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Sachsentour 05

Text und Fotos von Niniel, 30.7.05

 

Für Jasiu, der zwar nicht erwähnt werden will , aber der trotzdem mein polnischer Lieblingsradsportfan ist... *knuddel*

 



Auftakt im Regen

Eigentlich ist es ein Rennen, was chick lieben muss: die Sachsentour. Wunderschön, immer gut besetzt, eigentlich perfekt. Wenn es nicht ausgerechnet in der letzten Uni-Woche und damit Klausurzeit liegen würde. Also: nichts mit 6 Tage Sachsentour, dafür Latein büffeln. Und dabei noch mal die Vorjahre Revue passieren lassen: 2003. Mein erstes Mal Sachsentour. Noch ziemlich grün hinter den Ohren, aber grad frisch Zetti-Chick, und mit Lade... Und CCC. Damals fuhr da so ein kleiner Kerl mit blondierten Haaren und Campino-Frisur. Ziemlich schnell hab ich gelernt, dass er Lukasz heißt. Lukasz Bodnar... 2004. Mit Tomas, und Lade, und Credit in Bestbesetzung, und Freire, und alles einfach nur geil. Noch dazu gerade nach dem Abi. Perfekt. Zwar ohne CCC, aber was solls... 2005. Keine Präsi, keine erste Etappe. Dafür Donnerstag früh Latein-Klausur und danach nach Frohburg. Wenigstens zum Ziel. Wenigstens schon mal Sachsentour-Luft schnuppern. Und die war dieses Jahr besonders feucht. Wenn nicht sogar nass. Dauerregen. Auch mal was neues für die Sachsentour. Wahrscheinlich war das der Regen, der die Niedersachsenrundfahrt dieses Jahr verschont hatte... Was solls. Ich mache ein paar Fotos von Marek Rutkiewicz in der Ausreißergruppe, vom bummelnden Feld und von einem nach dem Ziel im Regen herumstehenden halbnackten Pavel (der mit den Gummibärchen...), der mich wieder mal damit beeindruckte, dass er ganzkörperbraun und ohne übliche Radlerbräune ist... Dann noch einen kleinen Plausch mit Alain van Katwijk, der trotz 4 Stunden im Regen furchtbar guter Laune war. Mein neuer Lieblings-CSC-Betreuer Frank war auch da; der hat seit Eindhoven auch ein bisschen was in Sachen „wie fasse ich ein Rennrad an“ gelernt... Schnell noch abchecken, was sonst noch an Betreuern da ist, und abchecken, welche Zettis bislang ausgestiegen sind. Traurig traurig, ich würde wohl auf meine beiden Slovaken verzichten müssen...




Sommer, Sonne, Sachsentour...



Anstatt jetzt nach Leipzig zurückzufahren und ausgeschlafen zum Start zu erscheinen, machte ich einen Umweg und schaute im Erzgebirsvorland bei meiner Mama vorbei. Mir war nämlich bewusst geworden, dass ich dort mein Kamera-Akku-Ladegerät vergessen hatte. Und 4 Tage Sachsentour mit 4 nicht mehr vollen Akkus war mir etwas riskant. Also mit dem Zug nach Hohenstein-Ernstthal. Vergebliche Versuche, meine Mutter zu erreichen. Busse fahren um die Zeit auch nicht mehr in 300-Einwohner-Dörfer, also laufen. Im Regen. 10 Kilometer. Immer wieder schön. Als ich völlig durchnässt zu Hause ankam, war meine Mama da, machte mir nen Tee und ein Brötchen, ich schnappte mir mein Ladegerät und zurück gings nach Leipzig. Also, wenn ich nicht so verpeilt wäre, könnte ich mir so’n Stress auch ersparen... Früh nun also zum Start. 1 Kilometer vom Wohnsitz entfernt. Der Rest der Leipziger c4f-ler hatte Klausuren, nur Nino (gardener) war da. Ich laberte ne Runde mit meinem Lieblingsoffiziellen, auf den ich mich jedes Jahr wieder freue. Er begrüßte mich mit „wo ist denn der Rest der Horde?“ (er war gewohnt, dass wir Chicks immer in Horden auftraten...). Dann organisierte ich mir erstmal jemanden, der mich mit nach Görlitz nahm (bzw Trampi organisierte das für mich... danke... *knuff*). Nun konnte ich den Rest des Morgens genießen, es regnete zum Glück nicht, und die Jungs hatten ziemlich gute Laune. Ich schaute kurz bei den Zettis vorbei, aber die hatten alles wichtige nach China geschickt, und außer Pavel war nicht viel für mich dabei. Dachte ich... Also ein bisschen rumlungern vor der Einschreibung, Jukka begrüßen, und ein bisschen Fotos machen. Und es zog mich – wie könnte es anders sein – zu den Intels.





