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Platz 6 - Davide Villella




Davide Villella

Italien

27.06.1991

 

Fahrertyp: Allrounder

Wichtigster Erfolg: Sieger Giro Ciclistico della Valle d'Aosta Mont Blanc 2013 (2.2)

Team/Verein 2013: Team Colpack

Stagiaire: Cannondale Pro Cycling Team

Team 2014: Cannondale Pro Cycling Team

Beste Mock-Platzierung: Platz 23 (2012)

Web: www.facebook.com/davide.villella3 / https://twitter.com/Davide_villella

Im vergangenen Jahr schloss gardener seinen Artikel zu Davide Villella mit dem folgenden Satz: „Dort (Anm. Cannondale)wird er mit seinem Talent für hügelige Sprints, kleine Rundfahrten und attackenreiche Fahrweise eine passende Ergänzung zu Moser, Sagan und co. sein.“ Im Grunde hat sich daran auch nicht so viel verändert, wäre da nicht dieses Rennen im Valle d’Aosta, dort wo es quasi überlebensnotwendig ist, dass man gut die Berge hochkommt. Denn etwas anderes gibt es dort auch nicht wirklich. Dieses Rennen hat Davide Villella in dieser Saison zu seinem noch einmal reichlich gewachsenen Palmarès hinzufügen können. Dazu gewann er die beiden Bergankünfte in Champorcher und Morillon und war auch sonst immer vorne dabei. Gerade die erste Etappe nach La Magdeleine über den Colle di Saint-Panthaleon machte dabei deutlich, dass Villella sich inzwischen auf allen Terrains zu Hause fühlt. Er kommt gut über die Berge, ist extrem zu beachten, wenn es hügelig wird und kann ordentlich in Sprints von Gruppen reinhalten. Nur bei den Zeitfahrern hält sich Davide Villella noch angenehm zurück. Auch hier folgt er der Tradition vieler italienischer Topfahrer. Immerhin können diese sich irgendwo immer auf das ein oder andere gute Zeitfahren berufen, wenn es denn notwendig wird.

Blickt man darüber hinaus auf die Saison von Davide Villella, so fällt in der Betrachtung schnell eine weitere für den italienischen U23 Radsport typische Gegebenheit auf. Fast alle guten Ergebnisse werden bei heimischen Rennen erzielt. Da ist man sich dann auch durchaus mit den Spaniern einig, dennoch ist es so schwerer einen italienischen Fahrer genauer in das Gesamtbild Mock List einzuordnen. Im Falle von Davide Villella kann man sich getrost auch so weit aus dem Fenster lehnen und ihn zum aktuell wohl vielversprechendsten U23-Nachwuchsfahrer Italiens küren, denn er bringt eine Vielfalt mit sich, die seinen Landsleuten in der Spitze etwas abgeht. Nebst der Aosta-Gala belegte Villella den sechsten Rang beim Giro del Belvedere di Villa di Cordignano (1.2U), konnte den schweren GP Palio del Recioto (1.2U) auf dem vierten Platz beenden und musste sich bei der Trofeo Edil C (1.2) nur Andrea Zordan geschlagen geben. Gerade der GP Palio del Recioto macht deutlich, dass sich Villella keineswegs vor der internationalen Konkurrenz – namentlich Caleb Ewan und Silvio Herklotz – verstecken muss. Sein Faible für Eintagesrennen unterstrich Villella dann auch noch einmal mit dem zehnten Rang bei der Europameisterschaft und dem Vizetitel bei den italienischen U23 Meisterschaften. Bei dieser konnte ihn erneut nur Andrea Zordan im Sprint einer Gruppe von sieben Fahrern schlagen. Die fast genau gleiche Konstellation gab es im August beim Eintagesrennen Gran Premio Sportivi di Poggiana-Trofeo Bonin Costruzioni-Gran Premio Pasta Zara (1.2U). Hier sprinteten elf Fahrer um den Sieg. Es gewann abermals Andrea Zordan vor Davide Villella.

Mit der im späten August startenden USA Pro Challenge (2.HC) hatte Villella dann auch erst mal genug von Italien und durfte sein erstes Rennen für das Team Cannondale an der Seite von Peter Sagan bestreiten. Dementsprechend war die grobe Aufgabenorientierung für Villella dann doch relativ schnell geklärt. Auch bei seinen anderen Rennauftritten für Cannondale sprang bislang für ihn persönlich in Form von Ergebnissen nichts herum.

Zur Heim-Weltmeisterschaft in Florenz möchte sich der junge bergamasco gerne mit dem Titel aus der U23 verabschieden. Natürlich kein durchaus leichtes Unterfangen, wenn man schon die internationale Konkurrenz betrachtet und dann ist da ja auch noch Andrea Zordan, der spät den Sprung auf den WM-Zug machen konnte und sich selbst einiges für einen Sprint aus einer kleinen Gruppe ausrechnet. Davide Villella selbst wird auf ein schweres Rennen hoffen müssen, um so seine Fähigkeiten am Anstieg nach Fiesole möglichst perfekt zur Geltung bringen zu können. Den Profivertrag hat er lange in der Tasche, jetzt gilt es die Krone auf vier Jahre in der U23 zu setzen und mit dem 19. Sieg gleichzeitig den größten Triumph der noch jungen Karriere zu feiern.

Dies bringt mich dann doch noch einmal kurz zu gardeners Vorjahresabschluss, den ich gerne um die passende Ergänzung zu Ivan Basso erweitern möchte.

 

nominated by Toms Skujins, Sean de Bie, Offi, gardener, wagenge, virtualprofit, ogkempf & Ocaña, presented by Ocaña



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