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Platz 22 - Owain Doull

Owain Doull

Großbritannien

02.05.1993

 

Fahrertyp: Sprinter

Wichtigster Erfolg: Gesamtsieg Le Triptyque des Monts et Châteaux 2014

Team/Verein 2015: Team Wiggins (CT)

Stagiaire: -

Team 2016: unbekannt

Beste Mock-Platzierung: -

Web: https://twitter.com/owaindoull

 

Owain Daniel John Doull, wie der aus Cardiff stammende Waliser mit vollem Namen heißt, entdeckte 2005 mit 12 Jahren das Radfahren für sich, wenngleich zunächst als Hobby. 2007 war er erstmals Teil des British Cycling Olympic Talent Program, trat in der Folge dem größten britischen Junioren-Team, dem Hargroves Cycles Race Team in Southampton bei und wurde schließlich in das Olympic Development Program aufgenommen.

 

Dass man in den jungen Jahren Doulls nur wenige brauchbare Ergebnisse auf der Straße findet, liegt an seiner erfolgreichen Fokussierung auf die Bahn. Schon 2010 als Junior gewann er WM-Silber mit der Mannschaft (u.a. mit Simon Yates), wurde britischer Meister im Punktefahren und zusätzlich Straßenmeister in Wales. 2011 feierte er ungebremst weiter Erfolge, erneut als britischer Meister im Madison und Punktefahren, mit zwei Medaillen bei den Commonwealth Youth Games in Straßenrennen und Teamzeitfahren sowie dem kompletten Medaillensatz bei der Bahn-EM mit Bronze im Omnium, Silber in der Einerverfolgung und Gold in der Mannschaft. Seinen bis dato größten Erfolg feierte er 2012 als britischer Meister in der Einerverfolgung (bei den Senioren!), dem er auch noch Gold in der Mannschaft und Silber im Punktefahren folgen ließ. Folglich wurde er Ende des Jahres in das British Cycling Academy Program übernommen, womit der Übergang in den Senioren-Bereich eingeläutet war.

 

2013 schloss sich der Waliser dem Team 100 % Me an. Neben dem EM-Sieg mit dem britischen Vierer sammelte Doull erste Erfahrungen und Titel bei Bahn-WM (5. im Scratch sowie 11. im Madison) und Weltcups (Gold im Scratch und der Mannschaftsverfolgung). Und auch auf der Straße gelangen ihm die ersten Paukenschläge, nachdem er im Vorjahr erstmals die Tour of Britain mit der Nationalmannschaft bestreiten durfte: Sieg in der Punktewertung und Top12-Plazierungen bei allen 8 Etappen des An Post Ras (2.2), Etappen-3. der Thüringen-Rundfahrt (2.2U) hinter Ewan und Cort, Sprint-6. bei der Tour of Britain (2.1) sowie 4. der ZLM Tour (1.Ncup).

 

In der Saison 2014, die Doull für Sean Kellys An Post-Chain Reaction Team bestritt, schlug die Waage noch etwas weiter in Richtung Straße aus. Einem Mannschafts-EM-Titel sowie 2 Goldmedaillen im Madison und der Mannschaft beim Bahn-Weltcup in London stehen der Gesamtsieg bei Le Triptyque des Monts et Châteaux (2.2) inkl. Etappenerfolg vor u.a. Benoot, Konrad und Teunissen, Platz 4 bei der U23-Flandernrundfahrt (1.Ncup), der Vizemeistertitel bei den nationalen U23-Zeitfahrmeisterschaften sowie eine Top5-Plazierung bei der Tour de l'Avenir (2.Ncup) gegenüber.

 

Nach nur einem Jahr wechselte Doull zu dieser Saison zum neugegründeten Team Wiggins. Während es auf der Bahn „nur mehr“ WM-Silber mit der britischen Mannschaft gab, sicherte sich der Waliser zwei Etappensiege beim Fleche du Sud (2.2), einen als Ausreißer im Sprint 1 gegen 1, den zweiten im Massensprint u.a. vor Kamp und Meisen. Zudem wiederholte er den 2.Platz im Einzelzeitfahren der britischen U23-Klasse, während er seinen Titel bei Le Triptyque des Monts et Châteaux (2.2) nicht verteidigen konnte und im GK knapp dem Franzosen Calmejane den Vortritt lassen musste. Auch bei La Cote Picarde (1.Ncup) zog er im Sprint gegen den Italiener Consonni knapp den Kürzeren. Einen herausragenden Eindruck hinterließ er zuletzt bei der heimischen Tour of Britain (2.1), bei der er alle acht Etappen im Durchschnitt als 6. und nie schlechter als Platz 11 (bei der vorentscheidenden Bergankunft) beendete. Darunter fand sich sowohl Platz 4 im Massensprint hinter dem Top-Trio Viviani, Cavendish und Greipel, Platz 3 im Sprint hinter zwei Ausreißern als auch vier weitere Top6-Platzierungen. Dank der ausgeglichenen Fahrweise und dem vehementen Kampf um Bonussekunden wurde Doull am Ende nicht nur mit dem Sieg in der Punktewertung vor Boasson Hagen oder Viviani, sondern auch mit dem überragenden 3.Platz in der Gesamtwertung hinter Boasson und Poels, aber vor Stybar, Kruijswijk und der 2009er Mock List-Nr. 1 Guldhammer belohnt.

 

Ein Sprung zu den Profis im Jahre 2016 gilt trotz dieser Auftritte nicht als wahrscheinlich. Schon Ende 2014 lehnte er ein Angebot der französischen Mannschaft Europcar ab, weil er sich noch nicht bereit für diesen Schritt fühlte. Zudem wird 2016 sein Hauptaugenmerk auf Olympia in Rio de Janeiro liegen. Da gibt es natürlich schlechtere Voraussetzungen, als an der Seite von Sir Bradley Wiggins zu lernen und möglicherweise einen der begehrten Plätze im britischen Mannschaftsvierer zu ergattern…

 

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