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Robert Walthour


Name:  
Robert Walthour 
Geburtsdatum:  
1. Januar 1878 
Geburtsort:  
Atlanta 
Wohnort:  
 
Nationalität:  
Amerikaner 
Familienstand:  
verheiratet 
Fahrertyp:  
begann als Flieger 
 
später vor allem Steher 
 
Sechstagerennen in den USA 





Portrait


Europa war gespannt auf Robert Walthour. Als er im Februar 1904 nach Europa kam, "war das ein sensationelles Ereignis für uns. Er hatte in seiner Heimat bei den ominösen Sechstage-Rennen schier Wunderleistungen  vollbracht." Würde er den Erwartungen entsprechen?

Ja, er enttäuschte nicht.

 

"Seine mittelgroße Gestalt ist trotz einer gewissen Knochigkeit von einer aussergewöhnlichen Geschmeidigkeit, und seine Fahrweise ist dementsprechend phänomenal leicht. Er arbeitet auf dem Rade mit der Ruhe und Sicherheit einer automatischen Maschine."

 

Frühe Erfolge ließen Robert nicht ruhen und er widmete seine ganze Kraft dem Radsport. Schnell konnte er sich gegen große Namen behaupten. Am meisten begeisterten ihn bis 1904 wohl die Sechstagerennen, denn hier wurde er fast unschlagbar. Ob Flieger-, Halbdauer- oder Dauerrennen, er soll in allen Disziplinen brilliert haben. Zu seine Siegen in Europa bis 1904 wird vermerkt, er hätte garnicht sein ganzes Können zeigen können mangels gleichwertiger Konkurrenz.

 

Die Steherennen waren eine gefährliche Angelegenheit, immer wieder kam es zu tödlichen Unfällen. Auch Walthour war 1906 in einen solchen verwickelt. Am 29. September überfuhr sein Schrittmacher Hofmann mit Walthour an der Rolle einen Sanitäter, der über die Bahn lief. Robert stürzte schwer und litt noch lange Zeit an einem schweren Schock.

 

Zu seinem weiteren Werdegang fehlen mir genauere Informationen. Die Liste seiner Erfolge zeigt jedoch, dass er noch viele Jahre aktiver Radrennfahrer war. 

 





die Familie Walthours
das Bild wurde 1910 oder früher aufgenommen


In den 30er Jahren fährt ein Robert Walthour jr. ebenfalls Sechstage-Rennen, vermutlich sein Sohn.

 

Quelle:

Sport-Album der Radwelt, 3., 9., 10., 11. Jahrgang

W. Gronen/W. Lembke, Geschichte des Radsports, 1987



Ergebnisse:

1902

von 54 Halbdauer-Konkurrenzen in den USA gewann er 47

1904

1. Platz Weltmeisterschaft, Steher

1. Platz 50 km-Rennen, Friedenau

1. Platz Stundenfahren, Friedenau

1. Platz G.P. von Europa, 100 km, Friedenau

Sieger Match mit Robl, Dresden

Sieger Match mit Dangla

Sieger Match mit Contenet

1905

1. Platz Weltmeisterschaft, Steher

 

(...)

 

1909

1. Platz Preis der Stadt Dresden

1. Platz G.P. von Hannover

1. Platz G.P. von Deutschland

 

Insgesamt errang er auf deutschen Bahnen 5 este Plätze und einen dritten Platz.

1910

3. Platz Weltmeisterschaft, Steher

(...)

1911

1. Platz G.P. der Grafschaft Berg, Barmen, 1 Stunde

1. Platz G.P. von Europa, Düsseldorf, 1 Stunde

1. Platz G.P. von Nürnberg, 20, 30, 50 km

1. Platz Goldpokal von Köln, 20, 30, 50 km

1. Platz Grosser Sommerpreis, 50 u. 50 km, Berlin-Olympia

1. Platz G.P. von Europa, Leipzig, 100 km

1. Platz Grosser Sachsen-Preis, Dresden, 100 km

2. Platz Grosser Eröffnungspreis, Köln

2. Platz Grosser Osterpreis Chemnitz

2. Platz Grosses Kaiserrennen, Köln

2. Platz G.P. von Essen

2. Platz G.P. der Stadt Dresden

2. Platz Robl-Preis, Berlin-Olympia

2. Platz Goldpokal, Breslau 

3. Platz Grosser Frühlingspreis, Dresden

5. Platz Sechstage-Rennen, Buffalo (USA)

 

Insgesamt errang Walthour 1911 auf deutschen Bahnen 14 erste, 10 zweite, 7 dritte Plätze und je einen 4. und 5. Platz. Damit liegt er an erster Stelle der ausländischen Fahrer.

 

In der Liste der erfolgreichsten ausländischen Dauerfahrer der Jahre 1907-1911 gemessen am Einkommen belegt er den 3. Platz

1912

1. Platz Grosser Eröffnungspreis, Chemnitz

1. Platz Goldenes Rad vom Rhein, Köln, 1 Stunde

1. Platz Grosser Maipreis, Dresden

1. Platz Rosenpreis, Chemnitz

1. Platz Theile-Erinnerungspreis, Berlin-Olympia

1. Platz G.P. von Europa, Leipzig

1. Platz G.P. von Köln

1. Platz Grosser Abschiedspreis Köln

2. Platz Grosser Eröfnungspreis, Frankfurt a.M. 

2. Platz Grosser Jubiläumspreis, Köln 

2. Platz Grosser Sommerpreis, Berlin-Olympia

2. Platz G.P. von Deutschland, Berlin-Olympia

3. Platz Preis der Nationen, Berlin-Olympia

3. Platz Grosser Frühlingspreis, Breslau

3. Platz Alfred Köcher-Preis, Berlin-Olympia

3. Platz Goldenes Rad, Berlin-Olympia

3. Platz Preis der Stadt Hannover

3. Platz Goldpokal, Breslau

3. Platz Goldenes Rad, Dresden

 

Walthour war 1912 der erfolgreichste ausländische Dauerfahrer auf deutschen Bahnen. Er gewann insgesamt 13 Rennen und belegte 7 zweite, 11 dritte, 2 vierte und drei 3. Plätze. Die Liste der erfolgreichsten ausländischen Dauerfahrer auf deutschen Bahnen bis 1000 Mark gemessen am Einkommen führt Walthour somit ebenfalls mit großem Vorsprung an. 

Auch als Flieger hatte er Einnahmen.

 

In der Liste der erfolgreichsten ausländischen Dauerfahrer auf deutschen Bahnen der Jahre 1908-1912 gemessen am Einkommen belegt er den 2. Platz.

 

(...)

 

1915

5. Platz Sechstage-Rennen, Buffalo (USA)

 

© Cycling4fans

Januar 2005



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