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cycling4fans - Radsport-Lexikon

- A -  
  
Abfahrtsspezialist: Fahrer, der die Bergabfahrten besonders gut beherrscht 
abräumen, sich/andere/das Feld: stürzen, stürzen und andere mitreißen, einen Massensturz verursachen 
ADAMS: Antidoping Administration & Management System
von der WADA im November 2005 eingeführte Sportler-Datenbank, die allen Beteilgten ein effektives Dopingmanagement garantieren soll; u. A. mit Speicherung der Aufenthaltsorte zwecks Trainingskontrollen, der Medikamente und auch der Blutwerte 
aerob:  mit Sauerstoff versorgt. Wer im aeroben Bereich fährt, dessen Muskeln sind mit ausreichend Sauerstoff versorgt, wichtig für eine optimale Ausdauerintensität 
Aerolenker: Triathlonlenker, der beim Zeitfahren zur Verbesserung der Aerodynamik eingesetzt wird. Die Schalthebel sind in den Lenker eingelassen, die Unterarme können aufgelegt werden. Greg Lemond führte ihn erstmals ein 
Affenkotelett:  Gängige Bezeichnung für eine Banane 
AIGCP:  Association Internationale des Groupes Cyclistes Professionnels - Internationale Verband der Professional Teams 
AIOCC: Association Internationale des Organisateurs de Courses Cyclistes - Internationaler Verband der Radrennveranstalter 
Allrounder: Fahrertyp, der vieles beherrscht, kein Spezialist ist 
Amphetamine: gehören zu den Stimulanzien und stehen auf der Liste der verbotenen Wirkstoffe. Ephedrin, Amphetamin und Adrenalin haben den selben Stoff Phenylethylamin als Ausgangsstoff. Man nennt sie auch Weckamine, da nach der Einnahme die Müdigkeit nachlässt, Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit steigen, die Atmung angeregt, die Motorik verstärkt und der Appetit gedämpft werden. Die Stimmung steigt gegen euphorisch, wobei Amphetamine stärker wirken als die Ephedrine. Sie waren ab den 60er Jahren im Peloton flächendeckend verbreitet. Tom Simpsons Tod am Mont Ventoux wird z. B. mit ihnen in Zusammenhang gebracht. >link 
Amstel Gold Race: einziges holländisches Weltcup-Rennen, ca. 250 km, 1966 zum ersten Mal veranstaltet 
Anabolika, anabole Steroide: auf der Dopingliste stehende verbotene Wirkstoffe. Zu den anabolen Wirkstoffen zählen drei unterschiedliche Wirkstoffgruppen, die androgenen, anabolen Steroide, Anabolika genannt, die Prohormone und die Beta-2-Mimetika/ Beta-2-Agonisten, die nicht steroidal wirken. >link 
anaerob: ungenügende Sauerstoffversorgung. Bei entsprechender Unterversorgung der Muskeln durch Höchstbelastung spricht man auch von 'Sauerstoffschuld' 
Antritt: Versuch mit viel Kraft eine erhöhte Beschleunigung zu erreichen und sich so u.U. vom Feld/ der Gruppe zu lösen, einen Vorsprung herauszufahren oder das Feld zu sprengen 
A-Probe: Dopingproben (Urin, Blut) werden in A- und B-Proben aufgeteilt. Zuerst untersucht das Analyselabor die A-Probe. Ist sie positiv, kann der betroffene Sportler/ die Sportlerin die Analyse der B-Probe verlangen. Sind beide positiv, gilt er/sie vorläufig als überführt. 
Aufbautraining: Trainigsphase nach dem Grundlagentraining mit dem Schwerpunkt der sportspezifischen Anforderungen. Belastungsverträglichkeit, Wettkampffähigkeit und im Radsport z. B. besonderes Hinarbeiten auf die Anforderungen langer Rundfahrten werden aufgebaut und erweitert. Voraussetzung für das Hochleistungstraining 
Ausreissversuch: der Versuch eines Fahrers, einer Gruppe dem Felde wegzufahren in der Hoffnung, dass es zum Sieg reicht 
Ausreisser, Ausreissergruppe: ein Fahrer, eine Fahrergruppe, dem / der es gelang dem großen Feld wegzufahren, zwischen sich dem dem Feld einen signifikanten Zeitabstand zu legen 
A.S.O.: Amory Sports Organisation, Gesellschaft, welche die Tour de France und weitere wichtige Rennen organisiert 
Attacke: Angriff 
attackieren: angreifen 
  
- B -  
  
Bahnrennen: Radsport, der auf der Bahn, einem Velodrom, ausgetragen wird, im Gegensatz zu Straßenrennen 
Baroudeur: notorischer Ausreisser 
BDR: Bund Deutscher Radfahrer, deutscher Radsportverband 
Beinrasur:  Rennradfahrer rasieren sich im allgemeinen die Beine, weil sie sich durch Stürze häufig Wunden zuziehen. Diese können bei glattrasierten Beinen besser versorgt und sauber gehalten werden. 
Benzin fahren:  verbotenes Windschattenfahren hinter Autos bzw. verbotenes festhalten an Autos, wird mit einer Verwarung, Zeitstrafen bzw. Rennausschluß bestraft. 
Bergankunft: Ende/Ziel einer Etappe nach einem längeren Anstieg, oder auf dem Gipfel eines Berges 
Bergetappe: Etappe im Gebirge 
Bergfahrer: Fahrertyp Bergspezialist, s. a. Bergziege 
Bergtrikot:  Das Trikot des Führenden in der Bergwertung eines Etappenrennens 
Bergwertung:  Bestimmter Punkt eines Anstiegs oder Gipfels, an dem die Fahrer gemäß der Reihenfolge ihrer Durchfahrt Wertungspunkte erhalten. 
Bergzeitfahren: Zeitfahren am Berg 
Bergziege: Fahrertyp, der besonders gut klettern, bergauffahren kann, s. a. Bergfahrer 
Besenwagen:  Ein Fahrzeug, dass die Fahrer aufnimmt, die aufgrund von Verletzungen, Krankheit oder Erschöpfung aufgeben müssen. Begleitfahrzeug der Rennfahrer, das den Schluß des Rennens anzeigt. 
Beta-2-Agonisten: zu den Anabolen Wirkstoffen gehörende verbotene Wirkstoffgruppe. Die bekanntesten sind Clenbuterol, Salbutamol und Terbutalin. >link 
Beta-Blocker:  verbotene Medikamente, die den Adrenalinspiegel senken und damit die Nervosität senken. 
Blockade, blockiert: die Einnahme von Dopingmitteln kann dazu führen, dass der Körper versagt und keine Leistung erbringen kann, es kommt zu einem Einbruch des Sportlers während des Wettkampfs. Der Körper ist blockiert. 
Blutdoping: Doping mit Mitteln und Methoden, mittels derer die Hämoglobinmenge erhöht wird. >link 
Boden gutmachen: Zeit oder Plätze gutmachen, sich verbessern 
Bonifikation: Zeitgutschrift oder Punktegutschrift bei Sprintwertungen unterwegs oder für die ersten Plazierungen im Ziel 
B-Probe: Dopingproben (Urin, Blut) werden in A- und B-Proben aufgeteilt. Zuerst untersucht das Analyselabor die A-Probe. Ist sie positiv, kann der betroffene Sportler/ die Sportlerin die Analyse der B-Probe verlangen. Sind beide positiv, gilt er/sie vorläufig als überführt. 
  
