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von Jan Brainweak, Juli 2007

© Fotos: maki, Jan Brainweak, MrsFlax



Wie ich wegen Jaan Kirsipuu beinahe verhaftet worden wäre...

Für jemanden wie mich, der nichts lieber tut, als Rennrad zu fahren oder anderen dabei zuzusehen, gibt es natürlich nichts größeres, als per Rad einen Trip zur 'Tour de France' zu unternehmen. Und dabei, noch möglichst zeitnah zu den Profis, möglichst große Teile der Originalstrecke abzufahren. Idealerweise auf großen Bergetappen.



Zuletzt habe ich diese Chance im Juli 2005 wahrgenommen. Dank freundschaftlicher Beziehungen in den Schwarzwald war die Unterkunftsfrage problemlos geklärt. Die erste Etappe der damaligen Tour mit einem halbwegs richtigen Berg wartete auf mich: von Pforzheim über den Col de la Schlucht nach Gerardmer. Es sollte eine denkwürdige Etappe werden – der Godfather of the Bunch hatte seinen eisernen Griff gelockert und seinen Roboterhorden einen freien Tag gegönnt. Die Jungs aus den feindlichen Gangs durften auch einmal spielen, und für einen kurzen Moment schien es, als ob das verbrecherische Regime des Hodenlosen ins Wanken geraten könnte.





In diesem Fall: ein wenig mehr als 15 Kilometer bis ins Ziel



Eine trügerische Hoffnung, aber von all dem ahnte ich noch nichts, als ich mich frühmorgens auf den Weg machte. Ich startete alleine – alle Personen, mit denen ich irgendwie vage verabredet gewesen war, hatten aufgrund unsicherer Witterungslage einen Rückzieher gemacht oder sich gar nicht erst rückgemeldet. Wenigstens konnte ich dadurch mein eigenes, gemütliches Tempo fahren, ohne Verabredungstermine im Hinterkopf und bei optimaler Krafteinteilung. Ich rechnete mit etwa 260 Kilometern Strecke hin und zurück – da darf man nicht gleich auf den ersten Metern Stoff geben, besonders wenn darunter die beiden 17%-Kehren hinter Welschensteinach sind.



Am Streitberg zieht dann jedoch ein Rennradler locker grüßend an mir vorbei. Gleich schäme ich mich etwas für mein Schneckentempo und es juckt mächtig in den Beinen, aber ich kann mich beherrschen. Zumal der Kollege dann die Abzweigung Richtung Sexau nimmt. Nicht meine Richtung, ich muss nach Fronkroisch. Und siehe da: Kurz darauf klingelt mein Mobiltelefon und vermeldet: "Herzlich willkommen in Frankreich!" - 'Oh, dankeschön für die nette Begrüßung, von Grenzen ist ja in der Schengenzeit wirklich gar nichts mehr zu bemerken', denke ich überrascht. Aber da war mein Provider wohl etwas zu voreilig.





Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie...



Denn erst kurz darauf biege ich vor Kenzingen auf die Originalstrecke ein. Es ist noch früher Vormittag, dennoch ist die Straße bereits von zahlreichen Zuschauern gesäumt. Viele davon leuchten krebsrot – ob von der Sonne oder ihrem Alkoholkonsum lässt sich auf die Schnelle nicht eruieren. Aber egal, viele jubeln mir zu – und automatisch wird der Tritt schneller. Bald kommen auch die ersten Hinweisschilder auf die Sprintwertung in Kenzingen, da muss ich mich doch fürs Publikum ein wenig ins Zeug legen. In hohem Tempo fliege ich über die Linie, und ein Quick-Step-Fahrer guckt ziemlich verdutzt, als ich ihm die sichergeglaubten sechs Punkte vor der Nase wegschnappe.



