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Ninis Deutschland-Tour

von Niniel, September 2005



1. Etappe: Bochum



Ein Sparta-Tscheche auf dem Weg zur Wahl des Mr. wet jersey

Ninis DeutschlandTour begann schon ein paar Wochen eher als die der Radler, nämlich am 7. August mit dem Sparkassen-Giro Bochum.

Erstens ist die Deutschland-Tour nämlich nur ein langweiliges ProTour-Rennen und zweitens eh nur in Österreich, also checkt Chick den Rest des Radsportlebens einfach vorher noch ein bisschen ab. Also, beginnen wir in Bochum.

 

Eigentlich auch schon fast Tradition. Immerhin hab ich hier vor 2 Jahren das erste Mal Tomas lachen sehensmile.  Und hier war es, wo ich das erste mal mit Pavel Gummibärchen aß.... Auch wenn ich voriges Jahr nicht da war, wurde ich doch in Sachen Gummibärchen von crn vertreten. Diesmal jedoch sollte das nicht nötig sein. Zumal Pavel gar nich da war... Nichtsdestotrotz machten wir uns am Morgen auf den Weg zum Bochumer Bahnhof. Crn schmiss mich früher als nötig aus dem Bett (bzw. ich ihn... - Langschläfer!), um rechtzeitgig zum Frauenrennen da zu sein. Schließlich war er nur deswegen hier...

 

Nachdem wir dem Rest der c4fler  begegnet waren (mani, alon, zabelfan...), blieb crn mit Kian, Mareike (trampina) und Lenie im Fahrerinnenlager. Ich jukkelte derweilen noch ein wenig durch Bochum, weil Kian und Co irgendwo ein paar Zettis begegnet waren, die zu suchen ich beabsichtigte. Ich fand sie zwar nicht, dafür aber das gesamte Nürnberger Team, die verzweifelt die Einschreibung suchten. Ich schickte sie erstmal zum Fahrerlager und zu ihrem Teamwagen... Auf dem Weg dahin traf ich dann auch das polnische Frauennationalteam. Wollt ich schon immer mal. Und Theresa Senff *heart*.

 

Nach ausgiebigem Herumfotografieren war dann auch schon am Start und crn machte sich auf den Weg zur Bergwertung, während wir Mädels auf die wirklich interessanten Sachen warteten Augenzwinkern. Okay, ich gebe es zu, ich war mehr damit beschäftigt, herumzuningeln, warum ich in Bochum bin, wenn sich alle meine Lieblinge und mein Allerlieblingsliebling bei der Dänemarkrundfahrt tummeln... Zum Trost laberte ich sinnlos arme kleine Dukla-Tschechen an (die Hrazdira wieder nicht mithatten *schluchz*). Ich folgte einigen Jartazis, die sich bei den ausgestiegenen Mädels Autogramme holten, und traf auf Michael Blanchy.

 

Inzwischen regnete es in Strömen (sollte es noch öfters an diesem Tag), und die Jungs hatten sich unter das Vordach eines Kaufhauses verkrochen. Da saßen sie nun, als ich zum Blanchy-Hasi ging, um mir ein Foto von der RLP-RF 2004 unterschreiben zu lassen. Damals noch mit langen blonden Haaren und stylischem Haarreifen... Dumm wie er ist, musste er es dann auch seinen Teamkollegen zeigen. Böser Fehler... Nachdem sie alle ausgiebig gelästert hatten („Bei welchem Frauenrennen war denn das?“), bekam ich mein Foto wieder und verzog mich. Kian chickte sich von Aussie zu Aussie Augenzwinkern, Mareike hing wie immer bei ihren Akuds rum und ich wanderte von Knauf zu Relax; während das Wetter total verrückt spielte. 10 Minuten strömender Regen, 10 Minuten wolkenloser blauer Himmel... Nachdem es mal wieder kurz trocken war, fand sich auch Lade - mal wieder, nach langer Zeit, ein wenig Lade... Er begleitete mich zu den Zettis, wo ich die Schweizer übersah, dafür aber umso mehr Aufmerksamkeit auf mein Patenneo Mares richtete. Hübscher, netter Junge...