- C -  
  
Camelbak: Rucksack mit Trinkblase, die mit einem Schlauch und einem Beissventil ausgestattet ist, sodass während der Fahrt einfach gerunken werden kann 
CAS: Court of Arbitration for Sport, internationaler oberster Sportgerichtshof, unabhängige letzte Entscheidungsinstanz, gegründet 1984, Sitz in Lausanne,Schweiz; s. a. TAS 
CCP: Conseil du cyclisme professionel - Rat des Profiradsports, Teil der UCI-Struktur vor Einführung der ProTour (s. CUPT) 
Challenge Desgrange-Colombo 1948 - 1958 existierende Fahrer-Wertung, in die Tour de France, Paris-Roubaix, Paris-Tour, Giro d'Italia, Mailand-San Remo, Flandern-RF, Lombardei-Rundfahrt, Flèche Wallonne, Paris-Brüssel angehörten (alle Rennen nicht in allen Jahren) 
Classica San Sebastian: baskisches Eintagesrennen, 1981 zum ersten Mal ausgetragen, ca. 230 km, ist Teil des Welt-Cups 
Cleats: Verbindungsglied zwischen Clickpedalen und Bikeschuhen 
Clickpedale: Rennrad und Mountainbike-Pedale, in die Bikeschuhe mit speziellen Platten zum fetsen Halt einrasten können 
Combine fahren: zusammen mit anderen fahren, gemeinsame Sache machen 
Continental Team (CT) ab 2005 gültige neue Team Klassifizierung, entspricht bisherigen GSIII; CT können nicht an Pro-Tour-Rennen teilnehmen, ihre Lizenz erhalten sie durch den nationalen Verband 
Country-Tourenfahren: breitensportliche Variante des Tourenfahrens mit dem Geländerad, durchgeführt auf öffentlichen Feld- und Waldwegen unter Berücksichtigung der gültigen Naturschutz- und Umweltregeln 
CPA:
 
Cyclistes Professionels Associés - Gewerkschaft der Profi-Fahrer 
Cycling: engl. Radsport 
Cyclocross: Querfeldein, Geländeradsport im Winter ausgetragen, unabhängig, von der UCI anerkannt 
Cross-Country: Mountainbikerennen, erstmals 1996 als olympische Disziplin ausgetragen, UCI anerkannt 
CUPT (Conseil de l'UCI ProTour): Rat/Kommission des Profiradsports, oben angesiedelt in der UCI-Struktur, löste den CCP mit Einführung der ProTour ab 
  
- D -  
  
Diuretika: Wassertreibende Medikamente, die auf der Liste der verbotenen Wirkstoffe stehen. Sie dienen der Gewichtsreduktion und der Verschleierung anderer Dopingprodukte. 
Durchreichen:  Ein überholter Fahrer, der mit der Geschwindigkeit der anderen Fahrer nicht mehr mithalten kann und nach hinten fällt, wird "durchgereicht". 
Doping:  Unerlaubte Anwendung von leistungssteigernden und/oder leistungsanregenden Mitteln. 
Draisine: hölzerne, lenkbare Laufmaschine, benannt nach dem badischen Forstmeister Baron Karl Friedrich Drais von Sauerbronn, die dieser zum ersten mal 1816 vorstellte und sich 1818 patentieren ließ 
  
- E -  
  
Edelhelfer: Fahrer, die selbst u. U. auf Sieg fahren könnten bzw. außerordentliche Qualitäten haben, aber während eines Rennens die Aufgabe haben ihren Teamkapitän, den Teamleader zu unterstützen 
Einladungsrennen: Rennen, zu denen Fahrer eingeladen werden und Startgeld bekommen 
Elite: Fahrer ab 23 Jahren, Frauen ab 19 Jahren 
Endgeschwindigkeit: Geschwindigkeit, die Sprinter kurz vor der Ziellinie erreichen 
EPO:  Bei Ausdauersportarten wie z.B. Radsportlern ist ein "langer Atem" der Schlüssel zum Erfolg. Um lange und dauerhaft große Leistungen zu vollbringen, müssen die Muskeln mit möglichst viel Sauerstoff versorgt werden. Transportiert wird der Sauerstoff im Blut durch die roten Blutkörperchen (Erothrozyten). Je mehr rote Blutkörperchen, desto besser werden die Muskeln mit Sauerstoff versorgt. EPO (Erythropoietin) ist ein Hormon, das natürlich im Körper vorkommt und die Produktion der Blutkörperchen anregt. Die Einnahme von künstlich erzeugtem EPO vergrößert die Zahl der roten Blutkörperchen und damit die Fähigkeit Sauerstoff aufzunehmen. Es wurde entwickelt, um die Sauerstoffaufnahme von schwer Kranken (z.B. Nierenkranken oder auch Krebskranken -Lance Armstrong wurde damit behandelt-) zu verbessern.Bei Radsportlern, Schwimmern, Skilangläufern und Leichathleten in Ausdauerdisziplinen ist EPO seit Anfang der 90er Jahre der Star unter den Dopingmitteln. Die Einnahme von künstlichem EPO kann gefährliche Nebenwirkungen haben, wie z.B. Herzinfarkt durch Bluthochdruck, Embolie durch Verdichtung und Verklumpung der roten Blutkörperchen. 
 Fahrer in deren Blut der Anteil an roten Blutkörperchen bei über 50% liegt, müssen eine 15tägige Schutzsperre (zum Schutz ihrer Gesundheit...) auf sich nehmen. Ein Wert über 50% legt die Einnahme von EPO nahe, ist aber kein Beweis. Vgl. auch Hämatokrit 
Etappe:  Teilstrecke eines Radrennens 
  