Meine kleine Sonne sorgt sich angesichts der Regenwolken

Warum die Dennis nach China geschickt hatten, hab ich zwar bis heute nicht verstanden, hab mich aber auch nicht weiter beschwert, immerhin stand ein gewisser Lukasz Bodnar auf der Starterliste... Also war ich rundum zufrieden. Ich schlich mich dann auch an, wurde bald bemerkt und mit der üblichen Zurückhaltung begrüßt. Jaja, meine Slaven... Nur der kleine Bodnar grinste sich einen ab, als er mich sah (wahrscheinlich noch Folgen der Bestechung in Eindhoven). Wie auch immer, mir ging es gut. Ich hatte 3 Tage Sachsentour vor mir, 3 Tage Lukasz...



Ein Aussie in Görlitz

Also, nach dem Start direkt nach Görlitz. Unterwegs alles von Unwetter bis strahlende Sonne. In Görlitz traf ich dann den Johnny (den ich jetzt nicht weiter erwähne, sonst beschwert er sich noch ). Nach dem Ziel wanderten wir noch ein bisschen in Görlitz herum, als es zu einem Ereignis kam, dass ich fast gar nicht wage, niederzuschreiben... Es war einer der genialsten, unglaublichsten Zufälle in meinem Leben. Es kam so: Johnny und ich hatten irgendwie noch ne Stunde Zeit, bis unser Bus fahren sollte. Also wanderten wir durch Görlitz, was wirklich ne wunderschöne Stadt ist. Schließlich kamen wir an einem Fahrradladen vorbei. Soll ja mal vorkommen. Und ebenda näherte sich ein kleines Wesen auf einem Orbea-Rennrad mit australischem Meistertrikot. Johnny machte noch so ne Bemerkung, als ich mir den Kerl näher ansah und meinen Augen nicht traute... Ich kannte den Kerl! Und er nahm seine Brille ab, und ich WUSSTE: es war Andrew Wyper!!!! Kleine Erklärung für alle, die Andrew nicht kennen: er fährt für POT Cottbus, ist Aussie, 1.67 groß, wohnt in Cottbus und ist einfach mal genial. Ich kenn ihn von „Rund um das Muldental“, und hab mich damals schon ewig über seine Niedlichkeit ausgelassen... Also. Ich fasse zusammen: Ich, die ich nur einen Tag nach Görlitz gekommen bin, wegen irgend so’nem Radrennen, treffe, während ich auf den Bus warte und nur deshalb zufällig gerade hier herumhänge, Andrew Wyper. Er steht da, und ich laber ihn an. „Andrew?“. Wir labern kurz, er erklärt, dass er zum Ziel von der Sachsentour will, um Heini Haussler zu besuchen (Aussies unter sich...), ich erkläre ihm, dass das Ziel schon vorbei ist, er bricht fast in Tränen aus, immerhin sei er deswegen von Cottbus mit dem Rad hergekommen... Erst ne halbe Stunde später breche ich irgendwo in Görlitz zusammen, weil mir plötzlich bewusst wird, was das eigentlich gerade war. Und wie unglaublich unwahrscheinlich die ganze Geschichte ist. Und was der arme Kerl nun wohl denkt, wenn er in ner fremden Stadt von nem fremden Mädel angesprochen wird „du bist doch Andrew Wyper, nor?“ Ich meine, wenn man Ulle ist oder so, aber als 20-jähriger Aussie... Auf jeden Fall wird das eine meiner Lieblingsszenen in meiner Autobiografie...





