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Etappen 1 bis 7



1. Etappe Paris - Le Havre 388km

1. Giovanni MICHELOTTO 14h 09' 47"

2. Marcel BUYSSE + 00' 00"

3. Jules MASSELIS + 00' 00"



In Péquigny versperrte ein Zug die Straße, sodass die Fahrer einen Weg über die Gleise suchen mussten.


Jean Alavoine fährt mit gebrochenem Rad auf dem Rücken weiter - Henri Devroye überquert die Schienen in Péquiny - Emile Masson muss reparieren
Petit-Breton muss einen seiner vielen platten Reifen reparieren - Faber schützt sich mit einem Kohlblatt vor der Sonne


In Pequigny führen Lucien Petit-Breton und Constant Niedergang das Peloton an. Später setzt sich eine Gruppe
von 7 Fahrern ab.


Die Fahrer litten während dieser Etappe unter großer Hitze, heftigem Gegenwind und viel Straßenstaub.
Es siegte Giovanni Micheletto im Sprint vor Marcel Buysse und Jules Masselis.






2. Etappe Le Havre - Cherbourg 364km

1. Jules MASSELIS 12h 20' 06"

2. Lucien PETIT-BRETON + 00' 00"

3. Odile DEFRAYE + 00' 00"



Die Einzelfahrer
Christian Christensen,
Jos Zorloni und
Giuseppe Contesini
sowie Charles Crupelandt (la Francaise) nach der Kontrolle in Rouen


Pont-Audemar:
René Vandenberghe vor Pierre Everaerts versucht die kleine Gruppe wieder an das erste Peloton, das 26 Minuten voraus fährt, heranzuführen - vergeblich.
Micheletto, der Sieger der ersten Etappe, versucht es gemeinsam mit Angelo Gremo ebenfalls, fast wäre es ihm gelungen.


Hector Heusghem deckt sich mit Schläuchen ein


Die Spitzengruppe mit 16 Fahrern, angeführt von
Petit-Breton in der Cote de Delasse.

Die letzten 100km litten die Fahrer unter extrem viel Staub, der ihnen die Sicht nahm und das Atmen erschwerte. Die ersten 16 Fahrer erhielten alle dieselbe Zeit angerechnet. Die Summe der Etappenprämien wurde um die Hälfte reduziert und unter den 16 Fahrern gleichmäßig verteilt - mit dieser neuen Regelung wollte der Organisator verhindern, dass eine größere Gruppe gemeinsam ins Ziel kommt.


Zielsprint aus der Gruppe der ersten 16 Fahrer.
Jules Masselis gewinnt.






3. Etappe Cherbourg - Brest 405km

1. Henri PELISSIER 13h 58' 45"

2. Odile DEFRAYE + 00' 00"

3. Louis MOTTIAT + 00' 02"





Masselis, Sieger der 2. Etappe, versuchte Anschluss zu halten,
wird jedoch
von Pannen geplagt und gibt wenig später auf.


Octave Lapize ergeht es nicht besser, nachdem er zurück gefallen war, steigt er vom Rad.


Henri Pelissier hatte die schnellsten Beine und distanzierte Vorjahressieger Odiel Defraye.

Für die Franzosen war es ein guter Tag. Mit Pellissier gewann endlich ein Franzose gegen die übermächtigen Belgier und Petit-Breton traute man langsam den Rundfahrt-Sieg zu.


Henri Péllisier 1. Platz
Lucien Petit-Breton






4. Etappe Brest - La Rochelle 470km

1. Marcel BUYSSE 16h 10' 16"

2. Odile DEFRAYE + 00' 00"

3. Louis MOTTIAT + 00' 00"



Mit 470 km war dies die längste Etappe der Tour 1913. Erschwert wurde sie noch dadurch, dass Henri Desgrange den Fahrern für die gesamte Strecke Fahrräder mit Freilauf verboten hatte.
Hier fährt das Peloton durch La-Roche-sur-Yon.


von links nach rechts:
Vandenberghe pumpt mit Hilfe einer am Rahmen befestigten automatischen Luftpumpe einen Reifen auf.

Masselis und Rossius fahren durch Genestou.

Petit-Breton repariert schon wieder einen Schlauch.


Kontrollstation in Nantes


Petit-Breton hat erneut eine Panne, diesmal kurz vor dem Ziel. Engel und Lambot überholen hier den Pechvogel. Er verlor 15 Minuten auf den Sieger.
Vielleicht war es ihm
ein kleiner Trost,
dass auch
die Begleitfahrzeuge
von Pannen heimgesucht wurden.


6 Fahrer hatten sich an die Spitze gesetzt. Marcel Buysse konnte sich im Sprint durchsetzen. Er bekam aber im Nachhinein eine Zeitstrafe von 10 Minuten, da er ein Rad wechselte, ohne dass eine Felge gebrochen war. Wieder hatten die Belgier ihre Überlegenheit gezeigt.