Ich hatte mir extra eine Roadmap gebastelt und ausgedruckt, aber das erwies sich jetzt als vollkommen überflüssig. Ich brauchte einfach nur noch den schwarzen Pfeilen auf gelbem Grund zu folgen, die die 'Société du Tour de France' extra für mich überall angebracht hatte. Super Service, kann man nicht meckern. Und nicht nur jeder Richtungswechsel wird perfekt angezeigt, sondern auch jeder Kreisverkehr und jede Engstelle, wie die Durchfahrt durch einen engen Torbogen in (Endingen? Königschaffhausen? Sasbach? Scheiße, hab ich vergessen.)





Authentisches Trikot am nicht authentischen Ort - aber immerhin mit der "richtigen" Startseite auf dem Bildschirm...



Erst danach geht es über den Rhein nach Frankreich, und auch dort ist schon mächtig was los. (Unter anderem parkt nach einem Kreisverkehr die halbe Werbekolonne, die auf den Abstecher nach Deutschland verzichtet hatte.) Die Atmosphäre kommt mir aber etwas weniger prollig und dafür familiärer vor, als in Deutschland. Oder bilde ich mir das nur ein? Was soll’s, ich bin bester Laune, grüße jeden Gendarmen, der die Ausfahrt von einem Feldweg bewacht, und werde von den meisten Zuschauern bejubelt und angefeuert. Zur Feier des Tages habe ich mein geliebtes "Leader-der-Tour-de-France-Kombinationswertung"-Trikot übergestreift, womit ich bei den Kennern im Publikum ordentlich Eindruck mache. "Bravo!" und "Bonne chance!" schallt es mir allerorten entgegen. Ich fühle mich wie im siebten Himmel, und hielte mir jetzt das französische Fernsehen ein Mikrofon unter die Nase, ich würde unter Tränen nur noch stammeln: "Vive le tour! Vive le vélo! Vive Jean Marie Leblanc! Vive la France!"



Den Beifall habe ich mir aber auch deshalb redlich verdient, weil mein "Renntempo" inzwischen merklich angezogen hat. Irgendwie bringe ich es nicht, vor den Massen daherzulullern. Dass ich erst einen geringen Teil meines Tagespensums hinter mir habe und das schwerste, der Col, noch vor mir liegt interessiert mich jedoch nicht. Auch daran, dass es bei der Heimreise mit dem Tageslicht etwas eng werden könnte, verschwende ich vorerst keinen Gedanken und gebe munter Gas. Inzwischen sind auch Dutzende Gruppen anderer Rennradler unterwegs, die meisten davon langsamer als ich. Da wurmt es mich um so mehr, dass kurz vor der nächsten Sprintwertung ein schwergewichtiger Reiseradler und sein erheblich schmalerer Kompagnon an mir vorbeizischen. 'Verdammte Kacke! Die schnappen mir die Punkte weg!' rumort es in meinem endorphinumnebelten Hirn, und der erste Impuls ist: 'Nachsetzen!' Dann dringt aber doch noch einmal der klare Verstand an die Oberfläche, und ich lasse die beiden ziehen.





Wo die Werbekarawanenbeute zum Mobilfunkbetreiber passt



Sie kommen ohnehin nicht sehr weit. Am Anstieg zu einem Weinberg sehe ich den Dicken an seinem hinteren Laufrad herumbasteln, einen Kilometer weiter steht sein Kumpel etwas verloren in der Gegend und wartet. Ich informiere ihn über das Missgeschick des Kollegen und kurbele munter weiter. Die sich häufenden Schilder "Route barré dé13 heures" ignoriere und verdränge ich, obwohl es mittlerweile schon bedrohlich nahe an 13 Uhr ist. Aber ich hoffe, dass das in erster Linie für den Autoverkehr gilt, und außerdem habe ich mir vorher genau die Marschtabelle mit der Ankunft der Werbekarawane angeguckt. Danach liege ich noch sehr gut in der Zeit.



