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Platz 11 - Jasper Stuyven



Jasper Stuyven

Jasper Stuyven

Belgien

17.04.1993

 

Fahrertyp: Klassiker / Sprints

Wichtigster Erfolg: Sieger Volta ao Alentejo/Crédito Agricola Costa Azul 2013 (2.2)

Team/Verein 2013: Bontrager Cycling Team

Stagiaire:

Team 2014: Team Trek

Beste Mock-Platzierung: Neu

Web: www.jasperstuyven.be / https://twitter.com/Jasperstuyven / www.facebook.com/jasper.stuyven

 

Was haben Jasper Stuyven, Bernard Hinault, Francesco Moser, Eddy Merckx und Rik van Looy gemeinsam? Sie gehören zu der seltenen Sorte von Radfahrern die im Regenbogentrikot Paris – Roubaix gewinnen konnten. Im Gegensatz zu den vier etwas bekannteren Herren, gelang Jasper Stuyven dies im Jahr 2010 bei der Juniorenedition dieses Rennens. Im Jahr 2009 hatte der jungen Belgier aus Leuven den WM-Titel in Moskau errungen. Dort schlug er im Sprint niemand anderen als Arnaud Démare. Die Erfolge von Jasper Stuyven gerade im Juniorenbereich sind seit frühsten Jahren massiv und es führt in diesem Artikel sicherlich zu weit sie alle anzuführen. Merkt man sich aber Klassiker, Sprint und Kopfsteinplaster, so macht man nicht allzu viel falsch.

Trotz seiner vielen Siege in jungen Jahren, entschloss sich Stuyven dazu die Dinge mit der nötigen Ruhe und Sorgfalt angehen zu lassen, um sich als Fahrer entwickeln zu können und keine überhasteten Schritte zu machen. Darüberhinaus die eigene Weiterbildung neben dem Radsport nicht schleifen zu lassen, um so einer gesicherten Zukunft entgegen treten zu können. So verlief auch das erste Jahr in der Klasse U23 im Jahr 2011 erst einmal wenig ergebnisreich für Stuyven. Seinen größten Erfolg in diesem Jahr feierte er erneut auf den Kopfsteinpflastern von Nordfrankreich. Im Mai zur U23-Ausgabe von Paris – Roubaix konnte ihn nur Ramon Sinkeldam schlagen. Ansonsten gibt es aus dieser Saison eher weniger viel zu berichten und wir gehen ein Jahr weiter. Jasper schloss sich dem amerikanischen Team Bontrager rund um Axel Merckx an. Sicherlich eine etwas ruhigere Art der radsportlichen Ausbildung, als in Belgien und auch eine, die es Stuyven bereits früh ermöglichte ein mit Weltklassefahrern besetztes Rennen wie die Tour of California zu fahren. Paris-Roubaix Espoirs (1.2U) lief in dieser Saison nicht ganz so gut, Rang 13 am Ende, dafür kurbelte Stuyven viele Kilometer weg und nahm an einer Vielzahl von Rennen teil. Warum er nicht schon 2012 auf der Mock Liste landete, zeigt sich eben auch in den erzielten Ergebnissen. Richtig stark aber im September dann noch der siebte Platz an der Citadelle de Namur beim Grand Prix de Wallonie (1.1).

Dass was sich dort schon andeutete, konnte Jasper Stuyven dann in dieser Saison gleich sehr früh weiter ausbauen. Während sich in Mitteleuropa alle während des ewig andauernden Winters den Allerwertesten wegfroren, starte Jasper für sein amerikanisches Team in Portugal bei der Volta ao Alentejo (2.2). Gleich auf der ersten und vermeintlich schwersten Etappe, einer Bergankunft im verschlafenen und postkartenromatischen Städtchen Marvão, kam Stuyven erstaunlich gut die zum Teil zweistelligen Rampen hinauf. Er wurde Siebter und verlor nur zwei Sekunden auf den Sieger Daniel Silva. Die etwas unscheinbarere zweite Etappe nutzte das Team OFM - Quinta da Lixa um den späteren Volta a Portugal Sieger Alejandro Marque zum Großangriff. An der einzigen Steigung des Tages, einer recht fiesen Rampe mitten in der Etappe setzte sich eine Gruppe ab, zu der auch Jasper Stuyven und sein Teamkollege Tanner Putt gehörten. Beim Sprint rund 70 Kilometer später ließ Stuyven seinen Mitausreißern keine Chance und holte im Doppelschlag neben dem Etappensieg auch die Gesamtführung. Diese gaben Stuyven und sein Team auch auf den beiden noch folgenden Etappen nicht wieder her und so konnte er gleich sein erstes UCI-Saisonrennen gewinnen. Gleich das nächste Highlight folgte im April mit dem dritten Platz bei Liège - Bastogne - Liège (1.2U). Hier waren nur Valgren Andersen und Nathan Brown besser als Jasper Stuyven. Abermals an der Tour of California (2.HC) nahm Stuyven auch in diesem Jahr teil und platzierte sich auf zwei Sprintetappen in den Top Ten. In Nordamerika gewann der Belgien dann auch seine nächste Etappe, diesmal schlug er zum Auftakt der kanadischen Tour de Beauce (2.2) zu und platzierte sich während der schweren Tour of Utah (2.1) bei gleich vier Gelegenheiten in den Top Ten, zweimal sogar auf dem Podest, geschlagen nur von Michael Matthews und Greg van Avermaet. Diese Ergebnisse machen deutlich, dass es für Jasper Stuyven in der Tat Zeit ist seine kontinuierliche Entwicklung weiter zu betreiben. Mit der Unterschrift beim Team Trek ist der richtige Schritt dafür bereits getan und Jasper schenkt sich sein letztes Jahr in der U23 gerne.

Die WM in Florenz sollte Stuyven als Leader für sein Team bestreiten können, auch wenn er ein bisschen auf den Sprint einer kleinen Gruppe hoffen müsste. Die Härte und den Punch, um diesen dann möglicherweise zu gewinnen, bringt Stuyven aber definitiv mit.

 

nominated by Toms Skujins, Sean de Bie, Daan Olivier, wagenge, virtualprofit, ogkempf & Ocaña, presented by Ocaña



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