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Platz 25 - Evgeny Shalunov

Evgeny Shalunov

Russland

08.01.1992

 

Fahrertyp: Hügelige Klassiker / Rundfahrten

Wichtigster Erfolg: Vuelta a La Rioja 2012

Team/Verein 2012: Lokosphinx

Stagiaire: -

Team 2013: Wohl Lokosphinx

Beste Mock-Platzierung: 47 (2011)

Web: -

 

Nachdem ich bereits im Vorjahr über Dominanz im spanischen Amateurzirkus und die Kuznetsovsche Trainerschule sinnierte, habe ich mich dazu entschlossen den Weg von Evgeny Shalunov auch im Jahr 2012 zu verfolgen. Der ein oder andere Autor dieser, unserer Liste spottete im Vorjahr über meine Einzelnominierung. Jetzt 2012 war Shalunov schon ein Begriff und konnte etwas klettern. Gleichwohl hat die Quantität seiner Siege deutlich abgenommen, dafür steigerte er die Qualität dieser dann doch deutlich.

 

Verantwortlich dafür neben dem eigenen Können, war in erster Linie erst einmal die Tatsache, dass sein Team in diesem Jahr mit einem CT Status ausgestattet wurde und Shalunov somit bei allerhand mit UCI-Kategorien versehenen Rennen starten konnte. Eine deutliche Steigerung zum eher mauen und eigentlich mausetoten spanischen Amateurbetrieb. Erstmals schlug sich dies im März auch in Ergebnisse aus. In Frankreich belegte Shalunov bei der Roue Tourangelle (1.2) den vierten Platz, bzw. gewann den Sprint des Hauptfeldes. Ganz vorne siegte Landsmann und Itera-Katushe Kuznetsov. Nach weiteren Eintagesrennen in Frankreich, Spanien und einem ungesehenen Mitfahren bei der Vuelta a Castilla y Leon, holte Shalunov dann Ende April bei der Vuelta a La Rioja (1.1) zum großen Schlag aus. (Video: www.youtube.com/watch) Rund 100 Kilometer vor dem Ziel setzte er sich mit seinem Landsmann und Caja Rural Fahrer Alexander Ryabkin ab. Gemeinsam ging es über die zahlreichen Bergwertungen des Rennens, immer mit einem Abstand von drei bis vier Minuten. Am Alto de Labraza, rund 25 Kilometer vor dem Ziel setzte sich Shalunov schließlich von seinem Fluchtgefährten ab und fuhr alleine weiter, während hinter ihm ein regelrechter Krieg begann. Euskaltel, Movistar und das kolumbianische Team EPM-UNE verringerten den Abstand sukzessive auf eine Minute an der zehn Kilometer Marke. Dennoch gelang es dem jungen Russen am Ende 28 Sekunden auf Pablo Urtasun und seinen Teamkollegen Mikhail Antonov ins Ziel zu retten und somit den bislang größten Erfolg seiner noch jungen Karriere zu feiern. Die gute Form nahm er sogleich mit zur Asturien-Rundfahrt und belegte dort im Piedras Blancas Zeitfahren den dritten Platz hinter Izaguirre und Intxausti. In der Gesamtwertung spielte er keine Rolle.

 

Im Anschluss wird es schwer weitere nachhaltige Argumente für Shalunov zu finden. Vermutlich auch deshalb wird er die Saison 2013 weiterhin beim Lokosphinx Team fahren. Daran ändert auch die Tätigkeit als Stagiaire 2011 für RadioShack und die guten Beziehungen zu Ekimov nichts. Gerade mit der zweiten Saisonhälfte verbaute er sich einen solchen Platz bei einem Pro Tour Team und wird nun ein weiteres Jahr in Diensten des Lokosphinx Teams verbringen.

 

Immerhin für die Weltmeisterschaften in Limburg haben die Russen Evgeny Shalunov im Straßenrennen nominiert. Und gerade das aktuelle Jahr hat dann doch gezeigt, dass Shalunov doch auch bei Eintagesrennen durchaus in der Lage ist sich zu zeigen. Denn die Rundfahrten – bei den Junioren und auch 2011 noch seine große Stärke – konnte er 2012 bis auf kurzes Aufglimmen von Stärke rein gar nichts zeigen. Gerade bei der Volta a Portugal und dem Giro di Padania, wo immer mal der Sprung in eine Gruppe möglich ist, wenn man sonst für eine aggressive und animierende Fahrweise steht, kam rein gar nichts vom jungen Russen. So wird er auch 2013 für das Team Lokosphinx starten und hoffen, dass er sich dort stabilisieren kann. Vielleicht ist ja eine gute Weltmeisterschaft ein erster Schritt dorthin. Viel erhoffen brauchen sich die russischen Radsportfans aber nicht.

 

nominated by Ocaña, virtualprofit & ogkempf, presented by Ocaña



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