- F -  
  
Fahrerfeld: die Gesamtheit der gestarteten Fahrer eines Rennens 
Finisseur: franz., ein Fahrer, der die Feinheiten des richtigen Augenblicks im Sprint beherrscht und siegen kann 
Finisher: engl., s. Finisseur 
Flachetappe: Etappe ohne Berge oder schwerer Hügel 
Flame rouge: 'Teufelslappen', rotes Dreieck, weist die Fahrer auf den letzten Kilometer vor dem Ziel hin 
Flandern-Rundfahrt: belgischer Frühjahrs-Klassiker, zum ersten Mal 1913 ausgetragen, auch bekannt wegen der zahlreichen Kopfsteinpflasterpassagen, die im Frühjahr bei schlechtem Wetter schon oft Anlass zu heroischen Kämpfen boten; ist Teil des Welt-Cups und wird zu den fünf Monumenten des Radsports gezählt 
Flèche Wallonne: Wallonischer Pfeil, belgischer Frühjahrs-Halbklassiker seit 1936, UCI-Kategorie HC, bildet zusammen mit Lüttich-Bastogne-Lüttich die berühmte Ardennen-Woche 
Fluchtgruppe: eine Gruppe von Fahrern, die versuchen sich vom Restfeld abzusetzen um gemeinsam ein/das Ziel zu erreichen 
Formtief: schlechter Leistungstand, Leistungstiefstand 
Foto-Finish: äußerst knapper Zieleinlauf, bei dem der Gewinner/ die Plazierungen nur dank Zielfoto ermittelt werden können 
Füße einschlafen: nicht mehr so schnell fahren können 
  
- G -  
  
Gelbes Trikot:  Trikot des führenden Fahrers in der Gesamtwertung der Tour de France 
Gent-Wevelgem: beliebter belgischer Halbklassiker im Frühjahr, UCI-Kategorie HC, der 1934 zum ersten Mal ausgetragen wurde 
Geschichte des Radsports: 1495 - Leonardo da Vinci skizziert erstmals ein Fahrrad mit Kettenantrieb (es ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass die Skizze eine Fälschung ist und irgendwann zwischen 1960 und 1970 verfälscht wurde) 
 1790 - Jacques Ozanam und Jacques de Vaucanson testen in Paris ihre Zweirad-Erfindung "célerifère" 
 1817 - Carl Freiherr Drais von Sauerbronn erfindet das Fahrrad "Draisine" 
 1834 - Hufschmied Kirkpatrick McMillan entwickelt die Tretkurbel für das Vorderrad 
 1869 - Erstes Straßenrennen Paris-Rouen über 123 km 
 1878 - Gründung der "Bicycle Union" in England 
 1880 - Paris-Mailand erstes Radrennen über die Alpen 
 1880 - Gründung der "League of American Wheelmen" in den USA 
 1884 - Gründung des "Bund Deutscher Radfahrer" in Leipzig 
 1885 - John Kempstarely entwickelt "Rover", das Urmodell des heutigen Zweirades 
 1888 - John Dunlop konstruiert den luftgefüllten Reifen 
 1892 - Gründung der internationalen Organisation für Radsport "International Cyclist Association" (ICA) 
 1896 - Radsport wird Olympische Disziplin 
 1903 - Die erste Tour de France 
 1909 - Der erste Giro d'Italia 
 Seit 1920 finden Rennen auf der Bahn und der Straße statt 
Giro d'Italia: Italienrundfahrt, zweitbedeutendste dreiwöchige Landesrundfahrt neben Tour de France und Vuelta a Espania, sie wurde 1909 zum ersten Male ausgetragen 
la Grande Boucle: die große Schleife, Bezeichnung für die Tour de France 
Grünes Trikot:  Dieses Trikot wird an den Führenden in der Punktewertung (Ergebnisse der Sprintwertungen und Zwischensprints) der Tour de France vergeben. 
Grundlagentraining: Schaffung einer breiten Basis an technischen und (mentalen)Fertigkeiten und des Bewegungsniveaus, Aufbau einer stabilen Grundausdauer, der Kondition und auch taktischer Fähigkeiten; notwendige Voraussetzungen für die spätere Spezialisierung, das Aufbautraining 
Grupetto:  siehe Omnibus 
  
- H -  
  
Halbklassiker: traditionsreiche Eintagesrennen, die in der allgemeinen Einschätzung in ihrer Wertigkeit nicht so hoch angesiedelt sind wie die Klassiker, z. T. jünger sind, dies muss aber nicht sein. Eine eindeutige Definition gibt es nicht, die Einschätzungen sind länderspezifisch unterschiedlich. Häufig sind sie in der UCI-Wertungsskala unter den Klassikern angesiedelt 
Halbetappe: bei einigen kleineren Rundfahrten finden an einem Tag zwei Teiletappen statt, meist morgens eine kurze Etappe und nachmittags ein Zeitfahren 
Hauptfeld: Gruppe mit den meisten Fahrern 
Helmpflicht: seit 2003 müssen alle Fahrer während der Rennen einen Helm tragen, Ausnahme: Anstieg einer Bergankunft 
Henninger Turm, Rund um: deutscher Klassiker, 1962 zum ersten Mal ausgetragen als Werbemassnahme einer Brauerei in Frankfurt, führt über ca. 250 km auf einer anspruchsvollen Strecke durch den Taunus, findet immer am 1. Mai statt 
HEW-Cyclassics: einziges deutsches Weltcuprennen, Hamburg, wurde 1996 zum ersten Mal ausgetragen und führt über 250 km 
Hochleistungstraining: letzter Abschnitt im Trainigsaufbau eines Sportlers, mit dem Ziel die persönlichen Leistungsgrenzen zu erarbeiten und zu erweitern 
Höhentraining: Training im Hochgebirge mit dem Ziel den Hämatokritwert und damit den Sauerstoffgehalt des Blutes zu erhöhen, ein Effekt, der medikamentös mit mit EPO erreicht wird 
Hölle des Nordens: der Frühjahrsklassiker Paris-Roubaix (s. auch da) 
Horn:  "am Horn ziehen" d.h. schnell fahren. Das Horn bezeichnet hier den Lenker des Rades, an dem man sich mit den Armen nach vorne zieht, um einen besseren Druck auf das Pedal ausüben zu können. Ohne diesen Zug am Lenker, würde man bei großem Druck auf das Pedal auf dem Sattel nachhinten rutschen. 
Hors Catégorie (HC): höchste Kategorie, bezeichnet bei Bergwertungen die schwierigste Kategorie, (3/2/1/HC), für die für das Bergtrikot die meisten Punkte vergeben werden. Mit HC werden auch die wichtigsten Rennen und Rundfahrten im Jahr durch die UCI gekennzeichnet 
Hämatokrit:  Hämatokrit bezeichnet die festen Bestandteile im Blut, vor allem rote Blutkörperchen. Der Hämatokritwert wurde als indirekter Nachweis auf EPO genutzt. Es wurde ein Hämatokrit-Limit festgelegt (50%), ab dem ein Sportler "aus Gesundheitsgründen" für 15 tage pausieren muss. Jedoch ist auch der Hämatokrit-Wert leicht zu manipulieren. (-> vgl. EPO) 
Hungerast:  Hypoglykämie, d.h. Unterzuckerung, die eintritt, wenn Fahrer im Verlauf eines Rennens nicht genug Nahrung aufnehmen. Es ist eine plötzlich auftretende Körperschwäche, die auf zu wenig oder zu spät aufgenommene Nahrung zurückzuführen ist. 
  
