Andrew Hampsten

Name: | Andrew Hampsten | Spitzname: | Andy | Geburtsdatum: | 07.04.1962 | Nationalität: | US-Amerikaner (USA) | Familienstand: | verheiratet mit Linda, Tochter Emma (5 Jahre) | Größte Erfolge: | Sieger Giro d'Italia 1988 | | Sieger Tour de Suisse 1986, 1987 | | Sieger Tour de Romandie 1992 | | Sieger Galizien-Rundfahrt 1993 | | Vierter Tour de France 1986, 1992 |

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PortraitAndy Hampstens Karriere beginnt an seinem 12. Geburtstag. Der Sohn von zwei Englischprofessoren an der Universität in Grand Folkes, North Dakota, bekommt sein erstes Rennrad geschenkt und wird sofort mit dem Radsportvirus infiziert. Er beginnt in der Bibliothek ausländische Zeitungen nach spärlichen Rennberichten zu durchstöbern und ärgert sich über die nicht vorhandene Berichterstattung in den US-TV-Sendern. Seine ersten Rennen bestreitet er in den Sommerferien 1977, die er bei einer Tante in Cambridge verbringt, auf der Insel. Zurück in den Staaten startet mit Erfolg bei kleineren Rennen, wird vom amerikanischen Verband entdeckt, gefördert und steigt in den Amateursport ein.
Im Anschluß an eine recht erfolgreiche Zeit als Radamateur wechselt er Anfang 1985 in das neu gegründete und von den Europäern stark belächelte Profiteam 7 Eleven (später Mortirola und heute USPS). Spätestens beim Giro, zu dem sie überraschend eingeladen wurden, verstummten die Kritiker. 7 Eleven gewinnt zwei Etappen, darunter Andy eine Bergankunft, bei der er allen bekannten Kletterspezialisten keine Chance läßt. Im nächsten Jahr wechselt er zu Bernard Tapies Rad-Dream-Team La Vie Claire. Er gewinnt als erster Amerikaner die Tour de Suisse und belegt bei der Tour de France hinter seinen beiden Kapitänen Lemond und Hinault als bester Nachwuchsfahrer den vierten Platz.
Seinen absoluten Karrierehöhepunkt erlebte der Amerikaner beim Giro 1988. "An einem Tag, an dem starke Männer heulen" (Zitat: Alain Piper, Radprofi) schreibt Andy Hampsten bei einer legendären Etappe über den Gavia Pass (damals noch auf Naturstraßen) Radsportgeschichte. Unter schier unglaublichen Bedingungen während eines Schneesturms übernimmt er die Gesamtführung des Giros, die er bis zum Ziel in Mailand nicht mehr abgibt.
Nach seinem Girosieg versucht er, seinen Traum vom Toursieg zu verwirklichen. Als lausiger Zeitfahrer konzentrierte er sich in den nächsten Jahren zu sehr, sich im Kampf gegen die Uhr zu verbessern. Dabei büßte er aber seine Fähigkeiten am Berg ein und konnte an seine vergangenen Erfolge nicht mehr anknüpfen. Erst als er akzeptierte, dass aus ihm nie ein Toursieger wird und er sich wieder auf seine Stärken besann, kehrte der Erfolg u.a. mit einem Sieg in Alp d'Huez zurück.
Heute lebt der Hobby-Wein- und Olivenbauer mit seiner Frau Linda und seiner fünf Jahre alten Tochter Emma auf einen kleinen Hof in der Toskana.
von Werner 

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