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Liquigas - Giro d'Italia 2006

von Christine, Fotos: Cyclingimages



Vorschau

Wie für alle anderen italienischen Mannschaften ist auch für Liquigas der Giro d’Italia das Hauptziel für die Saison 2006. Kapitän Nr. 1 ist der Giro-Vierte des vergangenen Jahres, Danilo Di Luca, doch auch Dario Cioni könnte in den Kampf um die Gesamtwertung eingreifen. Für die Berge ist Liquigas mit vielen erfahrenen Fahrern hervorragen aufgestellt, aber auch für das Mannschaftszeitfahren rechnet sich die Teamleitung gute Chancen aus.



Kapitän

Danilo Di Luca hat erstmal seine gesamte Saisonplanung voll und ganz auf den Giro d’Italia ausgerichtet und auf viele der Frühjahrsrennen verzichtet. Die Frühjahrsmonate waren geprägt von hartem Training mit einem Höhentrainingslager in Mexiko. Auch hat er intensiv an seinen Zeitfahrqualitäten gearbeitet. 2005 zeigte Di Luca  erstmals mit seinem vierten Platz beim Giro d’Italia, dass er in der Lage ist auch bei großen Landesrundfahrten um den Sieg mitzufahren. 2006 muss er nun den Beweis erbringen, dass sich die Umstellung der traditionellen Saisonvorbereitung ausgezahlt hat und der vierte Platz des Vorjahres keine Eintagsfliege war.




Kapitän Danilo Di Luca



Co-Kapitän Dario David Cioni



Co-Kapitän oder Helfer?

Falls Danilo Di Luca nicht in der Lage sein sollte, um den Gesamtsieg zu fahren, hat Liquigas mit dem Giro-Vierten des Jahres 2004, Dario David Cioni, einen weiteren Mann für die Gesamtwertung in der Hinterhand. Nach einer enttäuschenden Saison 2005 scheint Cioni 2006 wieder zu alter Form zurückzufinden. Bei seinem letzten Giro-Vorbereitungsrennen, der Tour de Romandie, zeigte Cioni mit einem 6. Platz in der Gesamtwertung, dass sein Form für den Giro stimmt. Die Frage ist nun, muss er sich ganz in den Dienst von Di Luca stellen oder darf er auch seine eigene Chance nutzen?

 



Helfer

Auch Franco Pellizotti könnte, wenn er auf eigene Rechnung fahren dürfte, eine gute Platzierung im Gesamtklassement erreichen. Als Giro-Vorbereitung bestritt er wie im Vorjahr die Coppa Coppi & Bartali. sowie den Giro del Trentino. Beim Giro d’Italia wird er jedoch in erster Linie als wichtiger Helfer von Danilo Di Luca in den Bergen fungieren und Attacken initiieren. Er soll dabei aber auch die Möglichkeit bekommen, selbst auf Etappensieg zu fahren.

 

Die Zeiten, in denen Andrea Noè selbst als Kapitän um den Girosieg mitfahren durfte, sind mittlerweile vorbei. Aber mit seiner enormen Erfahrung ist er immer noch unverzichtbar und ein wichtiger Helfer für das Mannschaftsziel Girosieg. Bei der Tour de Romandie zeigt er vor allem auf den Bergetappen eine sehr gute Leistung, die ihn mit großer Zuversicht zum Giro fahren lässt.

 

Dario Andriotto ist kein Fahrer, der für große Siege gut ist. Er ist aber als tempofester Bergfahrer ein treuer und wichtiger Helfer, der sich immer voll und ganz in den Dienst der Mannschaft stellt und für gute Stimmung sorgt.

 

Der Schweizer Zeitfahrmeister des Jahres 2001, Patrick Calcagni, soll dazu beitragen, dass Liquigas im Mannschaftszeitfahren nicht zuviel Zeit auf die favorisierten Teams Discovery Channel und Team CSC verliert. Außerdem soll er vor allem im Flachen für Tempo sorgen.

 

Alessandro Spezialetti, kam zu Saisonbeginn auf Wunsch Di Lucas zu Liquigas. In den letzten Jahren war er stets an der Seite von Cunego und Simoni zu finden, nun soll er seinem alten Saeco-Kumpel eine Stütze auf dem Weg zum Girosieg sein.

 

Charles Wegelius ist ein wichtiger Helfer in den Bergen. Er verfügt über gute Bergqualitäten ohne selbst Hauptprotagonist bei einem Rennen wie dem Giro sein zu können. Er selbst sieht daher seine Hauptaufgabe darin, seinem jeweiligen Kapitän solange wie möglich in den Bergen zur Seite zu stehen.

 

Ähnliches gilt auch für den zweimaligen kroatische Meister Vladimir Miholjevic: er ist ein treuer und verlässlicher Helfer, der seine Stärken in den Bergen hat und somit vor allem auf den schweren Bergetappen der letzten Girowoche ein wichtiger Mann für den bzw. die Kapitäne von Liquigas sein wird.

 



Fazit

Liquigas schickt eine der stärksten Truppen ins Rennen um den Girosieg. Mit Danilo Di Luca und Dario David Cioni verfügen die Italiener über zwei Fahrer, die in den Kampf um die Gesamtwertung eingreifen können. Als Helfer hat man sich vor allem für Bergfahrer und Fahrer, die eine große Tempohärte auszeichnet, entschieden. So sollen der Kapitän (bzw. die Kapitäne) in den Bergen die notwenige Unterstützung erhalten, gleichzeitig soll durch diese Zusammenstellung im Mannschaftszeitfahren nicht zuviel Zeit eingebüßt werden. Jetzt kommt es darauf an, ob die Fahrer ihrer Leistungen aus den Vorbereitungsrennen beim Giro abrufen bzw. nochmals steigern können. Gelingt das, steht Liquigas ein erfolgreicher Giro bevor.

 


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