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Platz 16 - Mads Würtz Schmidt



Mads Würtz Schmidt
©www.facebook.com/madsws

Mads Würtz Schmidt

Dänemark

31.03.1994

 

Fahrertyp: Zeitfahrer, Finisseur

Wichtigster Erfolg: Etappensieg Dänemark-Rundfahrt (2.HC)

Team/Verein 2015: Team ColoQuick (CT)

Stagiaire: -

Team 2016: unbekannt

Beste Mock-Platzierung: neu

Web: -

 

 

Seit etlichen Jahren versucht Dänemark, seine zahlreichen Spitzenjunioren auch erfolgreich in der U23 und den Profis unterzubringen. Valgren, Cort, Juul-Jensen, das sind die positiven Beispiele. Mads Würtz Schmidt versucht dem nachzueifern und schlägt sich dabei ziemlich hervorragend.

 

2011 war ich in Kopenhagen. Eine Woche Weltmeisterschaft und ein Tag Zoo in einer der schönsten und lebenswertesten Städte der Welt. Der junge Würtz war auch da. Und wurde Weltmeister. Beim knapp 28 Kilometer langen Zeitfahren verwies er Oram und Edwards auf die Plätze.

 

Der in Randers geborene Würtz kommt aus einer Radsportfamilie, bereits Eltern und weitere Verwandte waren Rennfahrer, sowohl auf der Straße als auch auf dem Mountainbike im Gelände. Es gibt mit Jørgen Schmidt sogar einen Amateurweltmeister (1970) in der Familie. Jener Jørgen Schmidt ist auch Besitzer eines Radgeschäfts. So war der Weg von der Krabbelgruppe des Kindergartens aufs Rad nicht so weit.

 

In seinem letzten Juniorenjahr 2012 konnte er den Titel zwar nicht verteidigen, gewann aber die Zeitfahren der Friedensfahrt (2.Ncup) und der Driedaagse van Axel (2.1). Letztere Rundfahrt gewann er nach einem weiteren Etappensieg und einem zweiten Etappenplatz sogar. Den wichtigsten Erfolg des Jahres sicherte sich der junge Däne allerdings in Frankreich. Dort gewann er die Juniorenausgabe von Paris-Roubaix (1.Ncup)

 

Die ersten beiden Jahre in der U23 verbrachte Würtz bei Cult. Dabei war das erste Jahr nicht unbedingt von Erfolg gekrönt. Im zweiten Jahr ging es ergebnistechnisch deutlich nach vorne. Neben fünf Siegen bei nationalen Rennen konnte er auch international einiges zeigen. Nach dem siebenten Platz im Vorjahr fuhr er 2013 beim Ster van Zwolle als Anfahrer für Vinther auf den fünften Platz. Beim Nationcup-Rennen ZLM Tour bildete er unter anderem mit Boudat die Spitzengruppe, unterlag dem Franzosen aber im Schlussprint. Bei den Cult-Festspielen des Rennens in Frankfurt (1.2U) gewann er den Sprint der Verfolgergruppe und wurde Vierter, drei weitere Teamkollegen befanden sich mit Mads Pedersen, Cort und Carbel unter den ersten Acht des Rennens.

 

2015 wurde Cult nun plötzlich ein Profi-Team. Und für Würtz reichten die Ergebnisse leider nicht, so musste er sich für die aktuelle Saison ein neues Team suchen und kam bei ColoQuick unter. Für Mads Würtz Schmidt sicher keine schlechte Situation, wie man inzwischen sagen kann.

 

Den ersten Sieg gab es im April gemeinsam mit der Nationalmannschaft beim Teamzeitfahren der ZLM Roompot Tour (2.Ncup), in der Endabrechnung gab es für Dänemark die ersten drei Plätze, Würtz beendete das Rennen als Sechster. Dass Zeitfahren seine eigentliche Stärke sind, bewies er dieses Jahr auch erstmals in der U23 und gewann die dänische Meisterschaft. Im Zeitfahren der Elite wurde er hinter Juul-Jensen und Quaade Dritter, eine Sekunde vor Fuglsang.

 

Den Formhöhepunkt erlebte Würtz im August. Bei der Landesrundfahrt (2.HC) zeigte er bereits auf den Etappen 2 und 3 gute Form, in Aarhus wurde er Achter, nach Vejle biss er sich durch und hielt den Abstand in Grenzen. Das Highlight war das abendliche Zeitfahren in Helsingør, nördlich von Kopenhagen. Dort setzte er sich leicht überraschend gegen Profis wie Juul-Jensen, Boasson Hagen, Quaade und Boom durch und kämpfte sich bis auf Platz 6 der Gesamtwertung vor. Auf der letzten Etappe gab es im Sprint eine kleine Lücke, so konnte sich Boasson Hagen noch an dem jungen Dänen vorbeischieben. Am Ende blieb aber ein nach wie vor hervorragender siebenter Platz.

 

Dass die Form der Dänen gut ist, bewiesen sie dann auch in Frankreich bei der Tour de l'Avenir. Ingesamt gab es dort vier dänische Etappensiege. Auf der ersten Etappe bildete Wütz mit dem deutschen Jonas Koch die Ausreißer des Tages. Das Feld reagierte zu spät. Koch hatte am Ende allerdings die besseren Beine und Würtz das Nachsehen. Auf der vierten Etappe war Würtz wieder in der richtigen Gruppe und bezwang diesmal seine Mitfahrer im Schlussspurt und konnte sich doch noch den erhofften Etappensieg sichern.

 

Mads Würtz Schmidt hat noch kein Team für 2015. Nachdem Tinkov aber nun komplett russich geworden ist und Cult sich einen deutschen Sponsor ins Boot geholt hat, sind die dänischen Plätze in Profiteams begrenzt. Würtz muss die WM in Richmond, in deren Vorfeld er beim Velothon Stockholm (1.1) noch Achter wurde, nutzen, sich noch deutlicher zu empfehlen. Vor allem im Zeitfahren zählt er dort zum erweiterten Favoritenkreis.

 

nominated by ogkempf, Offi, virtualprofit, wagenge, Ocaña, presented by Offi



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