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Platz 30 - Pascal Ackermann

Pascal Ackermann

Deutschland

17.01.1994

 

Fahrertyp: Sprinter

Wichtigster Erfolg: Etappensieg Szlakiem Grodòw Piastowskich 2015

Team/Verein 2015: Rad-Net Rose Team (CT)

Stagiaire: -

Team 2016: unbekannt

Beste Mock-Platzierung: -

Web: https://www.facebook.com/pascal.ackermann1

 

Das Land der Greipels, Kittels und Degenkolbs braucht sich wahrlich nicht zu verstecken, was gute Sprinter angeht. Und doch wachsen ständig neue Talente wie Selig, Arndt, Bauhaus oder Zabel nach. Ein weiterer hoffnungsvoller deutscher Sprinter ist Pascal Ackermann. Der Anfang 1994 in Kandel geborene und aus Minfeld am Rande der Pfalz stammende "Ackes", wie er auch von seinen Teamkollegen genannt wird, war schon mit 8 Jahren Straßenmeister in Rheinland-Pfalz und konnte bereits zu Schülerzeiten, natürlich für den RV Edelweiß Kandel, über 200 Siege zusammenfahren, wobei insbesondere der deutsche Meistertitel auf der Straße der Schüler U15 (damals schon gegen Willwohl, Herklotz und Co.) im Jahr 2008 zu nennen ist. Das Radfahren wurde ihm dabei von seiner Familie in die Wiege gelegt, nicht nur die beiden Generationen vor ihm, auch seine Geschwister sind als Radsportler aktiv.

 

Im Jahr 2009 folgte für Ackermann, zu dessen Vorbildern Mark Cavendish und Ole Einar Björndalen gehören, der Übergang von der Schüler- zur Jugendklasse. Dabei gelang ihm frühzeitig der Spagat zwischen Straße und Bahn, was ihm insgesamt 3 deutsche Meistertitel und 7 weitere Medaillen in den ersten beiden Jahren bescherte. Auch 2011 in seiner ersten Saison als Junior durfte er sich wieder zweifacher Meister im Zeitfahren über 1.000 Meter sowie im Teamsprint nennen, trumpfte international sogar als Vize-Europameister und schließlich sogar als Weltmeister im Teamsprint auf. Und nicht nur das: Auf der Straße feierte er bei der Internationalen 3-Etappenfahrt der Rad-Junioren (2.1) einen Etappensieg vor Herklotz, zog im Prolog der Tour Du Pays De Vaud (2.1) knapp den Kürzeren gegen Tom Bohli und schied letztlich bei der Junioren-WM sturzbedingt aus. In seinem letzten Jahr als Junior entschied Ackermann eine Etappe der Internationalen Niedersachsen-Rundfahrt (2.1) gegen Phil Bauhaus für sich und errang dazu auch das Sprinttrikot. Dazu gewann er auf der Bahn die deutsche Meisterschaft im Punktefahren, wurde in Portugal Europameister im Omnium und holte sich zusätzlich die Bronzemedaille im Madison.

 

2013 wartete das erste Jahr in der U23-Klasse. Das deutsche Continental Team Rad-Net Rose hatte sich die Dienste des 1,80 Meter langen und 78 kg schweren Sprinters, der am liebsten Pizza isst und in seiner Freizeit dem Müßiggang frönt, gesichert. So stand die Saison nicht mehr zwingend im Fokus der Bahn, auf der er immerhin zweimal deutscher Vizemeister im Scratch sowie im Teamsprint wurde. Bei der Tour de Berlin (2.2U) holte er zwei 3. und einen 4.Platz in den Duellen gegen Bauhaus, Willwohl und Dieteren. Und während er in Frankfurt noch aufgeben musste, sprang für Ackermann in Berlin gegen die Profis gleich ein Top20-Resultat heraus. In der Saison 2014 blieb er auf der Straße etwas hinter den Erwartungen zurück, wurde erneut Etappen-3. bei der Tour de Berlin und verpasste hauchdünn Bronze bei der U23-DM in Cottbus. Dafür gewann er den Großen Silberpils-Preis in Bellheim sowie auf der Bahn die Sechstagerennen in Berlin und Bremen. Auch bei den zur Union Internationale des Vélodromes gehörenden Rennen in Rotterdam (2.) und Kopenhagen (4.) war er erfolgreich.

 

Die aktuelle Saison brachte aus Ergebnissicht wieder einen großen Sprung für den jungen Deutschen. Schon zu Saisonbeginn sprintete er knapp an einem Etappensieg bei der Tour de Normandie (2.2) vorbei. Dieser war ihm kurze Zeit später beim Szlakiem Grodòw Piastowskich (2.2) vergönnt, wo der Pole Janiszewski zwei Tage nach dem ersten Erfolg einen Doppelschlag Ackermanns verhinderte. Bei der Tour de Berlin gab es die bereits gewohnten Plätze 3 und 4, im Spurt bei den Neuseen Classics - Rund um die Braunkohle war nur Robert Förster schneller. Bei der Tour of Estonia (2.1) und der Oberösterreich-Rundfahrt (2.2) ging es mit den zweiten Plätzen weiter, diesmal hinter den italienischen Sprintern Gavazzi bzw. Pasqualon. Einen weiteren Sieg errang Ackermann bei der 36. Oderrundfahrt, wohingegen er bei der Tour Alsace (2.2) erneut seinen Meister im Belgier Timothy Dupont fand und sich mit Rang 4 und 2 zufrieden geben musste.

 

Für 2016 hat sich bislang noch kein Profi-Team gefunden, auch wenn Bora mit Sicherheit perspektivisch eine naheliegende Lösung wäre. Das große Ziel für 2016 sind aber unabhängig davon für Ackermann mit Sicherheit die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro. Mit einer Medaille, möglicherweise im Teamsprint, wäre dann auch der perfekte Moment gekommen, sich komplett auf die Straße zu konzentrieren.

 

nominated by olisimpson22, gardener, presented by virtualprofit



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