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Dolomiten 2010

mit Checker, Andi, Geralf, Basti & Vera



2. Tag, 22.08.2010:

Sie eignet sich gut als nicht zu schwere Eingewöhnung auf die noch folgenden, harten Anstiege - das ist dann auch schon der einzige Grund, an einem Sonntag im August bei schönem Wetter die Sella-Runde per Rad zu absolvieren. So gestaltete sich dann auch die Anfahrt nach Canazei als Spießrutenlauf an angestauten Autos vorbei. Mit ordentlich Abgasen in den Lungen ging es anschließend hinauf zum Passo Sella, der mir im Vergleich zum Fassatal beinahe autofrei vorkam. Ganz so einfach wie gedacht fiel mir der Anstieg gar nicht, da vor allem die langen und recht steilen Geraden im zweiten Teil schon ganz gut in die Beine gingen. An der natürlich völlig überfüllten Passhöhe bin ich gleich wieder umgekehrt, um in der letzten Kehre bei schöner Aussicht auf den Rest der Gruppe - Vera und ihren Geleitschutz smile - zu warten.

 







 

In natürlicher Straßenführungsweise folgte als nächstes der kurze Anstieg zum Grödnerjoch. Basti und Vera entschieden sich zum Umkehren, da Vera nach Bewältigung des ersten Alpenpasses ihres Lebens nicht übertreiben wollte. Übrig blieben Andi, Geralf und ich. Nach einem kurzen Imbiss auf dem Grödnerjoch stürzten wir uns in die schöne Abfahrt nach Corvara, wo sich die Straße postwendend wieder aufwärts in Richtung Passo Campolongo neigte. So langsam schlich sich leichte Müdigkeit in die Knochen, zudem erschwerte die unregelmäßige Steigung auf den ersten Kilometern das Weiterkommen. Dennoch war auch dieser Pass recht schnell erreicht.

 

Ich hoffte, mich bis zum Anstieg zum Passo Pordoi ein wenig zu erholen, jedoch waren Pause und anschließende Abfahrt kurz, und meine Beine blieben schwer. So lag dann auch das Tempo, das Geralf und ich uns gegenseitig aufdiktierten, ein wenig über Wohlfühlniveau - aber klein beigeben darf man natürlich nicht smile . Und das, obwohl der Pordoi mit 33 Kehren auf 9 km und moderater Steigung zu einer Genussfahrt einlädt - naja. So aber quälte ich mich einigermaßen nach oben und hoffte zumindest, dass es Geralf nicht besser ging. Der glückliche Andi fuhr weiter hinten sein eigenes Tempo.

Die schon recht zeitig sichtbare Passhöhe schien lange Zeit einfach nicht näher zu rücken, aber schließlich zahlte sich das sture Kilometer-nach-unten-zählen aus und wir waren oben. Ich war definitiv kaputter, als man nach einer Eingewöhnungstour erwarten würde. Dennoch war der Tag noch nicht ganz vorbei, denn irgend ein Unmensch hatte vorher auf der Karte eine Straße ins Val Duron entdeckt - das galt es natürlich noch zu erkunden. Ich war nicht ganz unglücklich, dass der Asphalt nach kurzer Zeit endete und eine Weiterfahrt wenig sinnvoll erschien. So knatterten wir mit Tempo 50 zurück nach Pozza di Fassa, bevor mich am 80-hm-Schlussanstieg doch noch ein kleiner Krampf ereilte. Immerhin wusste ich, dass die nächsten Tage nicht leicht würden.

 


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