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Eindhoven4Chicks

Text und Bilder von Niniel, 30.7.2005



Was muss chick tun, um ihrem Lieblingshasi zu beweisen, dass chick seinetwegen alles auf sich nehmen würde? Reicht es aus, ein Wochenende zu einem Rennen nach Polen zu fahren, nur um IHN zu sehen, und ihm das Wochenende darauf in Holland Gesellschaft zu leisten? Ich weiß es nicht – ihr könnt meinen favorite gerne fragen, denn genau das war es, was ich getan habe... Naja, die Sache mit der Baltyk hab ich ja in meinem letzten Bericht schon erwähnt. Und tatsächlich, keine Woche später, und ich sitze schon wieder im Zug nach Frankfurt. Zum 4. Mal in diesem Jahr, jedes Mal wegen diesen Radrennen... wenn das nicht Wahnsinn ist, weiß ich auch nicht...



Chick und die Ster Elektro

Zum „einchicken“ trafen Momo und ich schon Freitag bei Christinchen ein, um den Samstag schon mit einer ordentlichen Portion Lachkrampf-Muskelkater zu beginnen. So ging es nun im geliebten Chick-Auto, dass schon so viel aushalten musste, Richtung Holland. Natürlich mit zahlreichen Zwischenstopps an diversen Rastplätzen (mit Kago-Kachelöfen-Werbung auf den Toiletten...). Nachdem das Hotel gefunden, eingecheckt und die Zimmer wohlwollend begutachtet waren, jukkelten wir nach Eindhoven rüber, um ein wenig vor der Permanence herumzulungern. Was Chicks eben so in ihrer Freizeit tun. Hier trafen wir dann auch Kian, die per Zug angereist war, und vergnügten uns mit dem Ziel der Ster Elektro, die an diesem Samstag in Eindhoven endete. Hier tummelten sich auch Oggi, Mani und Co. Mich zog es zu Skil, auch wenn meine kleine Sonne Arkadiusz Wojtas das Rennen schon vor Tagen verlassen hatte. Naja, ich fand dann auch nen netten Betreuer, der sich als Pole herausstellte und Deutsch sprach... was will Chick mehr... Noch schnell mal zu den Wiesenhöflern rüber und ab zur Siegerehrung. Ein bisschen Jukka Vastaranta bewundern, der Junge ist einfach nur goldfisch! Augenzwinkern Dann werde ich noch von einem netten Holländer angesprochen, ob ich nicht die Christine bin. Nein, ich bin nicht die Christine, aber langsam wundere ich mich schon, dass ich von allen für das Ninchen gehalten werde. Seh ich so aus, als wäre ich fähig, ne Homepage zu backen? Nein!




Ivan...



Chick, Holland und Fahrerfrauen

Den angebrochenen Nachmittag beendeten wir mit dem Besuch im Albert Heijn. An dieser Stelle muss ich unbedingt die Holländer loben, wie fortschrittlich und genial ihr seid! Wieso gibt es bei uns kein Vla? Keine Stroopwafels? Keinen Kauwgom fruit? Und vor allem: warum um alles in der Welt gibt es bei uns keine 1-Liter-Packs Joghurtdrink in 20 verschiedenen Geschmacksrichtungen? Irgendwann wandere ich noch aus wegen dem Zeug... Nach einer ausführlichen Stärkung besuchten wir die Hotels, um uns für den nächsten Tag aufzuwärmen. Ich erhaschte schon mal einen Blick auf die Intels, und wurde von Lukasz und seinen vorwurfsvollen, traurigen Augen begrüßt... J-E Gutierrez hatte an diesem Tag Geburtstag, und Momo gratulierte ihm prompt. Daraufhin rannten der Rest der Phonaks entsetzt zu ihm... die hatten das alle nicht gewusst... Augenzwinkern Gut, dass es Chicks gibt... Wir bewunderten Thor Hushovd und seine Freundin. Also, ich lästere ja ungern (*hrhr*), aber diese Frau bestätigt wunderbar alle Vorurteile, die die c4f-Praktikerinnen so schön ausgearbeitet haben... von blond bis Highheels alles dabei... An diesem Abend hinkte sie hinter ihrem Thorchen her, einen Schuh in der Hand, und mit unendlich leidendem Gesichtsausdruck. Er hätte sie aber wirklich mal tragen können, die arme... *fiesgrins*. Den Rest des Abends erspare ich euch lieber; zu viele Einblicke in die Abgründe des Chicktums sind gar nicht gesund...



Chick und die Autobahn



Eine Ameise auf der Autobahn...

