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Platz 7 - Coen Vermeltfoort



Coen Vermeltfoort
© ogkempf.kilu.de

Coen Vermeltfoort

Niederlande

11.04.1988

 

Fahrertyp: Sprinter, Nord Klassiker

Wichtigster Erfolg: 1. Ronde van Drenthe

Team/Verein 2010: Rabobank Continental Team

Stagiaire: -

Team 2011: Rabobank

Beste Mock-Platzierung: Platz 1 (2008)

Web: www.coenvermeltfoort.nl/home.html

 

Roger Federer. Olaf Bodden. Robert Förster. Coen Vermeltfoort. Was haben diese vier Sportler gemeinsam? Richtig, sie litten alle vier (mal mehr, mal weniger heftig) an Pfeifferschem Drüsenfieber. Coen Vermeltfoort hatte es richtig hart getroffen - die Krankheit hat ihn ein komplettes Jahr gekostet. Nach acht teilwiese hochkarätigen UCI-Siegen stand Vermeltfoort Ende 2008 fast schon auf dem Sprung ins große Rabobank-Team - doch es sollte anders kommen. Kein einziges Straßenrennen konnte der Niederländer im Jahr 2009 absolvieren.

 

Zur bisherigen Lebensgeschichte Vermeltfoorts (inkl. dem Wunsch, bester Hühnerfänger seines Heimatortes Schuinesloots zu werden) siehe die 2008er Mocklist. Wir steigen Anfang 2009 wieder ein: noch im Mini-Rabo-Trainingslager in Spanien Mitte Januar fühlt sich der Niederländer auffällig schwach - der Teamarzt verordnet ihm erstmal zwei Wochen Ruhe. Die Blutuntersuchungen bestätigen, dass sich Vermeltfoort das Eppstein-Barr-Virus, welches das Pfeiffer-Drüsenfieber auslöst, eingefangen hat. Dies ist nicht weiter verwunderlich, sind doch 95 % aller Europäer unter 30 Jahren davon betroffen. Bei den meisten verläuft die Krankheit jedoch ohne Symptome. Vermeltfoort hatte dieses Glück nicht. Sportliche Anstrengungen waren nicht mehr möglich, ohne dass sich das Gefühl großer Müdigkeit einstellte. Mehr als zwei, drei Fahrten auf dem Rad waren pro Woche nicht drin - und auch nur höchstens eine Stunde. Die Krankheit erfordert eine monatelange Ruhephase. Erst im Sommer schreitet die Gesundung langsam voran und am nächsten Trainingslager der Mini-Rabos Ende Juli kann Vermeltfoort schon wieder teilnehmen, freilich nur als mitrollender Begleiter. Richtiges Training ist erst wieder im September möglich. Zu spät für die Straßensaison, die der Niederländer abhaken muss ohne an einem einzigen Rennen teilgenommen zu haben.

 

Die nötige Wettkampfhärte will sich Vermeltfoort daher im Cross holen. Die Top Ten sah er dort nur selten, aber das zählte auch nicht, denn 2010 sollte das große Comeback-Jahr auf der Straße werden. Mittlerweile waren ehemalige Teamkollegen wie Lars Boom, Tejay van Garderen oder Ricardo van der Velde schon bei ProTour-Teams angekommen, während Vermeltfoort dort wieder anfing, wo er 2008 aufgehört hatte. Die Driedaagse van Westvlaanderen (2.1) waren sein Comeback-Rennen, aber erstmals ganz vorn zeigt er sich bei der Tour de Normandie (2.2), wo er auf insgesamt fünf Etappen unter die ersten Zehn fuhr. Im April kulminierte die Form innerhalb einer Woche, in der der Niederländer Achter der Ronde van Drenthe (1.1) und Dritter bei Dwars door Drenthe (1.1) wurde sowie die flämische Mini-Ronde (inkl. Muur, Bosberg und co.) Zellik - Galmaarden (1.2) gewann - der erste Sieg seit 19 Monaten! Nach einem zweiten Rang beim Omloop der Kempen (1.2) lieferte sich Vermeltfoort dann bei der Olympia's Tour (2.2), dem traditionellen Terrain der Mini-Rabos, einen bemerkenswerten Schlagaustausch mit Top-Mock Taylor Phinney: im EZF war das US-Wunderkind beide Male schneller, aber bei den Sprintankünften schlug Vermeltfoort den US-Boy gleich zweimal, sicherte sich so den zweiten Platz in der Gesamtwertung und gewann das Punktetrikot.

 

Die zweite Saisonhälfte verlief eher ruhig, aber sicher ist: Coen Vermeltfoort ist wieder da und hat das Niveau, das ihn 2008 auf Platz 1 der Mock-List führte, schon fast wieder erreicht. Bei Sprintankünften ist der Niederländer immer eine Gefahr, aber auch bei kurzen Zeitfahren steht er seinen Mann. Was sich vor zwei Jahren schon andeutete, wird daher jetzt Realität: 2011 wird Vermeltfoort als Profi für die Großen Rabos in die Pedale treten. Vorher wird er noch in Melbourne zu beachten sein, wenn das Rennen in einem Massensprint endet.

 

Nominiert von ogkempf, Offi, virtualprofit, wagenge, gardener & chreezer, geschrieben von gardener



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