 

Wie auch immer. Das Rennen war abartig, es regnete, es hagelte, es wurde neutralisiert. Ich war die meiste Zeit von einem Dukla-Typen abgelenkt, der uns gegenüber lasziv auf seinem Rad lehnte und sich das Rennen ansah. Nach langem hin und her wagte ich mich da hin und laberte ein wenig mit ihm. Bzw. er mit mir, auf Tschechisch, und ich verstand kein Wort... Aber er hatte echt schöne Augen großes Grinsen . Gegen Ende des Rennens tummelten sich dann auch die Zettis am Ziel herum, und ich flirtete ein wenig mit dem Betreuer mit den lustigen Hosen; schließlich war der kleine Bodnar net da und ich war deprimiert Augenzwinkern. Nach einer kurzen, aber netten Szene bei den Knaufs, auf die ich besser nicht näher eingehe *fiesgrins*, verabschiedete ich mich schnell noch mit Gummibärchen von den Zettis und beendete den Tag mit Mareike bei Akud.



2. Etappe: Erfurt

Keine Woche später, und ich saß mit Kian in Erfurt. Es war kalt, es sah nach Regen aus, und es war noch 2 Stunden Zeit bis zum Start der Hainleite. Eigentlich erinnere ich mich nicht mehr wirklich an den Tag... Auf jeden Fall waren abcpflaster, Gines und Stromboli da. Und ich habe endlich mal Patrick Keller von Sparta Prag angelabert. Netter Junge. Tomas Benda übrigens auch. Also, ob er nett ist, weiß ich nicht, aber er ist hübsch... Und ich stelle fest, ich werde langsam alt: die Hasis sind alle jünger als ich! Nun ja. Dann das übliche Alain-van-Katwijk-Bechicke, das er mittlerweile mehr als gewohnt ist und mit einem souveränen Dauergrinsen beantwortet...

 

Als ich mal wieder von Ulle überfahren wurde, was die Ankunft von Timo bedeutete, lief ich entgegen der zum Timo-Bus strömenden Menge Richtung Zvvz, und was ich schon ahnte, wurde bestätigt: da stand mein lang vermisster, knubbeliger, knubbelnasiger, magentafarbener Grund (weil natürlich bin ich nur wegen ihm net hinter Ulle hergerannt *fiesgrins*): Tomas Konecny... Gut gelaunt und das Nini begrüßend (was sind denn das für neue Sitten?Augenzwinkern ). Als er sich dann doch in Richtung Timo-Bus aufmachte und natürlich in den Massen von Timo-Fans steckenblieb, blieb ich noch kurz bei den Zettis und laberte mit Jiri, dem Teamchef, über Tomas und dies und jenes...

 

Dann aber rief mich sozusagen meine Pflicht: immerhin war ich nicht zum Spaß hier, sondern weil der Bodnar am Start war. Also ab zu den Intels, die grimmig herumlungerten (Jungs, bissl Freude am Leben!). Also erstmal mit Dennis labern, und dann noch ein bisschen mit Bartosz (das übliche Verteilen von peinlichen Fotos usw... Augenzwinkern ). Der Bodnar hatte anscheinend Angst vor mir und versteckte sich im Teambus. Hach ja, von der Frisur lasst mich schweigen...

 

Okay, kurze Zusammenfassung vom Rennen: Kian und ich erklommen den Berg, bemalten die Straße (die das Rennen im TV gesehen haben, werden ahnen, welche Schriftzüge von mir waren... *lala*) und guckten uns dann noch ein bisschen den Sprintercup an. Bahnradsport auf der Straße. Nette Idee. Und die einzigartige Gelegenheit, Matthias John, den Held unserer Vorjahres-Bahn-DM, mal wieder zu bewundern. Dann wieder auf den Berg, ein wenig dem Rennen folgen und versuchen, Fotos zu machen, was sich angesichts der Zuschauermassen als schwierig erwies. Außerdem wurde das Feld vor dem Berg aus dem Rennen genommen, sodass die Auswahl an Fahrern doch arg beschränkt blieb. Und meine armen Zvvz-Herzchen unbeachtet. Dabei wäre ich soo gern dabeigewesen, wenn Kamil beim Anblick seines Namens auf der Straße vom Rad kippt... Nun ja.