Glasis Handy und sein Glasi

Zum Samstag Morgen gibts nicht viel zu sagen. Ich war müde, das Wetter war schlecht. Glasi tröstete mich: Ihr erinnert euch an die Sache mit Glasi und seinem Handy... Also, da ich weder Glasi noch sein Handy dieses Jahr getroffen hatte, freute ich mich besonders, beide wohlbehalten zu sehen. Bis mir Glasi verriet: Es ist ein neues... Er hat ein Neues!!! Also.. neues Handy, altes Bild: nie ein Glasi ohne Handy... Dann noch kurz zum Lukasz, der mich mit seiner Mütze winkend begrüßt... hach, so kanns einem gut gehen... Nach dem Start allerdings wieder Chick-Depris: Nur noch einen Tag Bodnar...



Miluji te

Am Sonntag fuhr ich dann mit Raktajino nach Dresden. Beim Überqueren des Theaterplatzes überkamen mich die Erinnerungen an all die Radrennen, die ich hier schon erlebt hatte: Deutschland-Tour 2003. Das erste Mal Santiago Botero. Lade bei der Sachsentour 2003, wie er den 2. Weltkrieg erklärt. Und wie im Vorjahr hier die Sachsentour zu Ende ging... Nun ja. Wir warteten auf abcpflaster und Cyclist, und auf shaved legs. Und ich hatte von Lina den Auftrag bekommen, den Bodnar zu wuseln. Also vertrieben wir uns den Morgen, und suchten uns einen Platz, um mit zur Verpflegung zu fahren, da wir auf 4 Stunden Warten in Dresden keine Lust hatten. Glücklicherweise war aus irgendeinem Grund einer meiner Lieblings-Zetti-Betreuer da, der noch dazu Deutsch sprach, und somit war das Problem gelöst. Die Wiesenhöfler hatten ihre Frauen mit da (no comment), Cyclist vermisste ihre Italiener, ich schickte mich an, die Zetti-Neos etwas zu erziehen, und der kleine Bodnar streckte mir die Zunge raus, als ich ihn fotografieren wollte. Noch ein paar Fotos hier und da, allgemeine gute Laune, herumschäkernde Dänen, Belgier, Holländer... Dann ab in den Zetti-Bus, bzw. Cyclist zu Shimano und abcpflaster zu CSC. Ich saß vorne im Bus und machte mich mit Michal bekannt, während Henrike und Petr sich hinten Sorgen um mich machten, was bei Michal wohl durchaus angebracht ist... Ich lerne jedoch sehr interessante Sachen, unter anderem, dass Michal mit Tomas Konecny befreundet ist. So hatte ich also ein Opfer gefunden, den ich über Tomas’ Zustand ausfragen konnte. Mit einigen Zwischenfällen („Mach diese verdammte CD aus, ich kann es nicht mehr hören!!!“) kamen wir an die Verpflegung. Wir 4 Mädels lungerten bei CSC rum und laberten. Während der 2 Stunden brachte mir Michal noch so wichtige tschechische Sätze wie „miluji te“ bei („ich liebe dich“)... Schließlich kamen die Fahrer, wir machten unsere Fotos, und zurück gings nach Dresden. Die Zielrunden waren perfekt zum Fotografieren. Nur dieser blöde Sturz auf den letzten 500 Metern störte das ganze doch ziemlich, bei dem der Gesamtführende Matthew Hayman sich das Schlüsselbein brach, und auch Trampi fand ich mit abgeschürfter Haut und ziemlich fertig auf der Wiese liegend wieder... Tja, und mein Auftrag, den Lukasz zu wuseln, blieb mangels Lukasz unerfüllt. Die Intels machten sich sofort nach dem Ziel aus dem Staub und wurden nicht mehr gesehen... So war es also, das Ende der Sachsentour. Raktajino und ich guckten bei Checker noch ein bisschen Tour de France, bevor wir nach Leipzig heimkehrten. Fazit: Geil, wie immer. Wie könnte sowas wie die Sachsentour schlecht sein?




'roundhanging Marek


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