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Platz 27 - Felix Großschartner

Felix Großschartner

Österreich

23.12.1993

 

Fahrertyp: Allrounder, Rundfahrer

Wichtigster Erfolg: Sieger Bergpreis Int. Österreich-Rundfahrt-Tour of Austria (2.HC)

Team 2015: Team Felbermayr – Simplon Wels (CT)

Stagiaire: Tinkoff - Saxo (WT)

Team 2016: noch unbekannt

Beste Mock-Platzierung: Neu

Web: https://twitter.com/gro_felix

 

 

Der kurz vor Weihnachten geborene Felix Großschartner stammt aus Wels in Oberösterreich. Wie es in Österreich - selbst in Oberösterreich - so üblich ist, interessieren sich junge Sportler hier in aller erster Linie für Bretter, die die Welt bedeuten. Nein, nicht etwa Theaterbühnen, sondern Ski. Als sich Felix dann bei einem Sturz das Schienbein brach und seine Reha zu großen Teilen auf dem Ergometer stattfand, weckte dies eine große Leidenschaft für den Radsport bei ihm. Diese verfestigte sich nach und nach immer mehr, und er beschloss so im Jahre 2008 eine Lizenz zu lösen.





Die Junioren-Jahre von Felix Großschartner verliefen größtenteils unauffällig, und auch aus der ersten U23-Saison gibt es außer einem Sieg mit der Mannschaft in einem Zeitfahren noch nichts zu berichten. Im Jahr 2013 änderte sich immerhin schon einmal der Rennkalender, und Felix bekam die Möglichkeiten, bei vielen internationalen und interessanten Radrennen teilzunehmen. Auch hier setzte er sich in den Ergebnislisten noch wenig in Szene. Dieser Umstand sollte sich dann 2014 ändern. Die kroatische Istrian Spring Trophy (2.2) bietet mit einer schweren, bepflasterten Rampe hoch in das mittelalterliche Städtchen Motovun eine tolle Gelegenheit, um Talent und Power zu demonstrieren. Hinter Magnus Cort und Karel Hnik wurde Felix hier Dritter. Diese Platzierung stand dann auch in der Gesamtwertung am Ende der Rundfahrt zu Buche. Sein Talent am Berg zeigte Felix dann im Juli bei den inoffiziellen Berg-Weltmeisterschaften der Klasse U23. Der Giro Ciclistico della Valle d'Aosta Mont Blanc (2.2U) bietet in jedem Jahr den besten Bergfahrern die große Gelegenheit, ihr Können unter Beweis zu stellen. Dies gelang Großschartner mit drei siebenten Plätzen.

 

Konnte man 2014 so noch als Aufblitzen seines Könnens verbuchen, so war 2015 dann schon ein viel deutlicheres Aufleuchten. Den istrischen März ließ er noch ruhiger angehen, Anfang April zur Trofeo PIVA (1.2U) war Großschartner dann gleich richtig da. Er siegte hier solo vor Artem Nych und Davide Gabburo. Erst dahinter folgten einige seiner diesjährigen Kollegen aus der Mocklist. Die entscheidende Attacke hatte er aus einer kleinen Gruppe 500 Meter vor dem Ziel setzen können. Den schweren Giro Belvedere di Villa di Cordignano (1.2U) beendete er zwei Tage später auf dem siebenten Rang. Anschließend ging es bei der Tour of Croatia (2.1) wieder gegen gestandene Profis. Auf der letzten Etappe nach Zagreb musste sich Felix im Bergaufsprint über Kopfsteinpflaster nur dem überragenden Gesamtsieger Maciej Paterski geschlagen geben. Im Mai und Juni wurde er Achter der Rhône-Alpes Isère Tour (2.2) und Fünfter der Oberösterreichrundfahrt (2.2).




Einen weiteren ganz großen Auftritt gab es dann im Juli bei der wichtigsten Rundfahrt im Kalender eines österreichischen CT-Fahrers. Auf der sechsten Etappe hin zum Kitzbüheler Horn galt es auf dem Weg noch das gewaltige Hochtor zu bezwingen. Hier setzte sich Felix in eine Spitzengruppe, und es gelang ihm doch tatsächlich unter der Begeisterung der Zuschauer die Bergwertung zu gewinnen und sich so zum Großglockner-König zu krönen. Auf der Bregenzer Seebühne durfte er sich zum Abschluss der Rundfahrt darüber hinaus noch über den Bergpreis freuen.

 

Dies rief natürlich die World Tour Teams auf den Plan, und so durfte Felix für Tinkoff-Saxo als Stagiaire bei der US Pro Cycling Challenge an den Start gehen. Beim schweren Zeitfahren war er nur drei Sekunden hinter seinem Teamkollegen Roman Kreuziger und als 15. gut platziert. Anfang September startete Felix wieder für sein angestammtes Team und gewann beim Giro della Regione Friuli Venezia Giulia (2.2) die zweite Etappe nach Überfahrt des Passo Duron und der Bezwingung einer kleinen Rampe ins Ziel.

 

Auch wenn die kommende WM in Richmond für den Rocky-Fan Felix Großschartner so etwas wie der Ivan Drago unter den WM-Kursen sein dürfte, hat er sich seine Nominierung für das Rennen mehr als nur verdient. Was er dort zeigen kann und darf, wird man sehen. Auch noch offen ist aktuell, wo es im Jahr 2016 für den Oberösterreicher weitergeht. Die Türen sollten jedenfalls weit offen stehen.

 

nominated by Gregor Mühlberger, gardener, Ocaña, presented by Ocaña



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