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Platz 29 - Oskar Svendsen

Oskar Svendsen

Norwegen

10.04.1994

 

Fahrertyp: Zeitfahrer, Etappenfahrer

Wichtigster Erfolg: Juniorenweltmeister Zeitfahren (2012)

Team/Verein 2014: Team Joker-Merida

Stagiaire: -

Team 2015: Auszeit

Beste Mock-Platzierung: 37

Web: https://twitter.com/OskarSvendsen

 

Vergangenes Jahr war dieser Junge neben Enger das wohl größte U23 Talent Norwegens. Mittlerweile sind einige Fahrer aus dem Land der Fjorde auf ähnlich starkem Level. So deuten Lunke, Eiking, Skjerping und Bystrøm an, dass die Talentdichte in Norwegen sehr hoch ist. Spätestens seit dem Sieg von Alexander Kristoff bei Mailand - San Remo ist der Radsport in norwegischen Medien so präsent wie vor fünf Jahren, als Thor Hushovd das grüne Trikot bei der Tour de France gewann. Es gibt immer mehr im Fernsehen übertragene Rennen aus Norwegen. Allen voran die Tour of Norway, die dieses Jahr zu einem 2.HC Rennen klassifiziert wurde, also nur eine Stufe unter der World Tour. Daneben sorgen die Tour des Fjords und das Arctic Race für einen guten Rundfahrtenkalender, etwas was in Deutschland nicht existent ist. Folgerichtig nimmt auch die Anzahl der norwegischen Fahrer im Profiradsport zu. Neben den bereits genannten dürften Breen und Laengen die nächsten Namen sein, die auf sich aufmerksam machen könnten. Das einzige Problem dürfte darin liegen, dass es kein Profiteam aus Norwegen gibt. So werden in naher Zukuft die größten Talente weiterhin in ausländische Teams wechseln, bis sich ein lukrativer Geldgeber findet.

 

Doch zurück zu Svendsen. Nach dem überraschenden Sieg im WM Zeitfahren der Junioren sprach man im Heimatland von Oskar von einem kleinen Radsportwunder. Der bis zum 15. Lebensjahr im Alpinsport aktive Svendsen schaffte schnell den Sprung zur Weltspitze seiner Altersklasse. Im Jahr 2013 stach ein fünfter Platz bei der Tour de l'Avenir heraus, es war aber ein Jahr ohne nennenswerte Ergebnisse im Zeitfahren. 2014 sollte zur weiteren Entwicklung beitragen, wobei ihm dies nur bedingt gelang...

Die diesjährige Saison begann sehr schleppend. In den Niederlanden und Frankreich beendete Svendsen gerade einmal zwei von sechs Rennen. Die norwegischen Klassiker im Mai sollten sein Frühjahresziel sein. Aufgrund anhaltender Krankheitfälle konnte er jedoch keines dieser Rennen beenden. Die heimische Tour des Fjords konnte er immerhin durchfahren. Die Konkurrenz im eigenen Land war aber besser unterwegs. Bei den Landesmeisterschaften dann ein erster Lichtblick - Platz vier im Zeitfahren. Bei der Europameisterschaft immerhin die Top15 erreicht. Wenn man aber nach dem größten Erfolg des laufenden Jahres von Oskar Svendsen suchen möchte, dann wird man in Italien fündig. Zwei kurze, aber knackige Zeitfahren der Valle d'Aosta führten zu Platz vier und Platz zwei, dem einzigen Podestergebnis 2014. Das Arctic Race of Norway konnte er nicht beenden und die Tour de l'Avenir wurde für Svendsen zu einer Enttäuschung. Das letzte Rennen der Saison ist das Einzelzeitfahren bei der WM.

 

Wieso verdient sich Svendsen nach der verkorksten Saison einen Platz in der Mocklist? Waren Lunke und Bystrøm nicht besser? Svendsen bleibt ein talentierter Fahrer und Durststrecken gehören zu einer Radsportkarriere dazu. Für kommendes Jahr will sich Svendsen eine Auszeit vom Radsport nehmen, um sich auf sein Psychologiestudium zu konzentrieren. Vielleicht ist es auch der richtige Schritt, um sein Leben zu ordnen. Wenn er jedoch zurückkehren sollte, dann dürfte er eine weitere Chance bei seinem bisherigen Team Joker erhalten.

 

nominated by olisimpson22 & Silvio Herklotz, presented by olisimpson22


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