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Platz 6 - Marko Kump

Marko Kump

Slowenien

09.09.1988

 

Fahrertyp: schwere Eintagesrennen

Wichtigster Erfolg: Ronde van Vlaanderen Beloften 2010

Team: Adria Mobil

Stagiaire: -

Team 2011: Geox

Beste Mock List Platzierung: Platz 10 (2009)

Web: www.facebook.com

 

 

Wir schreiben das Jahr 2007, es ist März, es findet die Porec Trophy statt. Kristoff, Bole, Kluge, Ilesic und eine Reihe weiterer guter Fahrer steht am Start. Der Sieger heißt Marko Kump. Ein 19 Jahre junger Slowene in seinem ersten U23-Jahr.

 

Doch fangen wir etwas früher an. Am neunten September 1988 wird in Nove Mesto ein Marko geboren, in einer Stadt, in der Mann quasi zwangsläufig Radprofi wird. Bekanntester Fahrer der Stadt ist wohl Janez Brajkovic. Bereits bei den Junioren zeigt er, wo der Frosch seine Locken hat. Der kleine Marko fährt reihenweise gute Sprintresultate ein. Für weitere Informationen bietet sich die Mock List vom letzten Jahr an, in der er den zehnten Platz belegte.

 

Nachdem er 2007 für ein großes Hallo nutzte, stagnierte Kump 2008 etwas, oder er holte die Eingewöhnungszeit nach. Der dritte Platz bei der Porec Trophy (1.2), diesmal hinter Kristoff und Ilesic, ist noch das beste Ergebnis. Dafür explodierte er förmlich im Jahr danach, wie es für einen explosiven Sprinter eben gehört. Die Porec Trophy (1.2) schloss er abermals mit absteigender Tendenz ab, er wurde nur Zwölfter, 2010 sogar nur Achtzehnter. Dafür fuhr er etliche Rennen im westlichen Ausland, mit der Nationalmannschaft ging es gar bis Kanada.

 

Den ersten Sieg 2009 fuhr er in Kroatien ein. Er gewann die erste Etappe der Istrian Spring Trophy (2.2), aber nicht im Sprint, er fuhr einige Sekunden auf die Konkurrenz raus, das bedeutete nach dem zweiten Platz im Prolog tags zuvor auch die Übernahme des Führungstrikots. Einen Tag später verlor er dieses zwar wieder, konnte aber am Ende der selektiven Rundfahrt den neunten Endrang feiern. Wahrscheinlich war die Party zum italienischen Saisonauftakt beim GP Costa degli Etruschi (1.1) noch größer. Beim hervorragend besetzten Rennen wird er Fünfter. Italien stellt sich als gutes Pflaster heraus. Beim Trofeo ZSSDI (1.2) wird er Vierter, in der Settimana Coppi e Bartali (2.1) wird er im Sprint der 1a-Etappe Zweiter hinter Napolitano.

 

Auch im Dress der Nationalmannschaft macht Marko Kump eine sehr gute Figur. Beim Sieg von Luke Rowe wird er bei der ZLM-Tour (1.NC) Sechster. In Kanada beim Coupe des Nations Ville Saguenay (2.NC), toppt er das Ergebnis massiv. Er gewinnt die zweite Etappe, allerdings nicht im Sprint, trägt zwei Tage das Trikot des Leaders und wird am Ende Vierter auf einer Rundfahrt, die vor allem von schweren Etappen geprägt ist. Ist er vielleicht gar kein richtiger Sprinter? 1,83m und 68kg sprechen da tatsächlich auch eher dagegen.

 

Bei der eigenen Landesrundfahrt gibt es dann doch wieder einen Sprintsieg. In seiner Heimatstadt Nove Mesto setzt er sich unter anderem gegen Paolini und Chicchi durch. Am Ende wird er bei den Fuglsang-Festspielen 70., richtige Berge sind dann noch zu viel. Bei den Mittelmeerspielen hat er keine Chance gegen die italienische Übermacht, wird aber dennoch Zweiter hinter Peruffo. Den nächsten Sieg gab es bei der wichtigsten U23-Rundfahrt des Jahres. Bei der Tour de l'Avenir (2.NC) setzte er sich auf der dritten Etappe im Sprint gegen Stauff und Boeckmans durch. Zwei vierte und einen zehnten Platz gesellen sich noch dazu. Nach 263km war das Rennen Praha – Karlovy Vary – Praha (1.2) zu Ende, Hondo gewann den Sprint gegen Kump. Der Rest des Feldes folgt mit Respektsabstand von 46 Sekunden oder noch mehr. Die WM in Mendrisio war der Saisonabschluss. Beim Sieg von Sicard wurde Kump Sechster.

 

2010 gab es den ersten Saisonsieg ebenfalls im März. Beim Trofeo ZSSDI (1.2) konnte er sich rechtzeitig absetzen. Bei der Settimana Coppi e Bartali (2.1) konnte er den zweiten Etappenplatz vom Vorjahr toppen. Auf der vierten Etappe kam eine Gruppe durch, in der sich Kump behauptet und niedersprintete. Auf der ersten Etappe gab es bereits einen vierten Platz im Sprint. Beim Circuit de la Sarthe (2.1) fuhr er sich erfolgreich warm für die Ronde van Vlaanderen Beloften. Auf der ersten Etappe wurde er im Sprint Zweiter hinter Luis Leon Sanchez Gil, auf der zweiten Etappe Vierter. Den größten Saisonerfolg gab es dann einige Tage später in Flandern. Beim zum Nations Cup gehörenden und damit hervorragend besetzten Rennen gewann Marko Kump und ließ die versammelte Weltelite der U23 hinter sich. Danach gönnte er sich bis zur eigenen Landesrundfahrt (2.1) eine kleine Pause. Einen Tagessieg gab es nicht, im Sprint der ersten Etappe musste er sich nur Bole geschlagen geben, auf der vierten Etappe landeten Chicchi, Marycz und Bozic vor ihm. Bei der nationalen Meisterschaft sprintete er um die Blumen und wird Siebter und Bester des Feldes. Den gleichen Platz erreichte er bei der EM, fast ein wenig enttäuschend. Beim bockschweren Zagreb – Ljubljana (1.2) wurde er dritter hinter Mugerlj und Benetseder. Zumindest die Form an den Hügeln schien zu stimmen. Den Rückschlag gab es dann bei der Tour de l'Avenir, mehr als ein sechster und ein zehnter Etappenplatz sprangen nicht heraus.

 

Die WM in Australien müsste genau seine Strecke sein, einige fiese Hügel und vermutlich ein Sprint aus einer kleineren Gruppe. Ob er die Form aufgebaut bekommt, wird sich zeigen, ein Mitfavorit auf den Titel sollte er trotz der schlechten zweiten Saisonhälfte sein. Seinen Profivertrag hat er aber unabhängig vom Ausgang der WM schon sicher, nächstes Jahr fährt er für den Footon-Nachfolger Geox.

 

Nominiert von Offi, gardener, ogkempf, wagenge, virtualprofit & chreezer, geschrieben von Offi



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