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Platz 7 - Damian Howson



Damian Howson
©ogkempf

Damien Howson

Australien

13.08.1992

 

Fahrertyp: Zeitfahrer

Wichtigster Erfolg: 3. U23 Zeitfahr WM

Team/Verein 2013: Unisa - Australia

Stagiaire: Orica GreenEDGE

Team 2014: Orica GreenEDGE

Beste Mock-Platzierung: Neu

Web: www.facebook.com/damien.howson

 

Beim Werdegang der letztjährigen australischen Top(!)talente kann einem fast Angst und Bange werden um Damien Howson. Wes Sulzberger (Mock List Platz 11 im Jahr 2008) geht bei den Profis unter; Bobridge (13. 2009, U23 Zeitfahr Weltmeister ) scheint mentale Probleme zu haben und bekommt kein Bein auf den Boden; Michael Matthews (3. 2010) kommt nach anfänglichen Schwierigkeiten erst in seiner dritten Saison und einem Teamwechsel in Fahrt; Michael Hepburn (20. 2011 und Bronze im ZF bei der WM) ist eine komplette Enttäuschung; Jay McCarthy (10. 2012) kam dieses Jahr in seiner Neo Saison gar nicht zum Zug. Nur Rohan Dennis konnte dieses Jahr direkt überzeugen, was – gemeinsam mit den jetzt besseren Leistungen Matthews – die Bilanz aufbessert.

 

Sportlich ist die Geschichte Howsons recht schnell erzählt. Er war ein Weltklassejunior, der zweitbeste Australier hinter Jay McCarthy und wohl einer der besten fünf der Welt. Seine Stärken schienen vor allem bergauf zu liegen. In der U23 änderte diese Stärke sich radikal. Howson wurde zum mehr oder weniger reinen Zeitfahrer. Dies bewies er bereits im ersten Jahr als Neunter von sowohl dem Memorial Davide Fardelli (1.2), dem Chrono Champenois (1.2) und der U23 Zeitfahr WM in Kopenhagen.

 

Ein Jahr später wurde die Neun in den meisten Fällen ein wenig nach oben korrigiert, so wurde Damo Dritter im Zeitfahren der New Zealand Cycle Classic (2.2), Vierter im Zeitfahren der Olympia’s Tour (2.2), Zweiter im Prolog der Thüringen – Rundfahrt (2.2U), dem Zeitfahren der Tour d’Alsace (2.2) und im Anlauf auf die WM dem Memorial Fardelli (1.2), das noch gefolgt wurde vom vierten Platz beim Chrono Champenois (1.2). Dies alles kulminierte in der Bronzemedaille bei der U23 Zeitfahr WM in Valkenburg.

 

Noch einmal steigern will er vor allem das WM Resultat. Dieses Jahr allerdings konnte Howson erstmals auch abseits der geliebten Zeitfahren punkten. Innerhalb von sieben Tagen erreichte der Australier Anfang April drei Mal die Top 10 bei italienischen 1.2U Rennen. Bei der Trofeo Alcide Degasperi (1.2) feierte er – ironischerweise nicht in einem Zeitfahren – dann seinen ersten Profisieg, in dem er zwei Sekunden vor dem sprintenden Feld in Ziel rettete.

Aber auch dieses Jahr dominierten natürlich die Zeitfahrresultate. Der 21 Jährige wurde zwei Mal Zweiter, in sowohl dem Prolog als auch dem längeren Zeitfahren, bei der Olympia’s Tour (2.2). Den Prolog der Thüringen – Rundfahrt (2.2U) entschied er für sich, beim langen Zeitfahren wurde er von Campbell Flakemore geschlagen. Jener Flakemore hatte Howson bereits im langen Zeitfahren der Olympia`s Tour besiegt. Und nach dem Damien die Berge der Thüringen - Rundfahrt gut überstanden hatte und Dritter in der Gesamtwertung wurde, schlug Flakemore ihn ein weiteres Mal, dieses Mal bei der Chrono Champenois. Beim Prolog der Tour de l’Avenir schlug Howson sich selbst, in dem er eine Kurve zu schnell nahm und stürzte.

 

So scheint der Australier, der derzeit der konstanteste Zeitfahrer der U23 Szene ist, auf dem Weg zum WM Titel einen Konkurrenten zu haben, mit dem vor der Saison niemand gerechnet hat. In Valkenburg waren Vorobev und Dennis zu schnell. Beide wechselten zu den Profis. Hansen, Zmorka und Sütterlin hätten prinzipiell die Hauptkonkurrenten um Gold sein sollen. Jetzt kommen in einem relativ offenen Rennen eben jener Flakemore, Gougeard und wohl auch Stefan Küng hinzu. Alles andere als zwei Medaillen für Australien wäre aber eine Überraschung.

Im Straßenrennen wird Howson wohl keine Chance haben, obwohl er sich dieses Jahr auch abseits des Zeitfahrrads prima „zurück“ entwickelt hat.

 

Orica hat sich die Dienste des australischen U23 Zeitfahr Meisters nicht nur für die Stagiaireperiode gesichert, er wird auch nächstes Jahr als vollwertiger Profi für das Team aus Down Under fahren. Dort wird er auf fast alle oben genannten Australier treffen. Im Gegensatz zu einigen der Problemfälle scheint Damien Howson psychisch ziemlich seine Mitte gefunden zu haben. Ein kompletter Einbruch eines derartigen Spezialisten ist bei den Profis kaum zu erwarten – und so darf man sich auch nächstes Jahr sicher auf das eine oder andere schöne Ergebnis des Adelaiders freuen.

 

nominated by Daan Olivier, Silvio Herklotz, Offi, gardener, wagenge, virtualprofit, ogkempf & Ocaña, presented by ogkempf



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