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Tour de France 1948


 

 

eine Nacherzählung in Bildern             

 

zu den Etappen 1 - 21 >>>>>

 

 

 

 

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Allgemeines

Die Tour versprach Spannung: 4922km verteilt auf 21 Etappen, zwei davon in den Pyrenäen, die eine mit dem Aubisque, die andere mit Tourmalet, Aspin und Peyresourde, wenn auch leider, wie viele meinten, ohne Bergankunft. So konnte der Ausflug in diese unwirtliche Region wohl nur zum Warmfahren sein, entscheidend würden sicher die Alpen werden. Da gab es an einem Tag nur mal eben so insgesamt 2000 Meter Höhenunterschied innerhalb von 50km zu bewältigen: erst über den Menton dann über den Turini. Am nächsten Tag ging es weiter über den Allos, den Vard und den Izoard, bevor auf der 14., der Königsetappe, 263km anstanden mit Lautaret, Galibier, Croix-de-fer, Porte, Cucheron und Granier.



Wer waren die Favoriten?



Gino Bartali nach der ersten Etappe:
"... Ich wusste, dass es bei mir gut läuft und seit dem Giro habe ich dafür alles getan.
Täglich unternahm ich sehr harte Trainingstouren, das musste ich tun um in Form zu kommen, denn ich habe bei diese Tour de France nur ein Ziel: am Fuße der Berge mit dem geringst möglichen Rückstand anzukommen.
Was wollen sie, ich habe heute nicht mehr die Beine wie als zwanzigjähriger."

Jean Robic, der Rundfahrtsieger des Vorjahres, Gino Bartali, Edouard Fachleitner, Constant Ockers, Aldo Ronconi, Apo Lazaridès, Raymond Impanis, Roger Lapébie und noch einige mehr standen zur Debatte oder meldeten selbst Ansprüche an.

 

Gino Bartali, die große Hoffnung der Italiener, gab sich sehr selbstbewußt. 10 Jahre waren vergangen seit seinem ersten Sieg. "Il Vecchio", der Alte, wie der 34jährige vor allem im Vergleich zu Coppi, genannt wurde, fühlte sich keinesfalls so. Er wollte es nochmals allen zeigen und hatte sich daher speziell auf diese Tour vorbereitet. Wo er auftrat, strahlte er Stärke aus.

Dies hatte offenbar auch Fausto Coppi bemerkt. Mit einem klaren Nein verzichtete er freiwillig auf die Tourteilnahme, Bartali hätte ihm während des Giros gezeigt, dass er noch viel zu lernen hätte.

 

Die Franzosen träumten natürlich von einem erneuten Triumph des Vorjahressiegers Jean Robic und einige wogen wohl auch schon insgeheim die Chancen des jungen Bobet ab. Zudem, es sollte doch möglich sein mit der absoluten Übermacht französischer Fahrer die Ausländer zu isolieren...






Roger Lapébie, der Tour-Sieger von 1937



Gino Bartali,
triumphiert 1938
zum ersten Mal



ein paar Daten:



Tour de France 1948
30. Juni - 25. Juli

Distanz: 4922 km
Etappen: 21
Durchschnitt: 33,443km/h
Teams: 12
am Start: 120 Fahrer
im Ziel: 44 Fahrer
Abstecher nach Belgien, Italien, in die Schweiz

Trikots:
Sieger: gelbes Trikot

12 Teams mit je 10 Fahrern traten an:

 

2 italienische, 2 belgische, ein holländisch-luxemburgisches, ein internationales und neben der französischen Nationaléquipe fünf französische Regionalmannschaften.

Deutsche Fahrer waren nicht dabei. (mehr Infos)

 

Von der 3. bis einschließlich 18. Etappe wurde jeweils der letzte Fahrer des Classements von der Tour ausgeschlossen.

 

Das französische Fernsehen schaltete sich zum ersten Mal direkt ein. Es übertrug Zieleinlauf und Siegerehrung aus dem Pariser Prinzenpark und erreichte damit 2000 Pariser Haushalte.

 

Die Gesamtkosten der Tour de France 1948 beliefen sich auf 49 166 393,50 fr.(entspricht in etwa 1,4 Millionen Euro im Jahr 2002). Davon beliefen sich die Materialkosten auf 6 383 308,50 fr., die Kosten für die Unterbringunung während der Etappen betrugen 6 458 082 fr. . Unter die erfolgreichen Fahrern wurden 6 820 000 fr. (ca. 194 800.- Euro) an Preisen verteilt (ohne spezielle Prämien).



 

Quellen:

u. a. But-Club, Miroir Sprint

Archiv cycling4fans, mit Dank an Thomas Bürger, rebicycle, Frankfurt a.M.

 

von Maki


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