- I -  
  
in die Luft fliegen: abreißen lassen müssen, platzen 
Internationale Deutsche Meisterschaft (IDM), TUI-Cup Rennserie, der die wichtigsten deutschen Rennen angehören: insgesamt 31 Straßen- und Etappenrennen plus der Deutschen Meisterschaften im Straßen- und Einzelzeitfahren für Elite Männer, Elite Frauen, U23 Männer
2006 zum ersten Mal ausgetragen
offizielle Seite 
Italienrundfahrt: Giro d'Italia, zweitwichtigste dreiwöchige Etappenfahrt, die zum ersten Mal 1909 stattfand 
IPCD:  International Professionnal Cycling Teams
im April 2006 gegründete Interessengemeinschaft von 18 Pro Tour-Teams; 2006 nicht angeschlossen: Phonak, Française des Jeux 
  
- J -  
  
Jedermann-Rennen: Rennen für Hobbyradler mit anspruchsvollem Schwierigkeitsgrad, die neben Eliterennen ausgetragen werden 
Jugend: Kategorie der Fahrer/innen von 16 Jahren und darunter 
Junioren: Fahrer/innen mit 17 und 18 Jahren 
  
- K -  
  
Kapitän: Der Fahrer einer Mannschaft, der bei einem Rennen die besten Siegs- oder Erfolgsaussichten hat und für den die anderen arbeiten 
Känguruh des Tages: der Fahrer im Peloton, der am Ende einer Etappe die meisten Plätze im Klassement gut gemacht hat 
Kette rechts:  den größten Gang auflegen 
Kirmesrennen: auch 'Kriterien', kleinere lokale Rennen, die nicht in die offizielle Wertung eingehen und eher Unterhaltungswert haben, besonders viel nach der Tour de France anzutreffen, auf denen sich die Stars und die Lokalmatadoren ihrem Publikum präsentieren können. 
Klassiker: traditionsreiche Eintagesrennen, die eine hohe Wertschätzung erfahren und die ihren Ursprung schon vor oder um 1900 herum haben, bzw. in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Eine eindeutige Definition dafür gibt es aber nicht. Ob ein Rennen als Klassiker bezeichnet wird, hängt viel von dessen nationaler Bedeutung/ Einschätzung ab. Einige sind dem Weltcup zugeordnet; s. a. unter 'Monumente des Radsports' 
Klassement: Rangfolge, Plazierung der Fahrer 
kleben am Hinterrad: immer direkt am Hinterrad eines anderen Fahrers fahren, diesen nicht weglassen 
Knopf im Ohr: Funkverbindung des Fahrers mit der Teamleitung 
Königsetappe: wichtigste, schwerste, vielleicht schönste und oft die mythenumwobenste Etappe einer Rundfahrt 
Kommissäre, Kommissärskollegium: Rennleiter, kontrollieren die Durchführung des Radrennens auf die Einhaltung der Bestimmungen und Vorschriften, sie stellen Verstöße fest und sprechen Strafen aus: sie haben eine spezielle Ausbildung und benötigen eine Lizenz des nationalen Verbandes, die UCI bestimmt auch internationale UCI-Kommissäre 
Konterattacke: Attacke/Angriff aus dem Feld heraus, die in dem Moment gestartet wird, indem Ausreißer eingeholt wurden 
Krebs des Tages: der Fahrer im Peloton, der am Ende einer Etappe die meisten Plätze im Klassement verloren hat 
Kreisel:  Auch "belgischer Kreisel", spezielle Art der Ablösung beim Training und auch beim Rennen, um sich die Kräfte gegen den Wind einzuteilen und so ein höheres Tempo zu erreichen. Beim belgischen Kreisel wechselt die die kraftraubende Führungsarbeit ständig, der belastete Fahrer fällt aus der führenden Position zurück und der zuvor Zweitplatzierte übernimmt die Spitze... die Gruppe "kreiselt". Das funktioniert nur bei einer Zweierreihe, bei der die eine geringfügig schneller fährt als die andere. 
Kriterien:  siehe Kirmesrennen 
Kuchen: Fahrerfeld, Peloton 
  
- L -  
  
Lizenz: aus dem Reglement: "Die Lizenz ist ein Ausweis, mit dem der Inhaber seine Verpflichtung bestätigt, die Statuten und Reglements zu beachten und der ihm die Teilnahme an Radrennen gestattet."; die Lizenz wird ausgestellt vom nationalen Verband und wird benötigt von allen Teilnehmern bei Rennen: Profi-Fahrer, Radtourenteilnehmer, das gesamte Teampersonal und Offizielle 
Lombardei Rundfahrt: italienischer Klassiker, auch das 'Rennen der fallenden Blätter' genannt, da er stets im Oktober ausgetragen wurde. Die Rundfahrt fand zum ersten Mal 1905 statt, sie ist Teil des Welt-Cups und eines der fünf Radsport-Monumente. 
Lüttich-Bastogne-Lüttich: der älteste Klassiker, erstmals 1892 ausgetragen nur für Amateure, seit 1968 stets im April, gehört zu den fünf Radsport-Monumenten und ist Teil des Weltcups 
  
Lutscher:  "Hinterradlutscher" Fahrer, der nur im Windschatten seines Vordermannes fährt, ohne selber Führungsarbeit zu leisten. Damit spart er Kraft, um im Endspurt an seinem Vordermann, der die Arbeit verrichtet und mehr Kraft gelassen hat, vorbeiziehen zu können. Lutscher sind logischerweise nicht gerade beliebt. 
  