5. Etappe La Rochelle - Bayonne 379km

1.Henri VAN LERBERGHE 12h 40' 28"

2. Pierre EVERAERT + 00' 00"

3. Camillo BERTARELLI + 05' 48"



Verpflegungs- und Kontrollstation in Bordeaux.

Henri Desgrange von l'Auto hatte die Isolierten eine Viertelstunde nach den Teamfahrern starten lassen, um zu vermeiden, dass die Einzelfahrer an den Kontrollstationen von der Verpflegungsausgabe der anderen profitieren konnten. Diese Zeit war jedoch schnell aufgeholt, da einen Tag vor den ersten beiden Bergetappen die Favoriten moderat fuhren um Kräfte zu sparen. So erhielten die Benachteiligten die Chance um den Sieg mit zu fahren - was ihnen auch gelang.


Faber und Garrigou waren bald Teil einer 19 Fahrer zählenden Gruppe, die gemeinsam ins Ziel kam, aber Gewinner waren andere.


Der Isolierte Camillo Mertarelli kämpfte allein und belegte den 3. Platz.


Sieger wurde der Isolierte Henri Vanlerberghe im Sprint vor dem Isolierten Pierre Everaerts.






6. Etappe Bayonne - Luchon 326km

1. Octave Lapize (fra) 12:09:27 h

2. Odiel Defraeye (Bel) +6'33"

3. Pierino Albini (Fra) 20'51"

 

Berge:

Aubisque (1709 m)

Tourmalet (2115 m)

Aspin (1489 m)

Peyresourde (1569 m)



Es war eine harte Pyrennäen-Etappe. Die schlechten Straßen oder besser Pfade waren meist nicht befestigt, voller Löcher und schlammig. Viele Fahrer mussten gelegentlich absteigen und schieben wie hier Firmin Lambot auf dem Gipfel des Aubisque.
Deman muss seine Räder vom Matsch befreien. Im linken Kreis fährt Bertarelli den Tourmalet hoch, rechts ist die zweite Fahrergruppe hinter Bielle abgebildet.


Masselis und Spiessens am Aubisque.
Thys in der Abfahrt des Tourmalet.


Vanlerberghe, Sieger der 5. Etappe, kämpft weiter und wird als bester Einzelfahrer 13. dieser Etappe.

Diese Etappe hatte einen Pechvogel, dessen Geschichte zu den berühmten Legenden der Tourgeschichte gehört. Der Verlauf der Etappe war lange Zeit geprägt vom Zweikampf zwischen Philippe Thys und Eugène Christoph. Christoph überquerte als erster den Aubisque, Thys dafür den Tourmalet. Doch in dieser Abfahrt hatte Christophe einen Unfall mit einem Auto, seine Radgabel brach, so dass er 14 Kilometer mit dem geschulterten Rad zu Fuß weiter ging bis er endlich in Sainte-Marie de Campan eine Schmiede fand, in der er eigenhändig seine Gabel reparierte bzw. unter den Augen der wachsamen Offiziellen reparieren musste, denn fremde Hilfe war untersagt. Eine Strafe von 5 Minuten musste er jedoch hinnehmen, da der Schmied ihm geholfen hatte den Blasebalg zu bedienen. Ungefähr vier Stunden kostete ihm dieses Missgeschick, genau die Zeit, die ihm am Ende der Etappe auf Thys fehlte. Er war somit mindestens so stark wie der siegreiche Belgier.






7. Etappe Luchon - Perpignan 324km

1. Marcel BUYSSE 11h 55' 40"

2. Paul DEMAN + 11' 22"

3. Philippe THYS + 12' 10"

 

Berge:

Portet d'Aspet (1069 m)

Port (1249 m)

Puymorens (1915 m)



Die zweite Pyrennäenetappe stand der des Tages zuvor an Schwierigkeiten kaum nach. Es regnete fast ununterbrochen und so waren die Wege in einem entsprechend schlechten Zustand. Immer wieder verschlammten die Räder und mussten vom Matsch gereinigt werden. Zudem herrschten auf den Gipfeln Temperaturen um den Gefrierpunkt, im Tal waren es dann 25 Grad plus.

Beginn des Anstiegs hoch zum Puymaurens.


Petit-Breton quält sich über den Puymaurens.

Faber kämpft mit dem Portet d'Aspet.


Deman muss sein Hinterrad in Bourg-Madame reparieren
Thys fährt durch Saint-Girons.


Eine Gruppe am Fuß des Puymaurens.

Deman wird die Etappe als zweiter vor Thys beenden. Thys wird guter Dritter der Etappe, doch sein direkter Konkurrent Bysse holt die tags zuvor verlorene Zeit wieder auf und übernimmt die Führung im Gesamtklassement.





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