Ich war's nicht...*blink*


Also wieder runter vom Berg und auf die frisch geduschten Hasis warten. Noch einen kleinen Plausch hier und da. Am rührendsten war für mich David Kupka, einer der Zettis, den ich nun auch schon seit 2 Jahren kenne. Als ich ihn fotografieren will, meint er auf englisch (warum hat er mir nie verraten, dass er englisch kann?): nee, lass mal, das sieht nich aus, wenn ich hier wie soon Mechaniker rumrenne... Anschließend meint er noch „Pavel is aber nicht da, der fährt Regio-Tour... Hast du trotzdem Gummibärchen mit?“. Hatte ich leider nicht... Süß fand ich es trotzdem. Auch meine beiden frisch geduschten Patenneos Kamil und Josef  wurden fotografiert und ein wenig erzogen (wie kann man so süß sein und dabei so schüchtern?). Und schließlich kam es noch zu jener Szene, über die ich mich bis heute ärgere, weil ich sie so schön für eine Liebeserklärung hätte nutzen können: Der Bodnar kommt vom Duschen. Ich stehe mit Kian herum. Kameras schussbereit. Er sieht uns, zupft sich in den Haaren, grinst schüchtern, lacht mich an und murmelt etwas a la „warum machst du immer Fotos von mir?“. Und anstatt ihm zu erklären, dass ich es nur deshalb tue, weil er der süßeste Mensch ist, den ich kenne, und weil er wunderschöne Augen hat, und weil ich ihn unendlich liebe usw., stammle ich nur irgendwas von wegen „because you are sweet“ und die Chance ist vertan. Und wenn ich damals schon gewusst hätte, dass er die Hessenrundfahrt nicht fährt, hätte ich mich eventuell auch gebührend verabschiedet...



3. Etappe: Altenburg-Plauen-Pegnitz

Nun aber kam der Sonntag, und mit ihm zwei Chicks aus dem wild wild west in den quiet quiet east; was nicht ohne Ossiswitze und 1,50-Euro-Döner funktionieren kann. Als Momo, Ninchen und ich am Montag Morgen gen Altenburg und damit zur ersten Etappe der Deutschland-Tour aufbrachen, versprach der Himmel über Leipzig nichts Gutes. Aber es sollte vorerst noch trocken bleiben, und eigentlich war es ganz nett.

 

Naja, eben ein Protour-Rennen, nicht zu vergleichen mit Klappstuhl-Rennen, bei denen die Fahrer schon eine Stunde vorher herumlungern und jemanden zum Quatschen suchen. Für ein paar Fotos hier und da hat’s dennoch gereicht, und Momo ging es zwischen Liberty, IBB und Euskaltel sowieso gut. Ich freundete mich „im Vorbeifahren“ mit Rene Andrle an (manchmal reicht es, 5 Worte Tschechisch zu können...) und tummelte mich ein wenig bei Credit, die ihre sämtlichen Neos mitgeschleppt hatten.

 

Kilian Patour, den ich bei der Sachsentour kennen gelernt hatte, lehnte am Discovery-Bus und freute sich wahnsinnig, mich zu sehen. So verging der Morgen eher unspektakulär, und der Zielort Plauen erwartete uns mit Regen. Außerdem fanden wir das Ziel nicht, fuhren kreuz und quer durch die Stadt, bis wir endlich zumindest den Teamparkplatz fanden. Dann klopfte es an unsere Scheibe: Vor uns stand ein netter, junger, gutaussehender Herr auf einem Roller (oder wie auch immer man diese Teile heutzutage nennt), war etwas außer Atem und meinte „Sucht ihr den Presseparkplatz? Ich fahre euch schon eine ganze Weile hinterher...“.  Nachdem er uns den Weg gewiesen hatte, und wir einen Lachkrampf nach dem anderen hatten bei der Vorstellung, wie er uns durch halb Plauen auf seinem Tretroller-Teil gefolgt war, stellten wir uns an die Strecke.

 

Es regnete. Nach der ersten Zieldurchfahrt gingen Ninchen und Momo zur Siegerehrung und ich wanderte in Richtung der Teambusse, um mir ein paar durchnässte, dreckige Hasis anzugucken und zu bemitleiden. Die waren auch alle ziemlich fertig und bekamen nichts mehr von ihrer Umgebung mit, bis auf meinen neuen Freund Rene Andrle, der gutgelaunt an mir vorbeikam, mich sah, anhielt, um zu grüßen und sich grinsend verabschiedete. Mein Held...