Der Morgen graute. Die Chicks erwachten. Ein ganz besonderer Tag stand an. Mannschaftszeitfahren. Eine wundervolle Disziplin. Und noch viel wundervoller: die Organisation hatte den ganzen Tag die Strecke abgesperrt, schon früh, zum Training. Und die Strecke bestand zum Großteil aus Autobahn... Also: wir 4 Chicks rein ins Auto, ab auf die Strecke. Ein wirklich unglaubliches Gefühl, als einziges Auto auf der Autobahn... Wir suchten uns einen strategisch geeigneten Punkt, parkten das Auto und liefen über die Autobahn auf die andere Seite. Jeder weiß, dass das unter normalen Umständen illegal ist, und das wirklich mal zu dürfen, und zu tun, fühlt sich phantastisch an... Vielleicht 2 Stunden saßen wir nun auf der Autobahn rum, ab und zu kam ein Presseauto, Motorrad oder trainierendes Team vorbei. Es waren ohne Zweifel 2 der schönsten, spannendsten, verrücktesten Stunden meines Lebens. Chick sitzt da so, mitten auf der Autobahn, und fotografiert Ameisen... Nun ja. Da man uns auch absolut nicht übersehen konnte (4 Chicks mit Kameras, Spanien- und Australienflagge...), hatten wir auch reichlich viel Spaß mit den Teams. Kaum einer, der nicht entweder blöd geguckt, gegrinst, gewunken oder sonst irgendwelchen Unsinn gemacht hat. Meine Intels kamen (zu ihrem Glück) nicht vorbei...



Chick und Australier



Ein Radteam auf der Autobahn...

Dafür näherte sich der fdjeux-Zug. Unser fdjeux-Aussie-Chick Kian hatte sich ihre Aussie-Flagge umgebunden, um die Hände zum Fotografieren frei zu haben. Und kippte fast um, als der an erster Positon fahrende Mark Renshaw prompt darauf reagierte und uns irgendwas mit „Aussie“ oder „Australian“ zurief. Da waren sie auch schon vorbei, und wir zerkringelten uns ne halbe Stunde lang... Dann überquerte Kian die Autobahn, um die fdjeuxs abzufangen, wenn sie auf der anderen Seite zurückfahren. Und da näherten sie sich schon. Im Sonntagsfahrertempo. Und um sich blickend, suchend – nach wem wohl? (Ich bekomme heute noch Lachanfälle, wenn ich mir vorstelle, dass sie die ganze Rückfahrt über an jeder Autobahnbrücke nach uns Ausschau gehalten haben....). Dummerweise standen wir (Ninchen, Momo und ich) ja noch auf der anderen Seite der Autobahn, und Kian samt Flagge im Schatten der Brücke auf der anderen Seite. Mark schaute nur zu uns rüber und rief „Where is the aussie?“ und war ganz verzweifelt. Auch die Franzosen riefen was mit „l’Australien“ und suchten nach Kian. Die stand total perplex daneben und rührte sich nicht. So fuhren sie unverrichteter Dinge weiter. Aber wie sagt Kian so schön? „Man sieht sich immer 2 Mal im Leben“. Mit ein paar Problemen kamen wir nun nach Eindhoven und jukkelten zum Start. Ich hatte die üblichen Chick-Depris (echt kein leichter Job, glaubt mir). Die Intels waren nicht aufzutreiben, dafür ne Horde gutgelaunter Spanier. Momo war im 7. Himmel. Ich kam 5 Sekunden zu spät zum Start der Intels, die als erstes Team von der Rampe gingen, und ärgerte mich zu Tode. An der Strecke fotografierte ich die nachfolgenden Teams, nur um später festzustellen, dass aus irgendeinem mysteriösen Grund meine Kamera die Fotos nicht abgespeichert hatte. Naja, was solls, ich bin ein Gänseblümchen...



Chick und der Bodnar-Typ

Also zurück zum Start, wo Kian gerade ihrem Mark Renshaw plus den Rest der Aussies bearbeitete und Momo sich nen Platz im Liberty-Auto organisierte. Ich stand rum, machte Fotos, und freundete mich ein wenig mit Rene Andrle an, der sichtlich erstaunt war, irgendwo in Holland auf Tschechisch belabert zu werden Augenzwinkern. Bald waren auch die Intels im Ziel, die mal wieder reichlich Pech und Defekte gehabt hatten, und ich bekam noch die Gelegenheit, den kleinen Bodnar zu besuchen und ihn mit Fotos zu bestechen, damit er wieder lieb zu mir ist. Und siehe da: es klappt...  Augenzwinkern So waren wir am Ende alle glücklich und zufrieden, vor allem, als die Libertys uns ihr eiskaltes Wasser überließen; und Ninchen und ich schlichen uns mit ein paar kleinen Lügen direkt vor die Siegerehrung zum Fotografieren... Nun hieß es, unser lieb gewonnenes Eindhoven wieder zu verlassen.

 

 

Mit „loko“ auf der Autobahn (ich liebe dieses Lied...) und Tempo hundert durch die Ortschaften erreichte ich noch die S-Bahn nach Frankfurt, saß eine halbe Stunde später im ICE nach Leipzig, hörte zum wasweißichwievielten Male das Lizz-Wright-Album „Salt“, dass das ICE-Radio-Programm spielte, und verliebte mich unendlich in diese Frau. Dieses Album wird wohl bis in alle Ewigkeit mit meinem Chicktum verbunden bleiben...

 

Jetzt, noch Wochen danach, sitze ich hier, neben einer leeren Tüte Stroopwafels, und mit nur noch 5 stuks Kauwgom fruit, und ich weiß: ich will wieder nach Eindhoven. Auf die Autobahn. Ich will 1-Liter-Packs Joghurtdrinks, und ich will Radrennen, und ich will Chick sein.


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