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Vom pummeligen Harzer Roller zum drahtigen Bergziegenkäse

von Harzer Radfahrer, Dezember 2008



Teil 1: Winterpokal - same procedure as every year...



Kampf den Kilos...

Die ersten drei Wochen Winterpokal (oder auch WP, siehe C4F-Forum) sind jetzt fast vorbei. Die Bilanz ist nicht völlig daneben aber auch nicht wirklich gut: Ich habe die wenigsten Punkte in unserem Team geholt. Mein Team heißt C4F-Abspecker. Das Team heißt nicht umsonst so! Hier tummeln sich die mehr oder weniger schweren Jungs und Mädels der C4F-Selberfahrern in einer Art Selbsthilfegruppe, deren Ziel es ist, in den Wintermonaten entgegen dem landläufigen Trend Kilos zu verlieren. Quasi den Winterspeck gar nicht erst aufkommen zu lassen und im bereits im März eine strandfähige Figur präsentieren zu können.

 





Und somit habe ich elegant die Brücke geschlagen zum eigentlichen Thema dieser Radlerprosa: Ich wiege zuviel und will dies ändern! Vielmehr, ich muß! Überstunden im Büro, Grillabende und Feierabend-Bierchen mit Kolleginnen und Kollegen haben dieses Jahr in einem schleichenden Prozess die Überstunden im Fitness-Studio, Nudelpartys vor Wettkämpfen und Feierabend-Radtouren mit sportlichen Gleichgesinnten abgelöst. Alles soweit nicht schlecht aber leider ging dies nicht wirklich spurlos an mir vorüber. Waren es vor zwei Jahren noch schlanke 70 kg, zeigte die Waage zu Beginn des Winterpokals erschreckende und noch nie da gewesene 80 kg an… Sicher noch kein Gewicht, mit dem man bei Vera am Mittag oder Britt zum Thema „Hilfe – XXXL passt mir nicht mehr!“ auftreten könnte aber bei 1,74 m dann doch etwas zuviel.

 



Die Ziele...

In jedem Fall zuviel, wenn man im Jahr 2008 das ein oder andere sportliche Highlight plant: Im Juli soll es nach 2004 und 2006 für rund 9 Tage ein drittes Mal mit dem Rad in die Alpen gehen. Die Anstiege und Touren sind bereits fest im Blick: Col de la Bonnette, Col de Parpaillon, Col d´Agnel, Col d´Izoard, Col de l`Iseran und die „Col d´Allos-Col de Champs-Col de la Cayolle - Runde“ sollen es diesmal sein.

Auch die 40:00 min. über 10 km (laufen, nicht radfahren) sind nicht völlig außer Sichtweite…

Das sportliche Ziel ist also gesteckt., die Motivation für die zahlreichen WP-Stunden somit vorhanden…

 



Die 1. Woche (5.11.-11.11.)

Ein solider Start mit insgesamt 22 Punkten (Montag, Donnerstag, Sonntag). Allesamt auf dem Ergometer im Fitnessstudio erstrampelt. Rad unter freiem Himmel oder auch Rolle hat sicher mehr Stil, kommt aber für mich nicht in Frage. Ersteres weil zu dunkel nach Feierabend, letzteres weil nicht vorhanden. Ganz ohne Feierabendbierchen gings dann aber doch nicht. Kalter Entzug tut weh. „Melde Dich doch auch im Fitnessstudio an“ sagte ich zu meiner Kollegin. Sie überlegt es sich.

WP-Punkte: 22



Die 2. Woche (12.11.-18.11.)

Ein anstrengendes Wochenende liegt hinter mir. Drei Freunde nebst besserer Hälften und insgesamt 3 Babys waren zu Besuch. Die Freßorgie begann mit Butterkuchen, ging fast nahtlos über in mehrere Packungen Ferrero Küsschen (gibt man ja guten Freunden…), mündete dann gen Abend in einem ausgiebigen Raclette sowie Fleischfondue, um dann anschließend mit diversen Schokoladentafeln zu enden. Den ein oder anderen Whiskey und andere „Scheidebecher“ lasse ich hier mal unerwähnt, genauso wie der liebliche Umstand, dass 3 Babys zusammen auf einem Haufen einen interessanten Lärmpegel verursachen können.

Natürlich stand fest: Montag Abend Fitnessstudio! Ergometer! 150 Minuten und 10 Punkte! Mindestens!

Das Unheil begann dann vormittags im Büro mit einem Pflaumenkuchen. Mittags noch ein leichtes Unwohlsein, nachmittags kotzübel, abends dann Dauersitzung auf dem Klo. Eine der fiesesten Magenverstimmungen meines Lebens. An WP war nicht zu denken. Erst am Freitag war ich wieder so weit hergestellt, um die ersten Punkte einzufahren. In einem Kraftakt am Wochenende wurden es dann immerhin noch 21 Punkte. Erfreulich: Ich hatte rund 4 kg abgenommen… Den Bakterien - oder was auch immer - sei Dank!

WP-Punkte: 21



Die 3. Woche (19.11.-25.11.)



gesund-gesünder-Guinness!

Nach einem wohlverdienten Ruhetag am Montag erinnerte ich mich an meine läuferischen Ziele und wagte nach viel zu langer Pause eine 12 km Runde. Den Puls stets im niedrigen Bereich haltend lief es sich überraschend gut und so endete nach 74 min. und 3 Punkten der erste WP-Lauf.

Erfreulich: Meine Kollegin hat sich inzwischen auch im Fitnessstudio angemeldet. Auch bei ihr, so sagt sie, sitzen die Hosen deutlich enger. „Quatsch“ sage ich, „Stimmt“, denke ich… Auf jeden Fall wird das Feierabendbierchen jetzt um 3 Stunden zeitlich nach hinten verlagert. Erst schwitzen, dann trinken! Gesagt getan. Im Stamm-Bistro gibt es ab sofort Guinness! Sehr lecker. Der absolute Hit: Laut Werbebanner hat Guiness pro 100 ml nur 43 Kalorien und somit weniger als die gleiche Menge fettarme Milch oder Orangensaft. Das bringt völlig neue Perspektiven in der Frühstücksplanung! Außerdem, so weiß meine Kollegin zu berichten, enthält Guinness viel Eisen. Glückselig, so ein gesundes Getränk vor mir zu haben, bestellte ich noch ein zweites.

Unterm Strich die beste WP-Woche mit bisher 22 Punkten, gut verteilt auf alle Kategorien (Rad, Laufen, Alternativ). Die -4 kg konnten auch gehalten werden. Und der Sonntag mit der ersten Outdoor-Fahrt seit Ewigkeiten steht erst noch an. Licht am Horizont...


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