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Platz 18 - Alexis Gougeard

Alexis Gougeard

Frankreich

05.03.1993

 

Fahrertyp: Allrounder

Wichtigster Erfolg: Prologsieger Tour de l'Avenir (2.Ncup) 2013

Team/Verein 2013: USSA Pavilly-Barentin

Stagiaire:

Team 2014: AG2R La Mondiale

Beste Mock-Platzierung: Neu

Web: www.facebook.com/alexis.gougeard / https://twitter.com/gougeardA

 

Alexis Gougeard ist in Rouen gebürtig, lebt in Rouen und fährt bislang für ein Team, das in Rouen ansässig ist. Man tut dem jungen Franzosen also sicher kein Unrecht, wenn man ihn als Normannen durch und durch bezeichnet. Immerhin bürgt dies ja im französischen Radsport auch für eine gewisse Qualität. Diese schlug sich bei Alexis bereits während seiner Juniorenzeit in Ergebnissen nieder. Dank der französischen Juniorenmeisterschaft im Punktefahren 2010 und dem zweiten Platz in der Mannschaftsverfolgung bei eben jedem Bewerb, erschließt sich uns, dass Alexis Gougeard eine Ausbildung auf der Bahn erhalten hat. Da ist er beileibe nicht der erste und letzte Fahrer auf dieser oder auch anderen Edition der Mock List und doch bringt es die üblichen Perspektiven, wie auch Schwierigkeiten mit sich, denen sich diese Fahrer zu Begin einer Karriere als Profi ausgesetzt sehen.

Bereits ein Jahr später setzte sich Gougeard auch auf der Straße, okay es war Pflaster, in Szene. Die Juniorenedition von Paris – Roubaix beendete er auf Rang 2, geschlagen nur von seinem Landsmann Florian Sénéchal. Zusätzlich konnte er eine Etappe des Grand Prix Rüebliland in der Schweiz gewinnen. Das war es dann auch schon wieder mit der Juniorenherrlichkeit und Alexis stieg im vergangenen Jahr eine Klasse auf und fuhr sein erstes U23 Jahr. Seine Siege in diesem Jahr beschränken sich auf den nationalen Bereich. So siegte er beim Zeitfahrwettbewerb GP de Vassivière und ließ auf den 25 Kilometern immerhin Gert Jõeäär und Yoann Paillot hinter sich. Darüberhinaus siegte er beim Zeitfahren der Trois Jours de Cherbourg (NE). Dazu fügte Gougeard auf nationaler Ebene noch den Vizetitel im U23-Straßenrennen hinzu und wurde Dritter der kleinen Rundfahrt Kreiz Breizh Elites (2.2). Auch hier legte er den Grundstein für die gute Endplatzierung mit einem starken Zeitfahren. Wieder schlug er dort Yoann Paillot, nur Andre Steensen war zehn Sekunden schneller als der Normanne. Die zweite Jahreshälfte verbrachte Gougeard als Stagiaire im Team Véranda Rideau- Super U, ohne jedoch wirklich auf Ergebnisse und Rennen zu kommen. Im Europameisterschaftszeitfahren blieb er diesmal blass und belegte den zwölften Rang, auch deutlich hinter Yoann Paillot, den er auf vergleichbaren Distanzen schon geschlagen hatte.

Das aktuelle Jahr begann der Rouleur aus dem Norden Frankreichs mit einem zweiten Rang im Prolog seiner Heimatrundfahrt, der Tour de Normandie (2.2). Nur Thomas Scully war hier schneller. Die Rundfahrt konnte Gougeard jedoch nicht beenden. Dafür gewann er die erste Etappe des Circuit du Mené (NE). Natürlich ein kurzes Einzelzeitfahren über 6,1 Kilometer. Nach Rang Zehn bei der ZLM Tour (1.NCup) in der ersten größeren Gruppe, gewann Alexis die Tour de la Manche (NE) nach fünf Etappen, wieder dank eines guten Zeitfahrens. Hier musste er sich allerdings Christophe Laporte geschlagen geben. Seine Fähigkeiten als Allrounder brachte Gougeard im Juni beim kanadischen U23-Rennen Coupe des nations Ville Saguenay (2.Ncup) zum Einsatz. Er siegte auf der ersten Etappe im Sprint einer kleineren Gruppe vor Diego Ochoa und Bakhtiyar Kozhatayev. Ebenfalls mit in dieser Gruppe war der Norweger Sondre Holst Enger, der mittels Zeitgutschriften auf den beiden folgenden Etappen noch an Gougeard vorbeikam und diesem den Gesamtsieg wegschnappen konnte. Hätte es doch hier bloß mal noch ein kurzes Einzelzeitfahren gegeben. Sollte es noch weiterer Beweise für die Vielfältigkeit von Alexis Gougeard bedürfen, so reicht ein Blick auf die vier Etappen Bergwahnsinn in den Savoyer Alpen. Er belegte den elften Gesamtrang, wenn auch 15 Minuten hinter dem Sieger. Dennoch keine schlechte Leistungen für jemanden, der von der Bahn kommt. Der Sommer von Alexis Gougeard stand dann ganz im Zeichen von drei Zeitfahrwettbewerben. In Zahlen: Platz 5 bei den Mittelmeerspielen 1:07 hinter Paillot, Platz 7 bei der Europameisterschaft 41 Sekunden hinter Campenaerts und Rang 3 bei der französischen U23 Meisterschaft 36 Sekunden hinter Paillot. Deutlich erfolgreicher hingegen lief der Prolog bei der Tour de l’Avenir (2.Ncup), denn diesen konnte Gougeard vor Lasse Normann Hansen und Julien Alaphilippe gewinnen. Die Führung konnte Gougeard dann bis zur vierten Etappe verteidigen, in der Endabrechnung belegte er den 34. Rang.

Schon vor seinem Prolog-Sieg hatte sich für den Normannen das leidige Thema Profivertrag erledigt, denn er unterschrieb für zwei Jahre bei AG2R La Mondiale. Weniger klar hingegen ist der sportliche Weg von Gougeard, denn auch nach zwei Jahren U23 wirken seine Leistungen etwas schwammig. Gute Zeitfahren bei Rundfahrten, aber wenig überzeugende Zeitfahren zuletzt bei den großen Wettbewerben. Ordentliche bis gute Ergebnisse an Hügeln, mal hier und da am Berg. Möglicherweise hat hier also auch schon die Transformation vom reinen Zeitfahrer hin zu einem Rundfahrer begonnen. Dafür sprechen dann auch die eher zierliche Statur des Franzosen und die Tatsache, dass er mit AG2R von einem Team gewählt wurde, dass eine Reihe an exzellenten Rundfahrern unter Vertrag hat. Vor dem Abenteuer Profikarriere bestreitet Gougeard noch beide WM-Rennen. Vermutlich das Zeitfahren als Statist und das Straßenrennen als Helfer.

 

nominated by Toms Skujins, Sean de Bie, Daan Olivier, Silvio Herklotz & gardener, presented by Ocaña



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