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Vom pummeligen Harzer Roller zum drahtigen Bergziegenkäse

von Harzer Radfahrer, Januar 2008



Teil 2: Licht und Schatten...



noch 3. Woche (19.11.-25.11.) Erste Outdoor-Fahrt seit Ewigkeiten...

"Unterm Strich die beste WP-Woche mit bisher 22 Punkten, gut verteilt auf alle Kategorien (Rad, Laufen, Alternativ). Die -4 kg konnten auch gehalten werden. Und der Sonntag mit der ersten Outdoor-Fahrt seit Ewigkeiten steht erst noch an. Licht am Horizont..."

So die Schlußzeilen meines ersten Berichtes... Und tatsächlich sollte es mir gelingen, am Schlusstag der 3. WP-Woche nochmal richtig was zu reißen... Die letzte längere Tour unter freiem Himmel lag schon wieder einige Wochen zurück. Zuletzt war ich am Tag der Einheit im Harz unterwegs, seitdem nur die täglichen zwei (!) km bis ins Büro und wieder zurück. Selbst den Spruch "Kleinvieh macht auch Mist" will ich hier nicht gelten lassen...

Allerdings war durch die ersten drei Wochen WP und den ersten erfolgreich abgespeckten Kilos ein gewisses Grundniveau da. Verhalten optimistisch ging ich auf meinen vorher am Radroutenplaner gewissenhaft ausgearbeiteten 84-Kilometer-Parcours!

Dick eingepackt mit Beinlingen, C4F-Wintertrikot und Mütze (ohne Helm) fuhr ich los. Die Sonne schien. Nach rund zehn km ein fieser Regenschauer, was sich bis zum Ende der Tour fortsetzen sollte - Sonne, Regen, Sonne,... Dann der einzige, aber knackige Anstieg während der Tour. Die Beine waren relativ gut, was die Laune trotz des wechselhaften Wetters steigen ließ. Was drei Wochen Training schon bewirken können... Ich rollte so dahin mit ordentlich Druck auf der Pedale, bis fünf Kilometer vor Erreichen meiner Wohnung, natürlich auf freier Strecke, ein Hagelschauer runterging. "Was macht man nicht alles für den WP"... 14 Punkte und ein wärmendes Wannenbad standen am Ende zu Buche! Ich war zufrieden!

WP-Punkte: 36



Die 4. Woche (26.11.-02.12.)




Das vorläufige Ende aller Abspecker-Träume?

Mein Posting im Abspecker-Thead vom 27.11.2007 (22.15 Uhr): "Morgen fängt hier in Hameln der Weihnachtsmarkt an... Eine harte Zeit beginnt... Aber ich werde stark sein! Hoffe ich..."

Für uns Abspecker sollte nun also der Monat der Wahrheit beginnen. Glühwein, Schmalzkuchen, Schinkenwurst und Lebkuchen sind ab jetzt größere Hürden als jede 15%-Rampe! Und deutlich verführerischer...

 

Nach dem Ruhetag am Montag wurden Dienstag und Mittwoch im Fitnessstudio also wieder fleißig Punkte gesammelt. Keine besonderen Vorkommnisse, außer, dass ich eine weitere Kollegin als Mitglied geworben habe. Sie hat's nicht nötig, eine Topfigur! Aber man kann nie früh genug anfangen. Kampf den Pfunden, bevor sie überhaupt da sind.

Die Woche trudelt dann zumindest punktemäßig etwas unbefriedigend aus: Donnerstag Teambesprechung im Büro, Freitag Essen gehen mit Topfigur-Kollegin, Samstag 8-km-Laufrunde und Sonntag Büro / Faulenzen... Aber jeder gute Trainingsplan besagt, dass nach drei Wochen eine lockere Woche eingeschoben werden muss. Mein Gewissen war beruhigt!

WP-Punkte: 14



Die 5. Woche (03.-09.12.)



Blasphemie in der Adventszeit? Meine neue Bibel - zumindest für neue Trainingslehren...

Am faulen Sonntag fand ich beim Ordnen meiner Unterlagen einen längst vergessenen Buchgutschein, den ich zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte. "Was kaufen?" war die Frage. Ich hatte noch den ein oder anderen ungelesenen Schinken im Regal stehen, hier bestand also kein echter Bedarf. Dann der goldene Einfall. Ich erinnerte mich an Blahos schöne Buchbesprechung zu Joe Friels "Trainingsbibel für Radsportler". So ein bißchen System im Training kann nicht schaden, dachte ich mir. Speziell bei einem Radurlaub in den Alpen. Und auch beim 'Henninger' will ich besser aussehen als im Vorjahr (nicht nur bezüglich der Hose)...

 

Die Woche begann mit 90 Minuten Ergometer-Strampeln. Eigentlich eintönig aber ich vertrieb mir die Zeit mit einem guten Buch. Das "Fernsehprogramm" im Fitnessstudio war ätzend und nicht zu ertragen: Ausschließlich ein (!) Musiksender! Diesmal ein Spice Girls Special... Aber für unter 20 EUR Monatsbeitrag will ich nicht meckern. Abends beim Eintragen der WP-Einheit merkte ich, dass ich nur noch knapp unter den 100 Punkten hing... Glgnfz feuerte mich im Forum an, diese magische Grenze zu durchbrechen. Aber ausgerechnet in dieser Woche waren wieder Überstunden im Büro angesagt. Scheiß-Dezember, immer wieder der gleiche Stress! Es blieb nur eine Alternative: Der morgendliche Nüchternlauf! Ich stellte den Wecker auf eine unchristliche Zeit und lief 40 Minuten durchs dunkle Hameln! Geschafft: 101 Punkte! Damit waren alle Abspecker dreistellig...

