08.04. Recht spät.

 

- Vorbereitung und Gesundheit -

Die Vorbereitung laufen schlecht an. Permanente Erkältungen lassen ab Mitte März zeitweise nur Grundlagentraining zu. Training an steileren Bergen war nicht möglich. 1.600 meist flache Kilometer. 

 

- Mein Ziel - 

Die Zeit aus dem letzten Jahr um mindestens 5 Minuten zu verbessern. Ich strebe 2:45 Stunden an.

 

- Der 01.Mai, die Anreise und das Rennen -

Nervöser als mein Magen und der Fahrer ist mein Scheibenwischer - und das gefällt mir gar nicht.

In Frankfurt keine Wetteränderung. Ich begebe mich erstmal in die Halle; treffe Minimpos, GLGNFZ und Chreezer an. Kurzer Plausch, umziehen, etwas warmfahren, ab zum Start. Sehe meinen Radlerkollegen aus Kreuznach. Wir sind uns einig: wir fahren zusammen. Der Start erfolgt, ich trete los, Pulsuhr und Tacho bleiben bei „Null“ stehen.

Schnell zur Seite, alles zurechtgerückt, Magnete noch einmal sortiert, ab über die Startlinie und nichts funktioniert. Das Feld ist mittlerweile an mir vorbeigerauscht, mein Radlerkollege weg. Also erst mal im technischen Blindflug dem Feld hinterher. Auf nasser Strasse lass ich es ruhig angehen. Die Pulsuhr zeigt mir mittlerweile einen Wert von 234 an – auch nicht grad die optimale Unterstützung. Nach 3 Kilometern erste Lebenszeichen vom Tacho.

 

Nach der Rechtskurve in Hattersheim wird alles übersichtlicher und die Straßen breiter. Ich fahre schneller und erblicke blaho im C4F-Trikot ( schön, dass Du da warst ). Die Gruppe vor mir fährt ein Tempo zwischen 35 bis teilweise 40 Km/h. Ich halte mit. ( für meine Verhältnisse, gigantisch ).

Kurz hinter Lorsbach sehe wieder ein C4F-Trikot, aber aktiv, es ist GLGNFZ. Ich ruf im etwas zu. Er kann noch lächeln.

 

 - Eppstein -

Langsam über die Pflastersteine rollend, folgt jetzt rechts der Schulberg. Die ersten paar Meter der Steigung stellen noch kein Problem dar, aber an der steilsten Stelle, kommt die Materialschlacht richtig in die Gänge.

Ich orientiere mich ganz links an den Zuschauer. Zwei vor mir verhaken sich. Für einen der Fahrer ist das Rennen zu Ende. Ohne Kette kein weiterkommen möglich. Ich muss absteigen und sprinte nach oben, dies unter den Blicken von ZilpZalp. Während des Sprintes verrutscht mein Brustgurt in Richtung Hose, wenig später auch mein Herz, als das Gefälle und die Rechtskurve zum Vorschein kommt. Alles paletti, nichts passiert. Erstmal eine Banane zur Stärkung und bis zur Verpflegungsstelle schraube ich etwas zurück. Das ständige auf und ab behagt mir nicht. Bis zur Verpflegungsstelle fahre ich mein Tempo und lasse mich nicht von schnellen Gruppen mitziehen.

 

 - Ruppertshainer Berg -    

Die letzte Abfahrt vorm Ruppertshainer Berg fahre ich ohne ein Risiko einzugehen recht langsam bergab. Am Anstieg wähle ich das kleinste Kettenblatt vorne, und schraube mich in Richtung Bergwertung. Fast oben höre ich: Zieh Fraenki zieh – noch 500 Meter.

Es ist wieder ZilpZalp. Die Worte bewirken einen Motivationsschub. Die darauf folgende Abfahrt durch Ruppertshain rolle ich vorsichtig bergab. Die Straßen sind uneben, die Handschuhe völlig durchweicht, bieten mir keinen sicheren Halt am Lenker. Noch einmal brennen die Ober-schenkel in Kelkheim beim Anstieg mit Kopfsteinpflaster. Kleine Abfahrt, Rechtskurve. Vor mir befindet sich eine Gruppe von ca. 20 Fahrern. Der Vorsprung beträgt etwa 200 Meter. Die Beine werden müde, und der Abstand will einfach nicht schmelzen. Im Ortsteil Münster erreiche ich die Gruppe, und erhole mich im Windschatten. Mein Kollege aus Kreuznach ist plötzlich neben mir. Wo ich hab ich ihn überholt ??? Wir sind uns wieder einig: Wir fahren zusammen. Nach 200 Minuten ist er wieder spurlos verschwunden.

 

- Ballsporthalle - 

Gemeinsam geht’s durch Unterliederbach an der Ballsporthalle vorbei. Eine lange Gerade folgt und die Straßen Frankfurts werden wieder enger. Auf der Mainzer Landstraße zerfällt die Gruppe. 3 Fahrer eines Teams überholen, ich klemme mich dahinter.  Bei der Führungsarbeit muss ich passen, kann die Geschwindigkeit nicht aufrechterhalten. Noch einmal geht’s über Kopfsteinpflaster.

Noch wenige Kurven, und das Ziel ist nicht mehr weit. Ein kleiner Anstieg, noch einmal alles geben. Das Ziel. Erstmal absteigen und müde lächeln.

 

- Fazit -

Einen schlimmen Sturz sah ich bereits nach 7 km. Ansonsten sind – bis auf einige Fahrer – alle recht diszipliniert gefahren. Ich selbst hab zumindest das Risiko nicht herausgefordert. Es wäre die Sache auch nicht Wert gewesen.

 

- Ergebnis - 

Ich lande auf Platz 675 mit  2:29,07. Meine Zeit um etwa 23 Minuten verbessert. Mit mehr Flüssigkeit in den Schuhen als in den Trinkflaschen und klapperten Zähnen fahre ich zurück zur Halle. C4f-ler suche keine am Ziel. Ich freue mich auf  trockenen Sachen. Alles schnell verstauen und ab in die Halle, nasses Trikot mitgenommen. Ich treffe Rino, später GLGNFZ mit Chreezer, ZilpZalp mit Rakta, Minimops, Harzer und bei der Siegerehrung

Gulaschkanone. ( wen hab ich jetzt vergessen ? ) Gruppenfoto, Geplauder, wir haben noch etwas Spass, Shake-Hands, alle fahren nach Hause.

 

Bis zum: „Rund um den Henninger-Turm 2005“

 

Ciao a presto

Fraenki


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