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L'Etape du Tour 2008 von Checker, Andi & Co.



12. Tag, 09.07.2008: Transfer Zentralmassiv

Nach der gestrigen Gewalttour auf zwei Rädern stand am heutigen Tag zunächst eine Gewalttour mit dem Wohnmobil an. Von der südwestfranzösischen Atlantikküste ins Zentralmassiv ist es schließlich kein Katzensprung, und wir machten uns schon ein wenig Sorgen, da die Mitte Frankreichs verkehrstechnisch nicht allzu gut erschlossen schien. Umso überraschender war es, ab Périgueux eine funkelnagelneue Autobahn vorzufinden – welche noch nicht einmal unserem GPS-Gerät bekannt war – die uns ziemlich flott in östliche Richtung brachte. Großeinkauf in Bort-les-Orgues (kleiner „Simpsons“-Insider: es gab keine Bort-Namensschilder ) und sehr schmalen Straßen auf den letzten Kilometern sei Dank, dauerte unsere Autofahrt trotzdem wieder bis in die Abendstunden hinein. In St-Donat erklärten wir die Reise für beendet, hier gab es einen ganz passablen Campingplatz (und mit fast 1000 m ü.N.N. der höchstgelegene des Urlaubs) – und die Entfernung nach Super-Besse war nicht groß. Morgen gibt es da so ein Radrennen, da könnte man ja mal vorbeischauen…

 

Es war kurz vor 19 Uhr – kein Grund, nicht noch eine kleine Feierabendrunde auf dem Rad dranzuhängen. Das Wetter war ideal – die Abendsonne schien vom wolkenlosen Himmel herab und spendete noch genügend Wärme. Die ganze Umgebung war in wunderbar warmes Licht getaucht, nur wenige Kilometer entfernt erhob sich der Puy de Sancy – wieder ein traumhaftes Fleckchen Erde, das wir hier erwischt haben! Innerhalb kürzester wurde auf der Landkarte eine kleine Runde auserwählt – es sollte „von hinten ran“, also aus Richtung Westen, nach Super-Besse gehen, um dort schon mal ein wenig die Lage zu peilen. Wird wahrscheinlich auch ein bisschen hügelig werden, dort direkt im Puy de Sancy-Massiv.

 





Col de la Geneste

Die Fahrt führte durch wunderbar idyllisches Gebiet – ich weiß, das habe ich schon oft geschrieben , aber es ist einfach so. Die Gegend ist sehr dünn besiedelt, wir sind hier praktisch unter uns. An kleinen Anstiegen spüre ich noch das Laktat von gestern. In unserer Gruppe gibt es ein paar kleine Auseinandersetzungen z. B. wegen fehlender Pinkelpausen – geschenkt. Unsere Strecke führt nun von Picherande aus hinauf auf den Col de la Geneste – ein idealer Anstieg zum Auflockern der Beine. Hier oben sind wir immerhin auf fast 1400 m Höhe und genießen die phantastische Aussicht auf die sanften Hügel des Zentralmassivs. Danach teilen wir uns: Andi, Corny und Konrad fahren auf der gleichen Strecke zurück zum Campingplatz, um den Besitzer noch zu erreichen (dessen Büro genau 2 Stunden pro Tag besetzt ist, u. a. 20:30 – 21:00 Uhr ). Ich will mit den beiden Bastis noch nach Super-Besse weiterfahren und dann in einer Schleife nach St-Donat zurückkehren. Gesagt, getan. Im Zielort der morgigen TdF-Etappe sind die Aufbauarbeiten bereits im Gange, eine Vielzahl an Wohnmobilen steht ebenfalls schon da. Noch ist aber alles recht ruhig, und wir fahren die letzten zwei Kilometer des Schlussanstiegs hinunter. ‚Ja, hier ist es doch ziemlich steil! Das könnte morgen ganz interessant werden.’

Am Kreisverkehr verlassen wir die TdF-Strecke, biegen nach rechts ab und nehmen die Rückfahrt in Angriff. Mit Rückenwind rollt es phantastisch, auf der leicht abschüssigen Strecke nehmen wir mächtig Tempo auf. Vor Picherande überrascht uns noch ein zwei Kilometer langer Anstieg – einer von denen, die kein Ende nehmen, weil man davon ausgeht, dass es sowieso nur ein kurzer Stich ist . Danach geht es auf bereits bekannter Strecke zurück nach St-Donat. Gegen 21 Uhr sind wir zurück, die Sonne geht gerade unter. Morgen ist großer Tour de France-Tag, und natürlich wollen wir selbst noch ein wenig durch diese wundervolle Gegend radeln. Wir sind jedenfalls großer Erwartung!

 


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