Nach einer recht harten Arbeitswoche langte es am Freitag dann nur noch zu drei mickrigen Pünktchen. Keine Lust auf Ergometer, stattdessen bißchen Krafttraining und lockeres Auslaufen auf dem Laufband. Immerhin spürte ich inzwischen so etwas wie Bauchmuskeln - einerseits schlug das Training an, andererseits schmolz die Speckschicht mehr und mehr...

WP-Punkte: 21



Die 6. Woche (10.-16.12.)



Der Glühwein - stärker als jedes MTB-Profil...

Lange habe ich mich gewehrt, aber am Wochenende waren die bösen Kräfte stärker... Männer-Wochenende in Oberursel ohne Frauen und Kinder und abends war Weihnachtsmarkt in Frankfurt angesagt. Eine Konstellation, die nichts gutes verheißen sollte, zumindest nicht abspecktechnisch... Ich entdeckte meine Liebe zu heißem Apfelwein mit Calvados. Muss ich bei dem klassischen Äppelwoi ob der Säure eher angewidert das Gesicht verziehen, rief mein Gaumen beim Genuß dieser heißen südhessischen Köstlichkeit gerade zu "Mehr davon!!"... Und es wurde mehr...

 

Nach diesem harten Wochenende war Montag aus taktischen Gründen erstmal Ruhe angesagt. Umso sportlicher dann die Folgetage. Dienstag zwei Stunden radeln und Hanteln stemmen im Studio, Mittwoch eine 12-km-Laufrunde... Nach zwei Tagen Pause dann am Samstag wieder Fitness.

Der Sonntag stand dann komplett im Zeichen des Sports. Am Vormittag führte mich mein Weg erstmals seit einer halben Ewigkeit wieder ins Schwimmbad. Meine Kollegin ließ sich ebenfalls begeistern und so schwammen wir immerhin 1000 Meter. Nach einer kurzen Mittagspause fuhren wir gleich weiter ins Fitness-Studio. Ergometer war angesagt! Punkte sammeln... Aber so richtig rund lief es nicht, die Schwimmeinheit machte sich nach einer Stunde deutlich bemerkbar. So ließ ich den sportlichen Tag mit etwas Krafttraining auspendeln. Fatal dann die letzte Übung: Eine gefährlich aussehende Maschine, mit der man die Bauchmuskeln stählen kann. Vielleicht waren es ein paar Kilo zuviel, vielleicht auch einfach Überbeanspruchung - in jedem Fall spürte ich plötzlich einen unschönen Stich in der Bauchmuskulatur. O.K., ich wollte eh bald nach Hause, ging daher sofort duschen und dachte noch nichts böses... Leider sollte mich diese Zerrung (oder was auch immer es war) die nächsten Tage noch ziemlich ärgern...

WP-Punkte: 21



Die 7. Woche (17.-23.12.)

Montag. Ich wachte auf und spürte Schmerzen im Brust- und Bauchbereich... Verdammt, ich hatte mir am Vortag wohl doch etwas zu viel zugemutet. Erst das ungewohnte Schwimmen, dann noch das Oberkörper-Krafttraining. Eine Drei-Stunden-Einheit auf dem Rad wäre im nachhinein effektiver gewesen. Hätte das Joe Friel gesehen, er hätte mir zurecht die Gelbe Karte gezeigt!

 

Tagsüber im Büro wurden die Schmerzen weniger, aber besser nichts riskieren - einen Ruhetag einlegen kann nicht schaden, hier hatte ich inzwischen Routine!

Dienstag spürte ich zwar noch etwas aber für das Ergometer brauche ich schließlich keine Bauchmuskeln. Falsch gedacht! Nach 40 Minuten brach ich die Einheit ab, merkwürdige stechende Schmerzen meldeten sich wieder. Ich wechselte von einem Cardiogerät auf das nächste: das Laufband! Aber auch hier mußte ich nach 30 Minuten passen. So langsam machte ich mir Sorgen, ob die Ursachen nicht woanders lagen...

 

Nach dem erneuten Ruhetag am Mittwoch (ich muß nicht erwähnen, dass die Mittagspausen schon längst auf den Weihnachtsmarkt verlagert wurden) stand am Donnerstag Abend alternativer Sport der besonderen Art an. Die alljährliche Weihnachtsfeier! Wir hatten uns dieses Jahr für ein Bowlingcenter mit angeschlossener Gastronomie entschieden. Zwei Punkte für den WP waren also sicher... Mein Brust- / Bauch-Bereich machte zum Glück auch keine Probleme mehr und so wurden es sehr lustige zwei Stunden... Mit dem entsprechenden Zielwasser stieg auch irgendwann die Trefferquote. Zwei Strikes hintereinander - fast ein Gefühl wie den Ruppertshainer in der 'Henninger'-Spitzengruppe hochzufliegen!

Am nächsten Tag ging es nach Feierabend noch schnell auf die 8-km-Laufrunde, bevor ich wieder Besuch empfangen durfte (Feuerzangenbowle).

 

Samstag leider keine Punkte, da die Heimfahrt zu den Eltern anstand, außerdem spürte ich ein leichtes Kratzen im Hals, was sich Sonntag noch verstärkte. Jetzt bloß keine Erkältung, Weihnachten über waren ordentlich Laufpunkte eingeplant!

WP-Punkte: 7

 

Wie das Weinachtsfest und die Folgetage tatsächlich aussahen, welche Planungen und Vorsätze für 2008 gesetzt wurden, folgt schon bald in Teil 3...

 




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