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Platz 15 - Jasha Sütterlin



Jasha Sütterlin
©ogkempf

Jasha Sütterlin

Deutschland

04.11.1992

 

Fahrertyp: Zeitfahrer

Wichtigster Erfolg: 1. Tour de Berlin (2011)

Team/Verein 2013: Thüringer Energie Team (CT)

Stagiaire: -

Team 2014: Movistar

Beste Mock-Platzierung: Neu

Web: https://twitter.com/JashaStterlin / https://de-de.facebook.com/jasha.sutterlin

 

Es ist viel geschrieben worden (nicht nur, aber auch in der Mocklist) über die Talentschmiede aus Thüringen, die Fahrer wie Tony Martin, Marcel Kittel und John Degenkolb hervorgebracht hat. Jetzt, wo leider alles darauf hindeutet dass in Thüringen radsportlich gesehen die Lichter ausgehen, ist es an der Zeit vielleicht ein letztes Mal ein Produkt dieser Talentschmiede vorzustellen: Jasha Sütterlin. Der stammt zwar aus Baden (gebürtiger Freiburger), erste radsportliche Schritte beim RSV Edelweiß Achkarren, erfuhr aber erst in Thüringen die entscheidende Formung.

 

Aus dem vielversprechenden 2010er Juniorenjahrgang des BDR sind nicht mehr viele übrig geblieben, die auch in der U23 den Sprung in die Spitze geschafft haben. Kevin Predatsch, Mario Vogt, Mike-Aaron Egger und andere konnten in der höheren Klasse nur selten an frühere Glanzleistungen anknüpfen. Für den besten deutschen Junior 2010, Jasha Sütterlin, gilt dies nicht. Vom ersten U23-Jahr an war er auch in dieser Klasse ein Siegfahrer und mindestens in der nationalen Elite. Und wie auch zu Juniorenzeiten kamen für den Juniorenvizeweltmeister im EZF von 2010 Erfolge meist über den Kampf gegen die Uhr. Auf der Grundlage eines starken Mannschaftszeitfahrens und mit einer ansprechenden Leistung im EZF gewinnt Sütterlin gleich eine seiner ersten U23-Rundfahrten: die Tour de Berlin (2.2U). Auch in der restlichen U23-Premierensaison liegt der Fokus auf einheimischen Rennen – zurecht: auf Anhieb gewinnt Sütterlin die U23-Radbundesliga.

 

Dass Sütterlin mehr als eine reine EZF-Maschine ist bewies er schon zu Juniorenzeiten mit guten Rundfahrtergebnissen, und auch als Espoirs gelingen ihm immer wieder solide Platzierungen. 2012 z.B. als 7. der Thüringen-Rundfahrt (2.2U) oder 12. des Course Solidarnosc (2.1). Bei seiner zweiten WM-Teilnahme reicht es im niederländischen Limburg immerhin zu einem guten 8. Platz im EZF, knapp anderthalb Minuten hinter Weltmeister Vorobyev und mehr als deutlich vor TET-Teamgenosse Jakob Steigmiller. Den hatte Sütterlin Monate zuvor auch schon bei der DM im EZF hinter sich gelassen und sich in Zwenkau ein erstes Meistertrikot in der U23-Klasse gesichert.

 

Nach einem tollen Start in die 2013er Saison (Etappendritter Boucles de l’Artois [2.2], Gesamtdritter Tour de Bretagne [2.2]) und einem sensationellen zweiten Platz im Zeitfahren der Bayern-Rundfahrt (2.HC), geschlagen nur von Adriano Malori, war Großes von Sütterlin bei der heimischen Thüringen-Rundfahrt erwartet worden. Jedoch war schon relativ früh - auf der Etappe nach Neuhaus - Abschied von den GW-Ambitionen zu nehmen. Im verregneten Thüringer Wald konnte Sütterlin den Kletterern nicht mehr folgen. „Wer den Anspruch aufs Podium hat und bald Profi werden will, muss in so einer großen Kopfgruppe mithalten“ – meinte Teamchef Jörg Werner. An diesem Tag war Sütterlin noch nicht so weit. Er ließ sich aber von dem Rückschlag nicht unterkriegen, sondern drehte ab Ende Juni erst so richtig auf: DM-Titel im EZF, Prologsieg bei der Aostatal-Rundfahrt (2.2U), EM-Bronze im EZF, drei Top-10-Platzierungen bei der Tour de l’Avenir (2.NC) und ein Etappensieg im Zeitfahren bei der Tour de Moselle (NE) in der unmittelbaren WM-Vorbereitung. Letzterer schon im Schatten der überraschenden Nachricht, dass Sütterlin einen Profivertrag unterschrieben hat – und das nicht bei Argos oder Omega Pharma, wie man hätte erwarten können, sondern bei Movistar. Ein großer Sprung für Sütterlin!

 

Die Titelverteidigung bei der EZF-DM war eines der Hauptziele für die 2013er Saison – was problemlos gelungen ist. Das zweite große Ziel – der Profivertrag – ist ebenfalls Wirklichkeit geworden. Fehlt nur noch die erhoffte WM-Medaille. Das wird sicher noch ein bisschen schwieriger, ist aber durchaus drin… wir drücken die Daumen!

 

nominated by Daan Olivier, Silvio Herklotz, Offi, gardener, wagenge & ogkempf, presented by gardener



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