Zwischenzeitlich hat sich noch einmal mein Mobiltelefon gemeldet. Mein Bruder und ein Kumpel lassen wissen, dass sie das Feld an der Sprintwertung in Kenzingen abwarten wollen, um sich dann per Auto auf Nebenstrecken Richtung Col zu bewegen. Viel Vergnügen, kann ich da nur wünschen. Der Plan erscheint mir etwas unrealistisch. Immerhin bemerke ich bei der Gelegenheit, dass im Display nicht mehr "E-Plus", sondern "Bouygues Telecom" steht. Passt ja irgendwie zum Anlass, und erst recht zu den Millionen "Allez Thomas!"-, "Bravo Thomas!"- oder "Hopp Thomas!"-Schriften auf Strasse oder Plakaten, die dem Lokalhelden Voeckler gelten. Dass sich mein Bruder Thomas das entgehen lässt – selber schuld!



Am Ortsausgang von Turkheim tauchen erste Schwierigkeiten mit der Ordnungsmacht auf. Ein, wie ich finde, etwas übereifriger Gendarm zwingt mich zum Absteigen und Schieben auf dem Bürgersteig. 'Blödmann...', denke ich, und schwinge mich hinter der nächsten Kurve wieder aufs Rad. Ein paar Kilometer geht es wieder gut, dann stellt sich vor Munster wieder so ein (diesmal weibliches) Exemplar in den Weg. In rasantem Tempo redet sie auf mich ein, aber noch bevor ich zusammen habe, was "Wie war das nochmal im Mittelteil?" auf französisch heisst, sind zwei frankophone Rennradler zur Stelle und erhalten von ihr Tipps für den weiteren Weg. Kurzerhand schließe ich mich den beiden an.





Kein Wort über die Schönheit französischer Fauna und Flora abseits der Strecke?



Steil geht es auf asphaltierten Feldwegen hinauf Richtung Wald. Bald sind wir von allen Seiten von Weidezäunen umschlossen. Ein Gartengrundstück scheint den einzigen Ausweg zu bieten, aber unser Vorhaben wird von zwei böse kläffenden Wachhunden schon im Ansatz vereitelt. Zum Glück erscheint sofort deren Besitzer und ruft sie zur Ordnung. Auf höfliches Anfragen erlaubt er uns freundlich die Durchquerung seines Grundstückes, wo sich zwei Handvoll Personen zu einer kleinen Tour-Fête versammelt haben. Mir unseren schicken Bikes ziehen wir ihre bewundernden Blicke auf uns, und brachten ihnen dafür etwas Authentizität in ihre Feier. So haben alle etwas davon.



Am unteren Ende des Grundstückes angekommen, müssen wir konstatieren: Die ganze Aktion hat uns einen Geländegewinn von etwa dreihundert Metern eingebracht. Wenig Ertrag für viel Aufwand – ab jetzt hilft wohl nur noch schieben. Mein aktualisierter Plan lautet: Das Städtchen möglichst schnell zu Fuß durchqueren, danach wird die Zahl der Ordnungshüter bestimmt stark nachlassen und wieder einigermassen problemfreies Fahren ermöglichen.



Allerdings ist dieser Plan durch die Massen von Menschen, die die scheinbar einzige Durchfahrts-Straße beidseitig bevölkern, nur sehr schwer in die Tat umzusetzen. Nachdem ich es mit eisernem Willen und Durchsetzungskraft ungefähr bis zur Ortsmitte geschafft habe resigniere ich: keinen Bock mehr auf rumschubsen und wandern auf Look-Platten. Vor einem 'Hypermarché' aufgebaute Tische und Bänke werden für die nächsten Stunden mein Zuhause sein.





Der mit dem Fernseher hat die meisten Freunde...



Praktischerweise ist dort auch ein Fernseher aufgebaut, so dass ich über das aktuelle Renngeschehen bestens im Bilde bin. Außerdem hat eine Rennrad-Gruppe aus Köln ihren Fuhrpark dort abgestellt, und zwischen deren teuren Maschinchen fällt mein hübsches Trek nicht nach oben aus dem Rahmen. Keine Gefahr, dass es als erstes gemopst wird, während ich mich im Supermarkt versorge, zudem hat immer einer der Jecken einen Blick darauf.



Merkwürdige Getränke stehen in den Regalen des Ladens, die ich bei uns noch nie entdeckt habe. Ich entscheide mich dafür, einmal "Aloe-Vera-Wasser mit Vanillegeschmack" auszuprobieren. Leider schmeckt es genau so, wie es sich anhört. Aber meine Laune kann mir das beim Relaxen in der Sonne auch nicht verderben.



