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Platz 9 - Lasse Norman Hansen

Lasse Norman Hansen

Dänemark

11.02.1992

 

Fahrertyp: Zeitfahrer / Klassiker

Wichtigster Erfolg: Olympiasieger Omnium London 2012

Team 2013: Blue Water Cycling (CT)

Stagiaire: -

Team 2013: Team Garmin-Sharp

Beste Mock-Platzierung: Platz 30 (2012)

Web: https://www.facebook.com/lassenorman / https://twitter.com/Lasse_Norman

 

Lasse Norman gehört zu den wenigen Prädikatsportlern, die es mehrmals in die Mock List geschafft haben. Nach seinem Platz 30 im Vorjahr, in dessen Rahmen seine sportliche Entwicklung bis zum Olympiasieg in London von Offi ausgiebig hier gewürdigt wurde, löste der mittlerweile 21-jährige Däne die Eintrittskarte in die diesjährigen Top10. Dass es nicht mehr weiter nach oben gehen kann, verdankt er auch Offis Fehlprognose, noch einige Jahre in der U23 vor sich zu haben. Vielmehr ist dies aber seiner Entscheidung, für die Saison 2014 dem Lockruf des Garmin-Teams in die ProTour zu folgen.

 

Die Einschätzung "Straßenrennen zu schwer, Top10 im Einzelzeitfahren" erwies sich für die WM in Valkenburg dagegen als goldrichtig. Und um Haaresbreite hätte sich der Däne sogar eine Medaille in der U23-Klasse geschnappt, musste sich beim deutlichen Sieg des Russen Vorobyev aber um wenige Sekunden den Australiern Dennis und Howson geschlagen geben. Die ebenfalls starken Landsleute Quaade und Sterobo hatte er zwar im Griff, am Ende dürfte die Enttäuschung über Rang 4, 5 und 7 für Dänemark aber überwogen haben. Ein mehr als akzeptabler Trost für Lasse Norman Hansen waren die anschließenden Ehrungen, bei denen er nicht nur zu Dänemark Radsportler des Jahres, sondern im Januar 2013 auch zu Dänemarks Sportler des Jahres gewählt wurde.

 

Gute Voraussetzungen also, um motiviert in die Saison 2013 zu gehen. Und obwohl sich Hansen, wie der spätere Saisonverlauf zeigen sollte, in diesem Jahr vornehmlich auf die Straße konzentrierte, gab es zunächst bei der Bahn-WM im weißrussischen Minsk wieder zweimal Edelmetall mit Silber im Omnium hinter dem Neuseeländer Gate sowie Bronze in der Mannschaftsverfolgung. Mit Vuelta-Etappensieger in spe Michael Mørkøv sicherte er sich zudem den Sieg im Kopenhagener Sechstagerennen.

 

Auf der Straße nahm Hansen langsam Fahrt über die Boucle de l'Artois (2.2) in Frankreich sowie drei dänische Eintagesrennen auf, um beim prestigeträchtigen dänischen Klassiker GP Herning (leider nur noch 1.2) seinen bis dato größten Erfolg gegen die versammelte dänische Konkurrenz um Mortensen, Guldhammer, Vinther, Reihs, Valgren und Co. einzutüten. Nach mehr oder minder erfolglosen Starts bei den weiteren dänischen UCI-Rennen eine Woche später gelang ihm am Tag der Arbeit mit dem Sieg bei Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt (1.2U) der nächste Coup, diesmal nicht nur gegen den dänischen Nachwuchs um Valgren, Cort und Sterobo, sondern auch gegen internationale Konkurrenz wie Herklotz, Byström oder Werda. Bei der darauf folgenden Tour de Berlin (2.2U) entschied er das Einzelzeitfahren für sich, wurde wegen des auf der ersten Etappe eingefangenen Rückstandes aber nur Gesamt-3. Zum Ende eines starken ersten Halbjahres ließ er sich auch die beiden nationalen Meistertitel der U23 im Einzelzeitfahren und Straßenrennen nicht nehmen, wurde dazu 5. im Zeitfahren der Herren, diesmal allerdings hinter Sterobo und Quaade, die er noch bei der letztjährigen WM hatte hinter sich lassen können. Zudem hatte er großen Anteil am Meistertitel seines Teams Blue Water im Mannschaftszeitfahren gegen das favorisierte Team Cult. Beinahe im Vorübergehen verpasste er bei der Internationalen Thüringen-Rundfahrt der Klasse U23 (2.2U) um drei Sekunden den Gesamtsieg gegen den Niederländer Dylan van Baarle, nachdem er schon 2. im Prolog, 4. im Zeitfahren und zweimal 2. im Spurt des ersten Feldes geworden war.

 

Den Höhepunkt der zweiten Saisonhälfte sollte zweifellos die Post Danmark Rundt (2.HC) darstellen. Mit dem mittellangen Zeitfahren sowie den anspruchsvollen Etappenankünften in Sonderborg, Vejle und Asnaes wurden Hansen reelle Top5-Chancen im Gesamtklassement eingeräumt. Doch nachdem er schon an den Düppler Schanzen auf Etappe 2 wertvolle Zeit liegen lassen musste, machten ihm zwei Stürze in Richtung Vejle endgültig den Garaus und zwangen ihn sogar zu einem vorzeitigen Ausstieg vom dem Zeitfahren. Drei Wochen später stand er wiederhergestellt am Start der Tour de l'Avenir (2.Ncup) und eröffnete die Rundfahrt mit einem zweiten Platz im Prolog, 4 Sekunden hinter Sieger Alexis Gougeard. Es blieb das einzige auffällige Ergebnis von Hansen, der auf den Flachetappen für die endschnellen Haugaard, Kragh und auch Valgren zurücksteckte. Beim abschließenden Skandalrennen des Post Cup eine Woche später in Hammel strich er noch einmal einen Podestplatz hinter Foder und Aistrup ein, um sich schließlich in Vorbereitung auf die WM bei der Chrono Champenois Masculin International (1.2) einen kleinen Dämpfer mit einem deutlichen Rückstand von anderthalb Minuten auf Sieger Flakemore einzufangen. Inwieweit das Ergebnis Aussagekraft für das anstehende Einzelzeitfahren der U23 haben wird, bleibt abzuwarten. Jedenfalls wäre Hansen langsam auch an der Reihe, eine WM-Medaille auf der Straße zu gewinnen.

 

Im kommenden Jahr trifft Hansen bei Garmin übrigens auf sein vermeintliches Alter Ego, von dem er ziemlich schnell ziemlich viel lernen dürfte. Mit Alex Rasmussen, der wie Hansen von der Insel Fünen stammt, wird er ab sofort gemeinsam den Radsportzirkus unsicher machen. Wobei hinzuzufügen ist, dass Rasmussen im Gegensatz zu Hansen, der über Concordia Forsikring und Blue Water zu den Profis kam, seine ersten Schritte bei Odense Energi und Designa Kokken machte und "nur" eine olympische Silbermedaille sein Eigen nennen kann.

 

nominated by Daan Olivier, Silvio Herklotz, Offi, gardener, virtualprofit, ogkempf & Ocaña, presented by virtualprofit



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