- M -  
  
Maglia azzura: azzurblaues Trikot, Trikot der Intergirowertung des Giro d'Italia 
Maglia ciclamino: cyclamrotes Trikot, Inhaber des Punktetrikots beim Giro d'Italia 
Maglia rosa: Rosa Trikot, Leadertrikot des Giro d'Italia 
Maglia spumante: fiktives Trikot, geschaffen von cycling4fans-usern für die überzeugenste (Asti spumante) Sektflaschen-Öffnungs-Performance durch den Sieger, diese Wertung hat bereits Einzug gefunden bei Eurosport 
Maglia verde: grünes Trikot, Bergtrikot des Giro d'Italia 
Mailand - San Remo: 'La Primavera', der erste Klassiker im Jahr und auch der längste über 294 km, wird seit 1907 ausgetragen; ist Teil des Weltcups und wird den fünf Radsport-Monumenten zurechnet 
Mann mit dem Hammer:  der Rennfahrer erleidet einen Einbruch. Der Begriff geht zurück auf den franz. Karikaturisten Pellos (René Pellarin), der ihn Anfang der 30er Jahre schuf. 
Mannschaftsrennen: Es gibt verschiedene Arten von Straßenrennen, die als Mannschaftsrennen ausgetragen werden. Zweier-Mannschaftszeitfahren, Vierer-Mannschaftszeitfahren, Vierermannschaftszeitfahren, Teamzeitfahren und Mannschaftsrennen, bei denen es eine Teamwertung gibt. 
Materialwagen: Fahrzeuge der Sportgruppen/ Teams, in denen das gesamte Material einschließlich der Ersatzteile und weiteren Zubehörs von Zielort zu Zielort transportiert wird 
Massenspurt, -sprint: der Sprint erfolgt aus einem geschlossenen großen Fahrerfeld heraus 
Massensturz: Sturz an dem viele Fahrer beteiligt sind 
Meisterschaft von Zürich: Schweizer Eintagesrennen, 1910 zum ersten Mal ausgetragen, 1993 umbenannt in Grand Prix Suisse, aber seit 1999 wieder Meisterschaft, die Streckenführung änderte sich öfters, ging zuletzt über 236 km; gehört dem Welt-Cup an 
 s. a. Züri-Metzgete 
Meta volante: spanisch: Zwischensprint 
Monumente,Radsport-: die fünf traditionsreichsten und mythenumwobensten Eintagesrennen werden so bezeichnet: Mailand - San Remo, Flandern-Rundfahrt, Paris - Roubaix, Lüttich-Bastogne-Lüttich, Lombardei - Rundfahrt 
Mountainbike, MTB: geländegängiges Fahrrad, wird im Winter bei den Querfeldein-Rennen und im Sommer beim Cross-Country eingesetzt 
 MTB ist auch der Disziplin-Überbegriff für die Sommer-Gelände-Rennen, nach der UCI gibt es folgende Disziplinen: Cross Country Racing (XC, PP, SC), Downhill (DH), Hill Climb (HC), 4-Cross (4X), Dual Slalom (DS), Stage Race (SR) 
  
- N -  
  
NADA: Nationale Anti-Doping-Agentur. Verbandsübergreifende Koordinations- und Anlaufstelle für nationale Anti-Dopingmassnahmen einschließlich der Kontrollorganisation. 
Nationalmannschaft: Mannschaft, die im Namen bzw. unter der Flagge eines Landes antreten, im Gegensatz zu den Sport-Gruppen; s.a. Nationaltrikot 
'nationale' Meistertrikot: spezielles Trikot, dass dem allein dem nationalen Meister einer Disziplin und Kategorie vorenthalten ist 
Nationaltrikot: Trikot für Nationalmannschaften, muss von der UCI genehmigt werden; das Tragen ist Pflicht bei Weltmeisterschaften, bei kontinentalen Meisterschaften (MTB), für Fahrer, die einer Nationalmannschaft angehören, bei Bahn- und Querfeldeinweltcup, bei den Olympischen Spielen 
neutralisieren: wenn Teams sich gegenseitig so bewachen und contern, dass keiner der Fahrer angreifen und wegfahren kann 
  
- O -  
  
Omnibus:  Omnibus, frz. l'Autobus, ital. Grupetto. Bezeichnet die Gruppe von Fahrern, die bei einer Bergetappe nicht die Fähigkeiten oder Absichten haben (z.B. die Sprinter) vorne mitzuhalten und die sich zu einer größeren Gruppe sammeln, um gemeinsam im Zeitlimit über die Berge zu kommen. Geführt wird der Omnibus dabei meist von einem erfahrenen tempobewußten Fahrer. Sollten die Fahrer das Ziel einmal nicht im vorgeschriebenen Zeitrahmen erreichen, wird es den Veranstaltern außerdem schwerer fallen, ein ganzes Grupetto aus dem Rennen zu nehmen als einen einzelnen Fahrer. 
  
- P -  
  
Parcours: Rennstrecke 
Paris-Roubaix: französischer Klassiker, wird stets im Frühjahr ausgetragen über ca. 260 km, zum ersten Mal 1896. Es ist wohl das mythenumwobenste und spektakulärste Rennen, das wegen seiner vielen, alten und engen Kopfsteinpflasterpassagen und der oft äußerst widrigen Wetterbedingungen auch 'Hölle des Nordens' genannt wird. Gehört zum Welt-Cup und ist eines der fünf Radsport-Monumente. 
Paris-Tour: französischer Klassiker, erstmals 1896 als Amateur-Rennen über 316 km veranstaltet, 1901 wiederaufgenommen; bis 1950 fand es überwiegend im April oder Mai statt, danach Ende September oder Anfang, Mitte Oktober; die Distanz betrug ca 250 km, das letzte Rennen ging über 257.5 km 
parken gehen: nicht mehr mithalten können, z. B. in einem Sprint 
Parterreakrobat:  Sturzkünstler 
PCC: UCI Professional Cycling Council, wurde abgelöst nach Einführung der ProTour vom UPTC 
Pedaleur: Radfahrer 
pedalieren: Radfahren 
Peloton (frz.):  Geschlossenes Fahrerfeld (Hauptfeld) eines Radrennens. 
platt fahren:  Einen Reifendefekt haben 
platzen: am Ende seiner Kraft sein, kaum noch weiter können 
Pot belge / Pot du fou Doping- und Drogen-Coktail auf Basis von Amphetaminen und Kokain. Häufig ergänzt mit Heroin, Coffein und Medikamenten wie Corticoiden.
Pot du fou nannte man die Mixtur anfänglich. Die Herkunft der Bezeichnung Pot belge bleibt unklar, zum ersten Male ist sie 1983 aufgetaucht. Die Koktails gibt es schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts, Amphetamine sind wahrscheinlich 1944 zum 1. Mal von der dt. Wehrmacht zu D-IX (Pot d'Adolf: Kokain, Methylamphetamin, Morphin) zusammen gemixt worden-getestet im KZ Sachsenhausen.
Der Pot belge wurde von den Radprofis und Amateuren vor allem während der Trainingszeiten, kontrollfreien Kriterien und als Partydroge benutzt.
Bekannt wurde der Pot durch viele Prozesse. Mehr hier 
Pot néerlandais (hollandais) Pot belge ohne Kokain, Basis sind Amphetamine und Koffein 
Primavera, la: s. u. Mailand - San Remo, Frühjahrsklassiker 
Professional Continental Team (PCT) ab 2005 gültige neue Team-Klassifizierung, Lizenzvergabe erfolgt durch die UCI, entspricht der bisherigen GS II, eingeführt im Zuge der UCI-Pro-Tour; PCT können zu Pro-Tour-Rennen eingeladen werden 
Prolog:  Auftaktveranstaltung eines Etappenrennens, meist als kurzes Einzelzeitfahren ausgetragen. Es wird dabei die erste Rangfolge ermittelt, sowie häufig auch die ersten Trikotträger für die Sonderwertungen. Der Prolog ist eigenständig und zählt nicht als erste Etappe. 
Pro-Tour, UCI-: Ab 2005 von der UCI eingesetzte feste Serie von 27 Rennen für erst 20, 2006 19, 2007 wieder 20 , 2008 18 Teams, die verpflichtet waren, zu jedem dieser Rennen ein Team zu entsenden. Der Weltcup wurde damit abgeschafft.
Teams 2007, Teams 2008, 2009