Schon bald wird auch klar, warum die Straßen schon so frühzeitig gesperrt werden: Noch weit vor der Werbekarawane schlängeln sich die luxuriösen Team-Busse bergan. Das hatte ich von früheren Tour-Besuchen so nicht in Erinnerung, und ich denke, dass diese neue Erfindung eigentlich nicht nötig wäre, wenn man eine richtige Rundfahrt-Strecke ohne diese vielen Transfers zusammenbasteln würde. Aber ich bin halt hoffnungslos altmodisch.





Dieses optische Highlight betrachtet man wirklich besser "aus sicherer Entfernung"...



Die Schlacht um vollkommen nutzlose Giveaways spare ich mir diesmal komplett und beobachte das alberne Karawanen-Spektakel von meinem Biertisch aus sicherer Entfernung . Und endlich kündigt Hubschrauber-Geknatter das eigentliche Ereignis an. Tête de la course rast eine sechsköpfige Gruppe bergan, deren Zusammensetzung, ich muss es leider einräumen, ich mittlerweile komplett vergessen habe. Aber wenigstens rollt die große weiße Hoffnung im Kampf gegen das Böse, der Sohn eines gewissen Rudy, nur im Zentimeterabstand an mir vorbei. Acht Jahre zuvor hatte er unweit von hier, ganz gegen seine damalige Angewohnheit, die linke Straßenseite gewählt, und nur seine gelbe Oberbekleidung schimmerte damals schemenhaft durch das Feld. Ohne meine engste Unterstützung geriet er damals auf der legendären "Quäl dich, du Sau!"-Etappe in arge Schwierigkeiten. Diesmal drang jedoch mein aufmunterndes Plärren in sein Ohr.



Dafür, dass es einen Berg hinauf ging, war das Spektakel ziemlich schnell vorbei. Aber soll mir auch recht sein, denn Stefan und Thomas haben sich mittlerweile telefonisch gemeldet. Sie sind mit dem Auto nur bis Turkheim gekommen, dort gab es für sie kein Weiterkommen mehr. Das Feld ist bei ihnen schon länger durch, und da sie am heutigen Tage noch keinen Meter mit dem Rad gefahren sind drängen sie auf mein baldiges Erscheinen, um noch eine kleine gemeinsame Runde drehen zu können. Also schiebe ich langsam mal nach unten. Es ist kein Verkehr mehr, aber die Ordnungshüter sorgen dennoch dafür, dass sich niemand auf die Strasse begibt. Auch das kenne ich noch von früheren TdF-Besuchen – das scheinbare Festhalten an einem vorgegebenen Zeitplan, egal ob die Renn-Kolonne schon lange durch ist oder nicht.





Selberfahren von Polizist zu Polizist: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen...



Das langsame Gehen zu Fuß nervt alsbald. Ich schwinge mich in den Sattel und rolle am rechten Fahrbahnrand langsam talwärts. Ein Gendarm zwingt mich zum Absteigen – ohne Gegenwehr komme ich dem Befehl nach und marschiere aus seinem Blickfeld, um mich anschließend wieder aufs Rad zu setzen. So geht das Spielchen ein paar mal, bis ich am Ortsende angekommen bin. Ab jetzt wird es ja wohl einfacher gehen, denke ich, und lasse es rollen.



Aber auch außerhalb des Ortes sind noch zahlreiche Polizisten stationiert, die mich mit herrischen Gesten zum Absteigen bewegen wollen. Ich habe es allmählich aber wirklich eilig und tue so, als hätte ich nichts bemerkt. Schrille Töne aus einer Trillerpfeife und laute Rufe bewirken aber ein gewisses Umdenken bei mir, mit roten Köpfen rennt eine halbe Hundertschaft auf mich zu. (Na ja, ich gebe zu, dass es nur drei waren.) Deren Anführer staucht mich gewaltig zusammen, er sieht sehr, sehr böse aus – so, als ob er heute mal keinen Frosch, sondern mich auffressen will. Eingeschüchtert sage ich zu allem Ja und Amen, und bemerke nebenbei, dass tatsächlich noch drei Rennfahrer des Weges geschlichen kommen. Auf Anhieb erkenne ich Jaan Kirsipuu, in Begleitung des dicken Esten befinden sich ein R2D2- und ein ETA-Radler, deren Identität ich in der Hektik nicht klären kann.