 

Nach einer zu kurzen Nacht machten wir einen Abstecher ins bayrische Ausland zum Start der zweiten Etappe. Das Wetter war gut, und ich war irgendwie hauptsächlich damit beschäftigt, einen Hobbyfahrer, der sich die Saunier-Räder ansah, zu bewundern. Der war nämlich sehr knubbelig, und ich hätte ihn am liebsten mit nach Hause genommen, aber Ninchen meinte, der wäre noch keine 18 und das wäre Verführung Minderjähriger. Also ließ ich ihn schweren Herzens zurück und schlenderte zum Tour Village, wo sich gutgelaunte, labernde Radprofis tummelten. Am entzückendsten fand ich den Kasachentisch mit Wino, Kaszeczkin und Iglinsky plus einige andere nette Slaven.





Der Kasachen-Tisch

Bald wurde es hier jedoch zu eng und wir flohen zum Start und fotografierten die sich aufstellenden Hasis. Die Straße war sehr eng und links und rechts mit hohen Absperrungen versehen, und zu spät stellten wir fest, dass wir hier nicht wieder herauskommen würden. Vor uns irgendwelche Spanier, neben uns Roger Hammond, hinter uns Rasmussen und Rebellin. Wir waren gefangen. Wir verbreiteten ein wenig Panik, was uns wenig nützte, außer dass Kneesi sich einen abgrinste... Also drückten wir uns während des Starts an die Absperrungen, um nicht von Ulle überfahren zu werden. So weit, so gut. Doch dann folgten die Teamwagen. So breit wie die Straße. Kein Platz für uns. Aber mit Bauch einziehen überlebten wir auch das, und selbst der Krankenwagen kam noch an uns vorbei. Also dahinter allerdings noch ein Laster kam, packte mich Todesangst und ich rannte um mein Leben bis zum Tour Village. Als ich mich dort umdrehte, gewahrte ich, dass Ninchen mir nicht gefolgt war, und ich erwartete schon, sie plattgedrückt an der Absperrung auflesen zu können, als sie mir lebend, aber bleich entgegenkam...

 

So überlebten wir die Deutschlandtour, und ich widmete mich der Hochzeit meines Bruders und damit einigen völlig radsportlosen Tagen. Doch es währte nicht lange...



4. Etappe: Leipzig – Hohenstein-Ernstthal

Während die D-Tour irgendwo im Westen herumgurkte, blieb ich im schönen Leipzig, denn hier standen die Sixdays an. Keiner wusste es, keiner kam hin, das Wetter war schlecht, trotzdem hat es Spaß gemacht. Auch wenn es im Endeffekt für mich nur 3 Tage waren, weil ich zweimal zu verpeilt war und es einmal wegen des Regens entfiel.

 

Nichtsdestotrotz hatte ich irgendwann genug von der Bahn und fuhr am Sonntag auf den Sachsenring. Nach Hause. Denn hier, wo ich 9 Jahre zur Schule gegangen war, fand am Sonntag, dem 28. August, ein wunderschönes kleines Rennen statt, bei dem zwar nur 40 Mann starteten, das aber dennoch alles für ein Chick zu bieten hatte. Zum Beispiel Hoffi, Paddi und Kelli (Patrick Keller). Und es war schon ein Erlebnis, mal auf dem Sachsenring Fotos machen zu können. Außerdem fuhren die Jungs noch 16 Runden durch die Stadt und den Badberg, der im Vorjahr noch der Deutschland-Tour zur Bergwertung gedient hatte und noch schwach die Spuren von „LinaM“-und „c4f“-Schriftzügen aufwies. Zu denen gesellten sich noch einige Hoffis, Paddis und Co.




keep on biking im Erzgebirgsvorland



Nach dem Rennen gings zurück nach Leipzig, und ich hatte noch genau einen Tag Zeit, um mich zu erholen und mich auf die Hessenrundfahrt vorzubereiten. Aber das gehört hier nicht her...


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