Durch die anhaltenden Auseinandersetzungen zwischen den Grand Tours und der UCI brach das bisherige ProTour-Gefüge auseinander, es gibt zwar noch eine Wertung, doch Vuelta, Giro und Tour sowie die Eintagesrennen, die von den entsprechenden Gesellschaften organisiert werden, haben sich 2008 ausgeklinkt. 2009 gab es wieder eine Einigung. 
  
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Querfeldein: Geländeradsport, ausgetragen im Winter, UCI-anerkannt und ähnlich wie der Straßenradsport organisiert, wenn auch von geringerer Bedeutung 
  
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Radbundesliga:  Die Radbundesligen der Männer U 23, der Frauen , der Junioren und Juniorinnen sind Rennserien des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) mit einer durchlaufenden Gesamteinzel- und Mannschaftswertung. Für die Teilnahme an diesen Rennserien sind die Sportordnung, die Wettkampfbestimmungen Straße (WB Straße) und die Generalausschreibung des jeweiligen Jahres maßgebend. 
Radio Tour: offizieller Funkdienst während Radrennen 
Radmarathon: offizielle Veranstaltungen mit Radstrecken über mehr als 200 km 
Radwandern: Radtouren in die nähere Umgebung, entspannt und ohne Leistungsdruck 
Rahmen steht, der: eine stabile, übersichtliche Rennsituation, die taktisch relativ gut abzuschätzen ist, in der Überraschungen oder gefährliche Attacken erst einmal ausgeschlossen scheinen 
Ravitaillement:  franz. für Verpflegungskontrolle, Streckenabschnitt, auf dem den Fahrern Etappenverpflegung gereicht werden kann 
RCS: Veranstalter des Giro d'Italia und weiterer großer rennen wie Tirreno-Adriatico, Mailand-San Remo, Lombardei-Rundfahrt 
Regenbogentrikot:  Weltmeistertrikot. Es ist ein weißes Trikot mit fünf regenbogenfarbigen Ringen auf dem Brustbereich und darf solange getragen werden, bis der neue Weltmeister in der jeweiligen Disziplin feststeht. Ehemalige Weltmeister dürfen die Ärmel ihrer Trikots mit einem regenbogenfarbigen Saum versehen. 
reißen lassen: den Anschluss an die Gruppe verlieren 
Rouleur: Fahrertyp, der bei flachen Etappen besonders gleicmäßig, kräftig und schnell Tempo halten kann 
Ruhetag: rennfreie Tage während längerer Rundfahrten, sie werden auch häufig für den Transfer von einem Etappenort zu einem andern genutzt 
Runder Tritt:  Gleichmäßige Tretbewegung, die das Fahrrad antreibt und die besonders im Einzelzeitfahren wichtig ist. Er ergibt sich aus einer möglichst gleichmäßig auf die Pedale verteilten Druck-, Schub- und Zugkraft. 
Rundfahrtspezialist: Fahrertyp, der den verschiedenen Anforderungen einer Rundfahrt gerecht wird, auf allen Terrains erfolgreich sein kann und Chancen auf ein gutes Abschneiden hat 
Rhythmuswechsel: plötzliches Ändern der Geschwindigkeit, häufiger Rhythmuswechsel am Berg z.B. liegt nicht allen Fahren und kann somit benutzt werdenden Gegner abzuhängen, ihn zu ermüden 
  