Da hatte ich in meinem ganzen Aufbruch- und Zusammenpack-Stress tatsächlich nicht bemerkt, dass der Besenwagen noch gar nicht durch war. Alles mein Fehler, und ich finde mich plötzlich auch ganz doof. Trotzdem würde ich allmählich ganz gerne mal weiter, aber ich bin nach wie vor von den Flics umringt, und geschäftiger Funkverkehr mit irgendwelchen übergeordneten Stellen lässt mich nichts gutes ahnen. Aber ich komme glimpflich davon. Der Chef des Trios hat scheinbar nur Anweisung bekommen, mir noch einmal ordentlich ins Gewissen zu plärren. Dann lassen sie von mir ab. Die blaue Minna, die aus einer Seitenstrasse angerumpelt kommt, ist wohl doch nicht für mich bestimmt. Uff!





Schön, wenn das französische Polizeiauto mit der wirklich sehr gewöhnungsbedürftigen Fanfare vorbei fährt...



(Beim späteren, viel späteren Studium der Ergebnisliste erfahre ich schliesslich, dass nach dem Kirsipuu-Grüppchen noch der saubere "Speed! Speed!"-Maniac Zabriskie das Ziel erreicht. Den hatte ich in der ganzen Hektik überhaupt nicht mehr wahrgenommen.)



Kleinlaut und zerknirscht mache ich mich vom Acker und bin froh, dass ich nach kurzer Zeit von der Rennstrecke abbiegen und die Nationalstraße benutzen kann. Nach einigen Missverständnissen über den Treffpunkt finde ich doch noch die beiden Jungs, und gemeinsam nehmen wir noch einen benachbarten Berg mit einem sieben Kilometer langen Anstieg unter die schmalen Reifen. Obwohl das Tempo mäßig ist (Wir müssen schließlich Rücksicht auf meinen Bruder nehmen. Als Babys waren wir uns wie aus dem Gesicht geschnitten -– nur dass ich etwa doppelt so dick war wie er. Heutzutage ist es genau umgekehrt.), fährt mir irgendwann ein Krampf in den Oberschenkel. Das stundenlange Herumstehen scheint mir nicht bekommen zu sein.



Auf dem Gipfel lasse ich mich noch zu einem Abstecher in ein nettes Gartenlokal nieder. Meine Bedenken, dass ich den Rückweg nicht mehr bei Tageslicht schaffe, werden mit dem Argument, dass im Auto auch noch Platz für mich und mein Rad wäre, beiseite gewischt. Da uns zunächst nicht mehr einfällt, was "Radler" auf französisch heißt, bestellen wir "bierre avec limonade", erst danach erinnern wir uns, dass es dort wohl 'panache' heißt. Kurzerhand werde ich, nach Rücksprache mit den Gastgebern, noch zu einer abendlichen Grillfête in Freiburg eingeladen. Auch für Dusche, Zivilklamotten und Übernachtung ist gesorgt. Und so machen wir uns beschwingt auf die Abfahrt. Nur selten habe ich die Kehren so schwungvoll und locker genommen – vielleicht wäre ein Bierchen auf dem Gipfel auch für Personen ratsam, die ein wenig unter Abfahrts-Angst leiden.



Und so klingt ein erlebnisreicher Tag feucht-fröhlich aus. Der geplante Abstecher zum Ballon d'Alsace am nächsten Tag fällt spätem Aufstehen und einer nicht geplanten Rückkehr nach Freiburg zum Opfer. (Ich hatte meinen Geldbeutel in der Tasche der geliehenen Hose vergessen. Ich kam jedoch zu spät – er war von der Gastgeberin bereits gewaschen und geschleudert worden.)


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