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Platz 26 - Miguel Ángel López

Miguel Ángel López

Kolumbien

04.02.1994

 

Fahrertyp: Rundfahrer

Wichtigster Erfolg: Gesamtsieg Tour de l’Avenir 2014

Team 2014: Lotería de Boyacá - Indeportes

Stagiaire: -

Team 2015: Astana Pro Team

Beste Mock-Platzierung: Neu

Web: https://www.facebook.com/miguelangel.lopezmoreno.54

 

Wie in den 1980er Jahren ist die Tour de l’Avenir in den vergangenen Jahren zu einer kolumbianischen Liebesangelegenheit geworden. Durch Miguel Ángel López gab es nach Quintana 2010 und Chaves 2011 bereits den dritten Sieg innerhalb von fünf Jahren für die Könige der Berg-Etappen aus Südamerika. Bemerkenswert ist dabei, dass es erst der zweite Renneinsatz für López in Europa war. Ende August legte er ein DNF beim italienischen GP Capodarco (1.2) hin, nur um dann ein paar Tage später die wichtigste und schwerste Rundfahrt der Klasse U23 zu gewinnen.

 

Es ist darüber hinaus schon schwierig überhaupt irgendwelche Ergebnisse über das aktuelle Jahr für den kolumbianischen Senkrecht-Starter aus Pesca im Bundesstaat Boyacá zu finden. Überhaupt kam Miguel erst sehr spät zum Radsport als Sportart. Bis zu seinem 17. Lebensjahr bestand sein Training aus dem täglichen Schulweg, den er mittels seines Rades zurücklegte. Während dieser Zeit siegte er zunächst bei regionalen Mountainbike Events und ging dann mehr und mehr auf die Straße. Insgesamt kann man bei López wohl durchaus von einem Spätstarter sprechen, da er seine ersten Rennen wohl erst im Alter von 16 oder 17 Jahren fuhr. Gefördert und betreut vom ehemaligen Tour de France Teilnehmer Rafael Acevedo arbeitete sich López trotz einiger schwerer Sturzverletzungen mit Brüchen bei den Junioren durch regionale Rennen immer weiter nach oben. Und wenn er mal nicht verletzt war, siegte er bei sehr vielen Rennen. So gewann er dann 2014 standesgemäß die Vuelta de la Juventud Colombia (NE), also die U23-Landesrundfahrt, mit einem Etappensieg am über 3.000 Meter hohen Alto de Crucero. Darüber hinaus gelang es dem gerade einmal 20-jährigen das Auftakt-Bergzeitfahren der Clásica de Fusagasugá (NE) zu gewinnen. Auf einer Distanz von 22,6 Kilometer konnte er sogar den großen Oscar Sevilla um fünf Sekunden hinter sich lassen. Die restliche Konkurrenz fand sich noch deutlich weiter zurückliegend wieder.

 

Mit dem Sieg bei der Vuelta de la Juventud qualifizierte sich López dann also auch für die Tour de l’Avenir (2.Ncup). Geradezu passend die Strecke, gespickt mit vier Bergankünften in der zweiten Hälfte des Rennens. Den Sack holte er sich am Plateau de Solaison durch einen dritten Platz als bester Fahrer, der nicht aus einer Ausreißergruppe kam. Einen Tag später wurde er dann Fünfter, bevor er auch noch die Etappe nach La Rosière vor Robert Power und Aleksey Rybalkin gewinnen konnte. Brenzlig wurde es auf dem letzten Teilstück, als Louis Vervaeke den Kolumbianer kurzzeitig aus dessen Trikot fahren konnte. Nur mit der Unterstützung seines starken Teams gelang es López schließlich Schlimmeres zu verhindern und den Rundfahrtsieg abzusichern. Abrunden konnte er die Saison mit dem dritten Gesamtrang und sechs Top-Ten-Etappenplatzierungen bei seinem Heim-Rennen, der Vuelta a Boyaca (NE).

 

Mit seinen 20 Jahren hat Miguel Ángel López bereits viel erlebt. Heftige Stürze mit schwerwiegenden Verletzungen und einen Überfall während einer Trainingsausfahrt, bei dem er niedergestochen wurde und seine Angreifer dennoch erfolgreich in die Flucht schlagen konnte, haben ihm dem Spitznamen „El Superman“ eingebracht. Im Jahr 2014 lief für den talentierten Kolumbianer so vieles richtig gut, dass die Profi-Teams Schlange standen, um ihn zu verpflichten. Der Zuschlag, den sein Berater Rafael Acevedo schließlich aushandelte, ging an das Team Astana. Dort wird er neben Mikel Landa der einzig spanisch sprechende Fahrer sein. Dazu macht López einen Riesenschritt, der größer kaum sein könnte. Zwei Rennen in Europa ist er erst gefahren, selbst in Kolumbien kaum auf dem allerhöchsten Niveau. So kann man nur sehr gespannt sein, ob López in der Lage sein wird, seinen Höhenflug fortzusetzen oder aber ob es doch besser gewesen wäre, die Sache etwas ruhiger anzugehen.

 

nominated by gardener & Ocana, presented by Ocana


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