- S -  
  
Sack: schweiz.: Führungstrikot 
Sauer fahren:  Die Muskulatur ist übersäuert, Ermüdungs- und erschöpfungserscheinungen treten auf. Oder wissenschaftlich gesagt: Wenn aufgrund der Belastung des Rennens der Sauerstoffverbrauch höher ist als die Aufnahme, bildet sich Laktat, das die Muskelreaktion behindert. 
Sauerstoffzelt: ein Zelt mit Sauerstoff angereicherter Luft, in dem der Sportler schläft und auf diese Weise die Sauerstoffaufnahmefähigkeit seines Blutes zu erhöhen 
Scheibenrad: Rad mit geschlossener, glatter Fläche, das aufgrund seiner aerodynamischen Vorteile bei Zeitfahren eingesetzt wird 
Schlafwagen fahren:  wenn das Hauptfeld langsam fährt. 
einen in den Schuhen haben:  ausgepumpt, sturmreif, fertig sein 
Schuhplatte: Metallplatte unter den Radschuhen, mit der die Pedale fixiert werden 
Senioren: Kategorie der Fahrer/innen ab 30 Jahren, die keiner Sportgruppe angehören 
Siegfahrer: Fahrer, der nciht nur gut ist, sondern in der Lage ist, Siege einzufahren, dies auch schon bewiesen hat 
Soloflucht: ein einzelner Fahrer hat sich vom Feld abgesetzt und versucht allein das/ein Ziel zu erreichen Ziel 
Sonderwertung: gelegentlich bei Rennen zusätzlich eingeführte Wertungen mit Geld- oder Sachpreisen, oft anläßlich eines Jubiläums oder von einem Sponsor ausgesetzt 
Spanienrundfahrt: Vuelta a Espania, dritte dreiwöchige Landesrundfahrt neben der Tour de France und dem Giro d'Italia 
Spezialisten: Fahrer, die besondere Fähigkeiten in einem bestimmten Bereich haben, z.B. Sprinter, Bergfahrer, Eintagespezilisten usw. 
Sportgruppe: Gruppen, herkömmlich als Teams bezeichnet, die unter dem Namen der Sponsoren auftreten (z. B. Gerolsteiner, T-Mobile, Wiesenhof), werden in zwei Kategorien unterteilt (2003 waren es noch 3), in GS I und GS II (groupe sportif, trade team), der Status richtet sich u. a. nach den erreichten Weltranglistenpunkten, der finanziellen Ausstattung und Solidität, die von der UCI überprüft wird 
sprengen, das Feld, die Gruppe: durch Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit, mittels einer Attacke wird das Fahrerfeld verkleinert, da nicht alle dem/den Angreifenden folgen können 
springen, wegspringen: attackieren, sich plötzlich lösen 
Sprinter: Fahrertyp, Spezialist für die schnellen explosiven (Etappen)sprints 
Sprintvorbereitung: Phase vor dem Zielsprint, in der Teamkollegen versuchen durch Tempoarbeit und Positionskämpfe ihrem Sprinter eine optimale Ausgangslage zu verschaffen 
Spritzigkeit: Fähigkeit, schnell, aus 'dem Stand', explosiv, unerwartet anzutreten, zu beschleunigen 
Startgeld: Geldsumme, die Fahrern gezahlt wird dafür, dass sie an einem Rennen teilnehmen 
Stehversuche: taktisches Vorgehen bekannt aus dem Bahnradsprint, wenn Fahrer extrem langsam fahren, sich belauern um dann plötzlich explosiv anzutreten um zu gewinnen. Gelegentlich verhalten sich auch Straßenfahrer im Kampf um den Sieg entsprechend. 
Streckenführung: geographischer Strecken-, Etappenverlauf 
Streckenkontrolle: Überprüfung der Etappenstrecke daraufhin, ob die vorgeschriebenen Sicherheitsmassnahmen greifen 
Stricken:  Ein Radfahrer "strickt", wenn er infolge von Erschöpfung eine Steigung nicht mehr gerade hochfahren kann, sondern ein "Zick-Zack-Muster" beschreibt. Dadurch wird der Weg zwar länger aber die Steigung geringer. 
Super-Cup: Serie ausgewählter Radmarathons, veranstaltet von Radsportvereinen und dem BDR 
Super-Prestige Pernod 1959 bis 1987 gültige saisonale Fahrerwertung; gefolgt vom UCI-Weltcup 
Synacthen Medikament, wird eingesetzt bei Multibler Sklerose und ähnelt einem Corticosteroid. Es wirkt euphorisierend, verbessert die Energiebereitstellung auch durch Unterdrückung des Schmerzempfindens. Link
Seit den 80er Jahren beliebtes Dopingmittel. Erst 2006 wurde ein Nachweisverfahren entwickelt: Link
  
- T -  
  
Tauchen:  Verbotener Weise eine oder mehrere Runden im Rennen auslassen, bei Kriterien oder Rundstreckenrennen mit Rundenvergütung wird das Tauchen durch das Vortäuschen eines Defekts "verfeinert". 
TAS: Tribunal Arbitral du Sport, Sportgerichtshof, oberste internationale Entscheidungsinstanz, auch zuständig für Dopingfragen, hat offiziell 1984 die Arbeit aufgenommen, siehe auch CAS 
Teamfahrzeug: Personenwagen, die den Teams während der Rennen zugeordnet sind und mitfahren können, meist geführt von den sportlichen Leitern bzw. Renn-, Teamverantwortlichen, ausgerüstet mir den notwendigsten Ersatzteilen und Ersatzrädern 
tempofest: hohe Geschwindigkeit, hohes Tempo über eine lange Distanz auch unter widrigen Bedingungen durchhalten können 
Teufelslappen:  auch 'flame rouge', rotes Dreieck, womit den Fahrern der letzte Kilometer des Rennens angezeigt wird 
Top Clups: die 10 besten Sportgruppen gemäß Teamweltrangliste 
Tour de France:  Das berühmsteste und größte Etappenrennen der Welt. Sie wird seit 1903 gefahren. Zu den erfolgreichsten Fahrern, die je an der Tour teilgenommen haben gehören mit je fünf Siegen Jaques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault und Miguel Indurain. 
Train bleu, le/der der blaue Zug: Fahrerallianz, 'mafiöse Gruppe', Begriff entstand Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts im Bahnrad-/ Sechstagesport. Nur die prominentesten Fahrer bestimmten über Sieg und Niederlage und die Verteilung der Gelder. Mit dabei die absoluten Heroen Coppi, Rivière, Koblet. Der Begriff geht zurück auf den gleichnamigen französischen Luxuszug Paris-Mittelmeer.
Von 'blauem Zug' wird heute auch aufgrund der überwiegend blauen Trikots gesprochen, wenn die Teams von Petacchi (Fasso Bartolo) oder Armstrong (USPostal, Discovery Channel) für ihren Kapitän das Feld kontrollieren 
Trainingskontrolle: Dopingkontrolle, die unerwartet, unangekündigt während der Trainigsphasen oder im Umfeld der Rennen stattfindet 
Trainingsplan: langfristiger Aufbauplan des Trainings, der Trainingsvorgaben 
Trainingsrückstand: im Trainingsaufbau zeitlich zurückliegend, so dass der Leistungstand, der zu einem bestimmten Zeitpunkt erreicht werden soll, gefährdet ist 
Trial: Hindernisfahren mit dem Mountainbike, Fahren durch unwegsames Gelände vercshiedenster Bodenbeschaffenheit und versehen mit schweren Hindernissen; dabei sollten die Füße die Pedale nicht verlassen; seit 1993 kümmert sich der BDR um diesen Sport 
TUI-Cup, Internationale Deutsche Meisterschaft (IDM) Rennserie, der die wichtigsten deutschen Rennen angehören: insgesamt 31 Straßen- und Etappenrennen plus der Deutschen Meisterschaften im Straßen- und Einzelzeitfahren für Elite Männer, Elite Frauen, U23 Männer
2006 zum ersten Mal ausgetragen
offizielle Seite 
  
