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02/07 2005

Team Gerolsteiner bei der Tour de France 2005

Text: Coastfreak, Fotos: Mani Wollner, Gerolsteiner



Die Abstecher der Tour nach Deutschland sollten eine zusätzliche Motivation für das Team Gerolsteiner aus der Eifel sein. Dies wäre eine gute Möglichkeit, sich positiv in Szene zu setzen und auch bei nicht radsportverrückten Zuschauern Eindruck zu schinden. Im Gegensatz zu dem anderen deutschen Topteam T-Mobile fährt man nicht ausschließlich auf Gesamtwertung. Etappensiege sind mit zwei starken Sprintern und mehreren angriffslustigen Fahrern auf fast jeder Etappe möglich. Auch vor dem Mannschaftszeitfahren braucht man bei Gerolsteiner keine Angst haben, weil man mit vielen starken Einzelzeitfahrern einen Platz unter den ersten Fünf durchaus erreichen kann.



die Leader



Levi Leipheimer



Georg Totschnig 2004

Gerolsteiner versucht die Topfavoriten der Gesamtwertung mit einer Doppelspitze anzugreifen. Georg Totschnig und Levi Leipheimer platzierten sich bei der Tour 2004 unter den ersten Zehn. Diese Platzierungen zu wiederholen ist das Ziel. Beide haben bei den Rennen vor der Tour mit einer guten Form aufgeblitzt und lassen auf eine gute Tour hoffen.

 

Levi Leipheimer wechselte zu Beginn der Saison von der niederländischen Mannschaft Rabobank zum Team Gerolsteiner. Seine Zeitfahrkünste offenbarte er vor allem bei der Dauphiné Libéré, als er bei beiden Zeitfahren Zweiter wurde und beide Male Armstrong hinter sich ließ. Am Berg zeigte er sich auch immer weit vorne und erreichte im Endeffekt einen starken dritten Platz im Gesamtklassement. Bei diesen guten Ergebnissen vor der Tour bleibt nur zu hoffen, dass er seine Topform nicht schon zu früh hatte.

 

Der Österreicher Georg Totschnig erreichte in diesem Jahr den 12. Platz bei der Tour de Suisse. Dort fuhr er aber ziemlich unauffällig. Seine Fähigkeiten am Berg sind unbestreitbar, aber er hatte im letzten Jahr ein Defizit im Einzelzeitfahren. Der 14. Platz beim Zeitfahren der Tour de Suisse 2005 deutet aber darauf hin, dass daran gearbeitet wurde und Totschnig jetzt im Gebirge keinem Rückstand mehr aus dem Zeitfahren hinterherfahren muss.

 



der Edelhelfer



Beat Zberg

Beat Zberg ist ein kompletter Rundfahrer, der in den letzten Jahren vor allem durch Etappensiege auf sich aufmerksam gemacht hat. Der 11. Platz bei der Tour 1997 und der 7. Platz bei der diesjährigen Tour de Suisse verdeutlichen aber auch seine Fähigkeit eine längere Rundfahrt bis ganz zum Schluss durchzuhalten und auch unter den Besten zu bestehen. Er wird einer der wichtigsten Helfer für Totschnig und Leipheimer im Gebirge sein. Seine eigenen Interessen im Sinne der Gesamtwertung muss er wohl hinten anstellen.

 



die Zeitfahrer

Als zweifacher Vizeweltmeister im Einzelzeitfahren kann man Michael Richs außergewöhnliche Fähigkeiten im Kampf gegen die Uhr nicht leugnen. Er verfügt nicht nur über eine gute Tempohärte sondern auch über eine gute Form, die er zuletzt bei den Deutschen Meisterschaften im Zeitfahren als Sieger unter Beweis stellte. Durch seine Stärke im Einzelzeitfahren ist er auch ein wichtiger, wenn nicht der wichtigste Fahrer für das Mannschaftszeitfahren.

 

Ein weiterer guter Einzelzeitfahrer ohne Bindung zur Gesamtwertung ist Sebastian Lang. Kleinere Rundfahrten beendete er schon öfter mit guten Platzierungen. Außerdem blickt er auch auf gute Ergebnisse im Einzelzeitfahren zurück. Neben den Zeitfahren soll er sich in Ausreißergruppen zeigen.




Sebastian Lang



Michael Rich



die Vielseitigen

Weitere Fahrer für Ausreißergruppen sind Fabian Wegmann, Peter Wrolich und Ronny Scholz

 

Fabian Wegmann kommt sehr gut über die Berge, was der Gewinn des Bergtrikots beim Giro 2004 zeigt. Er ist also durchaus in der Lage eine Mittelgebirgsetappe für sich zu entscheiden. Vielleicht platziert er sich sogar auf einem guten Platz in der Gesamtwertung. Wegmann ist immer für eine positive Überraschung gut.

 

Peter Wrolich ist ein sehr endschneller Fahrer. Diese Fähigkeiten lassen sich gut bei einem Zielsprint ausspielen. Er kann entweder selber mitsprinten oder für Förster anfahren. Sein Gespür für Ausreißergruppen zeigte er bei der letzten Tour als ihm ein 5. Platz aus einer Ausreißergruppe gelang. Diese beiden Fähigkeiten zusammen lassen ihn zu einem Anwärter auf Etappensiege werden.

 

Ronny Scholz ist eine feste Größe für die GT’s, weil er seinem Team in jedem Terrain behilflich sein kann. Neben seinen Fähigkeiten im Zeitfahren und am Berg kann er auch einen Sprint anfahren. Außerdem hat er ein gutes Näschen für Ausreißergruppen. Bei so einer Vielseitigkeit an Fähigkeiten ist er ein wichtiger Mann für fast jede Rennsituation.




Peter Wrolich



Fabian Wegmann



Ronny Scholz



der Sprinter



Robert Förster

Wie beim Giro im Frühjahr setzt das Team Gerolsteiner auch bei der Tour de France auf Robert Förster, wenn es zu einem Massensprint kommt. Der Teamchef erwartet keine Siege, sondern einstellige Platzierungen von dem Zweiten der deutschen Straßenmeisterschaften. Diese Zielsetzung ist durchaus realistisch. Vielleicht kann er ja bei der einen oder anderen Etappe die großen Sprinter überraschen.

 



das Aufgebot

Robert Förster (D, Markkleeberg, 27.1.78)

Sebastian Lang (D, Erfurt, 15.9.79)

Levi Leipheimer (USA, Santa Rosa, 24.10.73)

Michael Rich (D, Emmendingen, 23.9.69)

Ronny Scholz (D, Herrenberg, 24.4.78)

Georg Totschnig (A, Ramsau, 25.5.71)

Fabian Wegmann (D, Freiburg, 20.6.80)

Peter Wrolich (A, Latschach, 30.5.74)

Beat Zberg (SUI, Altdorf, 10.5.71)


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