- U -  
  
U23: Fahrer von 19 bis 22 Jahren, für sie gibt es eigene Rennen und auch Weltmeisterschaften; Fahrer. die einer Sportgruppe angehören, werden automatisch als Elite eingestuft 
Übersetzung:  Bezeichnet das Verhältnis der Umlauffrequenzen von Pedale und Rad. Eine Veränderung der Übersetzung wird durch den Gangwechsel herbeigeführt, d.h. die zurückgelegte Strecke pro Pedalumdrehung wird größer oder kleiner. 
Union Cycliste Internationale (UCI):  Die UCI ist der Radsport-Weltverband, er hat seinen Sitz in Lausanne/Schweiz. 
Unipublic: Veranstalter der Vuelta a Espania 
UPTC (UCI ProTour Council)(s.a.CUPT): Rat des Profiradsports, oben angesiedelt in der UCI-Struktur 
  
- V -  
  
Vélo: franz. Fahrrad 
Velodrom: Radrennbahn 
Velociped: Bezeichnung für die ersten Fahrräder bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Zum ertsen male soll der Begriff 'vélocipéde' 1779 im 'Journal de Paris' verwandt worden sein 
Verfolger: Fahrer, allein oder als Gruppe, die versuchen an vor ihnen fahrende heranzukommen 
Verhungern: nicht mehr weiter können, am Ende der Kraft sein, abgehängt werden 
Verpflegungskontrolle: Streckenabschnitt während einer Etappe, auf dem den Fahrern Verpflegungsbeutel durch Teammitglieder gereicht werden, franz. 'Ravitaillement' 
Volksradfahren: kurze bequeme Radtouren für die ganze Familie und jedes Alter 
Vuelta a Espania: Spanienrundfahrt, dreiwöchige Landesrundfahrt, die 1935 zum ersten Mal stattfand 
  
- W -  
  
WADA: Welt-Anti-Doping-Agentur. Sie wurde 1999 in Lausanne gegründet und ist die mittlerweile von allen olympischen Sportverbänden anerkannte oberste Autorität der internationalen Antidoping-Bewegung 
in eine Wand fahren: einbrechen, am Ende seiner Kräfte sein 
Wasserträger:  Unterstützende Mitglieder einer Rennmannschaft, die den Kapitän (und die anderen Teammitglieder) mit Nahrung und Getränken versorgen. 
wegfliegen (hinten): schnelles Abgehängtwerden durch plötzliche Tempoverschärfung 
Weltcup: 1989 wurde der Radweltcup von der UCI eingeführt. Er setzt sich zusammen aus zehn Eintagesrennen, darunter alte traditionsreiche, 5, im Frühjahr und 5 nach der Tour de France bis in den Herbst. Hierzu gibt es eine besondere Weltcupwertung, bei jedem Rennen erhalten die ersten 25 Fahrer Punkte, der Fahrer mit den meisten kann im Weltcuptrikot auftreten 
Weltcuprennen: 10 Eintages-Rennen, meist Klassiker: Mailand-San Remo, Flandern-Rundfahrt, Paris-Roubaix, Amstel-Gold-Race, Lüttich-Bastogne-Lüttich im Frühjahr, HEW-Cyclassics, Classica San Sebastian, Meisterschaft von Zürich, Paris-Tours, Lombardei-Rundfahrt im Sommer und Herbst 
Weltmeistertrikot: jede Disziplin und Kategorie hat ein eigenes WM-Trikot, das 'Eigentum' der UCI ist, durch die genau festgeschrieben ist wann das Trikot getragen werden muss und wann nicht; s. a. Regenbogentrikot 
Weltrangliste/-nrennen: UCI-Weltranglistenrennen sind Rennen, bei denen Fahrer/innen für Plätze in den vorderen Rängen Punkte erhalten, die im Laufe eines Jahres summiert werden und je nach Höhe den Rang des Sportlers/ der Sportlerin innerhalb der Liste festlegen 
Wiegetritt:  Fahrtechnik für Bergfahrer, bei der der Fahrer sein Körpergewicht abwechselnd auf beiden Pedalen verlagert und den Lenker genau in die entgegengesetzte Richtung drückt. 
im Wind fahren, stehen: Fahrer, die von vorne keinen Windschutz durch andere erhalten, wodurch sie besonders viel Kraft verbrauchen 
Windkante:  Starker Seitenwind macht es den Fahrern schwer, Windschatten zu finden, sie bilden auf der Suche nach Windschatten diagonal über die Straße Fahrerreihen, Staffeln. Dabei kann es leicht passieren, daß das Feld auseinandergerissen wird. 
Windschatten:  Der Windschatten befindet sich auf der des Wind abgewendeten Seite des Körpers. Fahrer die sich im Windschatten eines anderen Teilnehmers aufhalten bzw. fahren, können bis zu 30% Energie sparen. 
 "Fahrer auf die Windkante setzten" das sind Fahrer, die keinen Platz mehr in der diagonalen Windstaffel finden. Diese Fahrer machen dann in der Regel eine weitere Windstaffel auf. 
  
- Z -  
  
Zeitfahren:  Es gibt Einzelzeitfahren, Zweier-Mannschaftszeitfahren oder Teamzeitfahren. Das sind einzelne Rennen oder Teilstücke von Etappenrennen, bei denen der einzelne Fahrer oder ein Team alleine eine bestimmte Strecke zurücklegen muß. 
Zeitfahrmaschine:  Speziell für das Zeitfahren hergestelltes und präpariertes Rad, das sich meist durch Leichtigkeit und besondere Windschnittigkeit auszeichnet. 
Zeitlimit: Zeitrahmen, gemesen nach der Siegerzeit, innerhalb dessen die Fahrer das Ziel erreicht haben müssen, er ist unterschiedlich nach Etappenart und Rennen. Wer rausfällt, muss das Rennen verlassen. 
Zielsprint:  Sprint um den Etappensieg 
Züri-Metzgete: traditioneller regionaler Name der Meisterschaft von Zürich (s. da), der wahrscheinlich auf die ersten Austragungsjahre zurückgeht. Im Frühjahr ausgetragen, auf schlechten Straßen, unter widrigen Wetterbedingungen mit mehreren hundert Teilnehmern waren Massenstürze immer gegeben, die Fahrer lieferten sich heftige Kämpfe, wahre Schlachten, sie 'metzelten' sich sozusagen gegenseitig nieder 
Zweite Luft haben:  Wiedererstarken 
Zwischensprint: Während der meisten Rundfahrten gibt es in den Etappen verteilt einige Sprintwertungen, bei denen Punkte für die Sprintwertungen / Trikots oder Zeitbonifikationen gewonnen werden können, spanisch auch 'Meta Volante' 


 

Beitrag von LOGO und maki


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